Nickelallergie: Diagnose

Besteht der Verdacht auf eine Nickelallergie, erkundigt sich der Arzt nach den Symptomen und begutachtet die Hautveränderungen. Oft folgt dann ein spezieller Hauttest

aktualisiert am 31.07.2013

Der Arzt fragt nach den Beschwerden und nach möglichen Auslösern


Erster Ansprechpartner ist oft der Hausarzt. Er kann zum Spezialisten für Hauterkrankungen (Dermatologen) überweisen. Idealerweise besitzt er die Zusatzbezeichnung Allergologie.

Um eine Nickelallergie festzustellen, erkundigt sich der Arzt zunächst nach der Krankengeschichte. So möchte er wissen, seit wann die Hautveränderungen bestehen, an welchen Stellen und bei welchen Gelegenheiten sie auftreten. Möglicherweise fällt dann bereits auf, dass beispielsweise bestimmte Schmuckstücke der Auslöser für die Beschwerden sein könnten. Anschließend untersucht der Arzt die betroffenen Hautareale.

Epikutantest weist Nickelallergie nach

Der Nachweis einer Nickelsensibilisierung gelingt mit dem so genannten Epikutantest: Dabei wird Nickelsulfat mit einem Pflaster auf die Rückenhaut aufgeklebt – zusammen mit anderen Stoffen, die eine Kontaktallergie auslösen können (etwa Metallsalze, Duftstoffe, Konservierungsmittel). Liegt eine Nickelsensibilisierung vor, so reagiert die Haut nach einigen Stunden an genau der Stelle, wo Nickelsulfat aufgeklebt wurde. Nach 24 oder 48 Stunden nimmt der Arzt das Pflaster ab und begutachtet die Hautveränderungen an der Teststelle. Abschließend ausgewertet wird der Epikutantest meist nach drei Tagen (72 Stunden).

Der Nachweis einer Nickelsensibilisierung durch eine Blutuntersuchung (zum Beispiel den Lymphozyten-Transformationstest, LTT) ist in der Regel wissenschaftlichen Fragestellungen vorbehalten und in der Praxis von nur untergeordneter Bedeutung.

Liegt eine Nickelsensibilisierung vor, so sollte dies in einem Allergie-Pass vermerkt werden.