Stangensellerie: Knackige Rohkost

Stangensellerie war schon bei den alten Römern und Griechen beliebt. Das Gemüse ist sehr kalorienarm und passt zu Dips wie Salaten

26.11.2014

Staudensellerie: Frische Stangen sind knackig


Inhaltsstoffe: Kalorienarme Stangen

Wie auch der Knollensellerie enthält der Stangensellerie Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin E. Daneben kommen Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium und Spurenelemente wie Eisen in ihm vor. Die grünen Sorten enthalten auch beachtliche Mengen an Provitamin A. Stangensellerie, auch Staudensellerie genannt, besteht zu einem großen Teil aus Wasser und ist daher kalorienarm.

Herkunft: Dem Gott der Unterwelt geweiht

Stangensellerie in seiner wilden Form kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Im alten Ägypten dienten die Blätter und Blüten des wild wachsenden Sellerie als Grabbeigaben und als Heilpflanze. Dem Gott der Unterwelt geweiht war die Pflanze bei den Römern wie bei den Griechen. Letztere nannten sie "selinon", nach der antiken Stadt Selinus an der Südküste Siziliens. In ihrer Umgebung wuchs nicht nur viel Sellerie, ein Sellerieblatt fand sich sogar in ihrem Wappen. In Europa wurde der Stangensellerie erst im frühen Mittelalter bekannt und hauptsächlich als Arzneipflanze genutzt. Bis zum 18. Jahrhundert baute man ihn ausschließlich in Hof- und Klostergärten an.

Botanik: Stangensellerie bildet Blattstiele

Der deutsche Name des Doldenblütlers Apium graveolens var. dulce verrät es bereits: Anders als der Knollensellerie bildet der Stangensellerie keine Knolle, sondern Blattstiele aus. Diese sind aufrecht und fleischig. Der grüne Stangensellerie schmeckt milde, die Aromen der hellen und goldgelben Sorten sind kräftiger.

Saison: Freiland- und Treibhausware

Stangensellerie kann man hierzulande 365 Tage im Jahr erstehen. Zwischen Juni und Oktober ist deutsche Freilandware auf dem Markt, davor kommt der Stangensellerie aus Folien- und Unterglasanbau. Im Winter beziehen die deutschen Anbieter das Gemüse aus Spanien, Israel und Italien.

Lagerung: Relativ gut haltbar

Bis zu zwei Wochen hält sich Stangensellerie, wenn er in einem Folienbeutel im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Tipps zur Zubereitung: Als Rohkost oder zum Verfeinern

Roh sind die Stangen eine beliebte Rohkost, die in Dips – etwa auf Quark-, Joghurt- oder Frischkäsebasis – getunkt wird. Fein geschnitten bereichert der Stangensellerie Salate, gerne wird er aber auch zum Verfeinern von Suppen, Eintöpfen, Saucen und Schmorgerichten verwendet.

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