Gehirnabszess: Therapie

Grundsätzlich wird jeder Patient, der an einem Hirnabszess leidet, mit Antibiotika behandelt. Hinzu kommt häufig ein neurochirurgischer Eingriff
29.05.2013

Wer einen Abszess im Gehirn hat, muss normalerweise für längere Zeit Antibiotika einnehmen

LiquidLibrary/DynamicGraphics

Steht fest, dass es sich um einen Gehirnabszess handelt, bekommt der Patient im Normalfall über mehrere Wochen Antibiotika verabreicht, die den auslösenden Krankheitserreger abtöten sollen.

Zusätzlich erfolgt meist ein neurochirurgischer Eingriff – die sogenannte Abszess-Aspiration. Der Operateur saugt dabei durch eine Öffnung in der Schädeldecke die Eiterflüssigkeit ab. Dieser Eingriff ist auch dann von besonderer Bedeutung, wenn der behandelnde Arzt vorher nicht endgültig klären konnte, ob es sich um einen Abszess oder einen Tumor handelt. Je nachdem, wo sich die Entzündung befindet und wie groß der Abszess ist, wird manchmal auch ein größerer Eingriff nötig.

Daneben kommen – je nach Bedarf – Medikamente zum Einsatz, die gegen die Krampfanfälle helfen (Antikonvulsiva) oder eine übermäßige Schwellung im Gehirn (Hirnödem) eindämmen (Kortisonpräparate).


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