Alterssichtigkeit: Ursachen

Bei der Alterssichtigkeit (Presbyopie) funktioniert die Naheinstellung des Auges nicht mehr richtig. Mediziner sprechen dann davon, dass die Akkomodation eingeschränkt ist – sie meinen damit die Fähigkeit des Auges, sich auf verschiedene Entfernungen flexibel einzustellen

aktualisiert am 01.04.2015
Portait einer Frau mit schönen Augen

Mit den Jahren verändern sich unsere Augen


Normaler Alterungsvorgang: Die allmählichen Veränderungen des Auges haben keine genetischen, also erblichen Gründe. Denn die Presbyopie ist ein ganz normaler Alterungsvorgang, der jeden Menschen betrifft und auch durch ein spezielles Augentraining nicht aufgehalten werden kann.

Für die Naheinstellung muss sich die Linse wölben: Der Augenmuskel zieht sich zusammen, gleichzeitig entspannen sich die Aufhängebänder der Linse, sodass sie kugelförmiger wird. Im Laufe des Lebens "altert" das Auge jedoch:

Starre Linse: Bei unserer Geburt ist die Linse noch sehr elastisch. Über die Jahre wird sie immer dicker und härter, weil sich das Gewebe verdichtet. Die Folge: Die Linse lässt sich nicht mehr so flexibel wölben.

Verschwommenes Bild: Da die Linse nicht mehr so elastisch und der Ziliarmuskel im höheren Lebensalter nicht mehr so kräftig ist, kann das Auge die von nahen Objekten einfallenden Lichtstrahlen nicht mehr richtig bündeln. Die so genannte Brechkraft der Linse nimmt also ab und die Gegenstände im Nahbereich bilden sich nur noch verschwommen auf der Netzhaut am Augenhintergrund ab.

Die Folge: Der Bereich, auf den das Auge scharf stellen kann, verschiebt sich von der normalen Lesedistanz (35 Zentimeter) immer weiter in die Ferne – im Alter von etwa 65 Jahren liegt er bei etwa zwei Metern.