Die Rettungskette zeigt, wie wichtig die Verzahnung der einzelnen Maßnahmen ist.

Die Rettungskette zeigt, wie wichtig die Verzahnung der einzelnen Maßnahmen ist.

Im Notfall: 112

Im Notfall: 112

Grundsätze:

  • Ruhe bewahren und Überblick verschaffen: Wie viele Personen sind verletzt? Wer braucht meine Hilfe am meisten?
  • Gefahrenzone verlassen: Bringen Sie die Betroffenen wenn nötig aus der Gefahrenzone
  • Wichtig Eigenschutz: Immer auf die eigene Sicherheit achten (also zum Beispiel Warnweste anziehen) und Unfallstelle absichern (zum Beispiel Warndreieck aufstellen)
  • Hilfe holen und den Rettungsdienst per Notruf alarmieren. Wenn nötig, weitere Passanten zur Hilfe auffordern und mit einbinden. Jeder kann sich neben einen ansprechbaren Patienten setzen und dadurch für ihn da sein.
  • Verletzte wenn möglich nicht allein lassen. Bitte bleiben Sie beim Patienten bis der Rettungsdienst eintrifft.

Notruf:

Bundesweit gilt als Notruf-Nummer der Rettungsleitstelle: 112

Die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 ist von allen Fest- und Mobilfunknetzen gebührenfrei zu erreichen. Auch bei einem fremden Handy, welches über eine PIN gesperrt ist, kann die Notrufnummer angerufen werden.

Polizeinotruf: 110

Europaweit gilt der Euronotruf: 112

Nationale Notrufnummern sind meist parallel weiterhin gültig.

Halten Sie beim Anrufen folgende Informationen bereit (Fünf W):

  • Wo hat sich der Notfall ereignet?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Welche Verletzungen liegen vor?
  • Warten Sie dann Rückfragen ab – nicht gleich auflegen!
Rautek-Rettungsgriff: Fassen des Patienten

Rautek-Rettungsgriff: Fassen des Patienten

Patient aus der Gefahrenzone bringen

Falls nötig müssen Verletzte aus der Gefahrenzone gebracht werden, bevor man sie behandelt. Beim Bewegen von Verletzten sollte man stets äußerst vorsichtig vorgehen. Wenn keine andere sichere und wirbelsäulenschonende  Transportmöglichkeit besteht, kommt dazu notfalls der  Rautek-Rettungsgriff infrage:

  • Fassen Sie unter den Achseln des Patienten durch und greifen einen Unterarm mit beiden Händen. Legen Sie ihn quer über die Brust des Verletzten und fassen Sie ihn mit beiden Händen
Rautek-Rettungsgriff: Anheben des Patienten

Rautek-Rettungsgriff: Anheben des Patienten

  • Leicht in die Knie gehen und den Betroffenen mit Schwung auf den Oberschenkel ziehen
  • Gehen Sie rückwärts und legen Sie den Verletzten an einer sicheren Stelle ab – am besten auf einer Decke

Überprüfen Sie, ob die Person bewusstlos ist und ob sie atmet.

Bewusslose Patienten mit vorhandener Atmung bringen Sie bitte in die stabile Seitenlage, bei bewusstlosen Patienten ohne Atmung Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

Um den Helm abzunehmen, arbeiten am besten zwei Helfer zusammen

Um den Helm abzunehmen, arbeiten am besten zwei Helfer zusammen

Helm abnehmen

Bei einem Motorradunfall mit bewusstlosem Motorradfahrer arbeiten am  besten zwei Helfer zusammen. Weil die Gefahr einer  Halswirbelsäulen-Verletzung besteht, müssen die Helfer sehr vorsichtig  sein und darauf achten, Hals und Wirbelsäule des Patienten so wenig wie  möglich zu bewegen:

  • Helfer 1 kniet oberhalb des Kopfes und stabilisiert ihn, indem er mit beiden Händen Helm und Unterkiefer des Verletzten hält
  • Helfer 2 kniet seitlich und öffnet Visier, Kinnriemen oder -schale
  • Helfer 2 stützt nun mit den Händen den Hals, indem er die Finger im Nacken an den Hinterkopf und die Daumen vor beide Ohren legt
  • Helfer 1 weitet den Helm seitlich und zieht ihn nach oben vom Kopf. Helfer 2 stabilisiert weiterhin die Halswirbelsäule während der Helmabnahme und legt nach Helmabnahme den Kopf unter Beibehaltung der Stabilisierung vorsichtig ab.
  • Helfer 1 oberhalb des Kopfes übernimmt nun wieder die Stabilisierung. Ist das Unfallopfer bewusstlos, legt der Helfer seine Hände fest über    die Ohren des Verletzten, wobei die Finger gleichzeitig den Unterkiefer    anheben, um die Atmung zu sichern. Helfer 2 kann nun die Atmung überprüfen.

Bewusslose Patienten mit vorhandener Atmung bringen Sie bitte in die stabile Seitenlage, dabei sollte die Halswirbelsäule durch den 1. Helfer möglichst stabilisiert bleiben. Bei bewusstlosen Patienten ohne Atmung Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

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