Gehirnabszess: Diagnose

Anhand der Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) lässt sich ein Hirnabszess am besten erkennen
29.05.2013

Durch eine Magnet-Resonanz-Tomografie lässt sich auch das Gehirn bildlich darstellen

W&B/Bert Bostelmann

Das wichtigste Verfahren, mit dem der Arzt auf einen Hirnabszess schließen kann, stellt die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) dar. Durch diese Diagnosemethode kann der Arzt sogar Rückschlüsse auf das Abzessstadium ziehen. Allerdings lässt sich ein Abszess manchmal nur schwer von einem Hirntumor abgrenzen, insbesondere dem Glioblastom.

Ergänzend untersucht der Arzt das Blut des Patienten. Im Labor wird dann zum Beispiel das sogenannte C-reaktive Protein (CRP) bestimmt. Denn dieser Entzündungsmarker kann erhöht sein. Prinzipiell lässt sich auch der Krankheitserreger nachweisen. Dies geschieht durch eine Blutkultur oder indem ein erfahrener Arzt Hirnflüssigkeit (Liquor) entnimmt. Beide Nachweismethoden liefern jedoch kein hundertprozentig sicheres Ergebnis – weder wenn sie "positiv" noch "negativ" ausfallen.

Wichtig: Ein Hirnabszess wird häufig durch einen Entzündungsherd außerhalb des Gehirns ausgelöst. Kommt es beispielsweise in Folge einer Nasennebenhöhlen-, einer Mittelohrentzündung oder einer entzündeten Zahnwurzel zu den Anzeichen eines Hirnabszesses (siehe Kapitel Symptome), sollten Betroffene dies unbedingt von einem Arzt abklären lassen. Dies gilt umso mehr für Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr.


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