Lachen ist sehr gut für die Gesundheit. Im ganzen Körper werden Muskeln angespannt, der Stoffwechsel wird angeregt und Stresshormone unterdrückt. Aber: Während Kinder sehr viel lachen, tun es Erwachsene im Vergleich nur noch selten. Um das zu ändern, gibt Gisela Dombrowsky Lachyoga-Kurse. Mit ihren Workshops war sie schon in Unternehmen, Ministerien oder auch Kitas. Wie sie dazu gekommen ist, warum sie sich erst einmal darauf einlassen musste und was sie dabei selbst so glücklich macht, erzählt sie im Gespräch mit Claudia Röttger.

In dem Gespräch geht es um folgende Themen:

  • Was ist Lachyoga?
  • Lachen reduziert Stress
  • Darf man lachen, wenn man traurig ist?
  • Lacht eine Lachyoga-Trainerin auch privat viel?
  • Claudia Röttger probiert Lachyoga aus

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Gisela Dombrowsky - Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich, weil wir lachen.

Claudia Röttger - Ein Zitat von Gisela Dombrowsky, die seit mehr als 15 Jahren als Lachyoga-Trainerin arbeitet.

Claudia Röttger - Hallo, ich bin Claudia Röttger. Was ist Glück für Sie und wie wird man glücklich? Ich finde solche Fragen unglaublich faszinierend. Das glücklich sein hängt von ganz verschiedenen Faktoren ab. Der Zufall spielt eine Rolle, aber auch die eigene Einstellung. In meinem Podcast spreche ich genau darüber und zwar mit Menschen, die die verschiedensten Erfahrungen mit dem Thema Glück gesammelt haben. Und vielleicht bereichert die eine oder andere Idee dabei auch Ihr Leben. Egal ob sie jung oder ob sie alt sind.

„Einmal täglich Glück“- ein Podcast von gesundheit-hören.de und der Apotheken Umschau.

Claudia Röttger - Heute spreche ich mit Gisela Dombrowsky. Sie hat früher als Bankkauffrau gearbeitet und war in ihrem Beruf ziemlich gestresst. Dann hat die Rheinländerin Lachyoga für sich entdeckt und die Ausbildung zur Trainerin gemacht. In ihren Kursen sitzen ganz unterschiedliche Menschen. Sie gibt Workshops bei Unternehmen, in Ministerien oder auch in Kitas.

Hallo Frau Dombrowsky, schön, dass Sie da sind.

Gisela Dombrowsky - Hallo Frau Röttger, schön, dass Sie da sind und schön, dass ich dabei sein darf.

Claudia Röttger - Frau Dombrowsky, Sie als zertifizierte Lachyoga-Master-Trainerin - können Sie erst einmal genau erklären, was ist denn eigentlich genau Lachyoga?

Gisela Dombrowsky - Lachyoga ist ein einzigartiges Konzept, wo wir lernen, ohne Grund zu lachen. Wir brauchen keine Witze. Wir brauchen keine Comedy. Wir lernen über kindliche Verspieltheit, mit Entspannungsübungen, Atemübungen, Lachübungen und viel Bewegung kommen wir umso leichter ins Lachen.

Claudia Röttger - Also dieser Teil Yoga würde mich nochmal mal interessieren. Das heißt es gehören auch körperliche Übungen dazu? Also man bewegt sich?

Gisela Dombrowsky - Man bewegt sich aber nicht so wie man es gewohnt ist im Yoga, sondern es sind die Atemübungen aus dem Yoga. Wir atmen sehr intensiv. Man weiß, wenn man lacht, wird sehr viel ein und ausgeatmet und das machen wir auch eben uns zunutze.

Claudia Röttger - Macht es Sie glücklich, Lachyoga zu praktizieren?

Gisela Dombrowsky - Ja auf jeden Fall. Besonders in Zeiten, wo es einem vielleicht nicht besonders gut geht, hat man gelernt, das Lachen abzurufen. Also ich kann wirklich… Oft werde ich gefragt, ob ich das könnte, auf Knopfdruck zu lachen. Und dann sage ich immer - Ja, klar kann ich das.

Claudia Röttger - Was ist denn zuerst da? Sie lachen, weil Sie glücklich sind, oder Sie sind glücklich, weil Sie lachen?

Gisela Dombrowsky - Ja genau. Es gibt einen wunderschönen Spruch. Genau den haben Sie eigentlich schon zitiert fast. Wir lachen nicht, weil wir glücklich sind, sondern wir sind glücklich, weil wir lachen. Und das ist wirklich ein Geschenk Gottes. Der liebe Gott hat sich da was dabei gedacht, als er uns das Lachen geschenkt hat. Nur so im Alltag haben wir das oft verloren.

Claudia Röttger - Also wir wissen - Lachen ist gesund. Es sind ganz viele Muskeln irgendwie dabei beteiligt, werden angespannt im Körper und es reduziert tatsächlich auch Stress, das ist bekannt. Ist das bei Ihnen auch so?

Gisela Dombrowsky - Auf jeden Fall. Ich bin eigentlich auch über Stress zum Thema Lachyoga gekommen. Als ich vor vielen Jahren noch im Angestelltenverhältnis war, habe ich immer nach Mitteln und Wegen gesucht - Wie kann ich entspannen? Kam dann irgendwann auf Yoga und Yoga hat mir extrem geholfen. Und dann kam mir Lachyoga plötzlich entgegen und ich habe so schnell gemerkt, dass die Entspannung so schnell fühlbar ist, der Stress so schnell abgebaut wird, wie es in ihn sonst keiner anderen Methode erfahren habe.

Claudia Röttger - Ich habe aber verstanden, dass Sie ein bisschen tricksen. Sie fangen an damit, dass sie vielleicht auch sagen, ich bin so ein bisschen mit den Mundwinkeln weiter oben. Ich muss mir schon manche Dinge bewusst machen. Ich merke das ja selber, wenn ich mich morgens im Spiegel anschaue, sage okay, ich habe die Mundwinkel etwas weiter nach oben. Dann schaut man schon freundlicher und es geht einem auch ein bisschen besser.

Gisela Dombrowsky - Richtig. Wir haben also die Möglichkeit, wenn wir mal sehr schlecht drauf sind, wirklich mal zu versuchen, unsere Mundwinkel und hier die ganzen Gesichtsmuskeln zu massieren. Bis zu den Augen, dann, wenn wir richtig intensiv lachen, lachen ja auch unsere Augen mit. Ja und unser Verstand, der meint wenn wir das so eine Minute lang machen, wir wären gut drauf.

Claudia Röttger - Und irgendwann muss es ja doch sehr sehr lustig sein. Das kann ich mir schon vorstellen. Wenn dann plötzlich wirklich in so einer Gruppe alle anfangen zu lachen dann, dann ist es ja doch auch witzig.

Gisela Dombrowsky - Ja, natürlich natürlich. Es ist ja auch erst einmal am Anfang nur gefaked. Also erst einmal so getan und nachher ist es wirklich aus dem tiefsten Tiefen des Bauches und des Zwerchfell.

Claudia Röttger - Bei manchen funktioniert es aber auch nicht oder?

Gisela Dombrowsky - Bei wenigen, ja. Es ist aber oft so, die Erfahrung hab ich gemacht. Die größten Kritiker am Anfang, die gesagt haben, sowas mache ich ja gar nicht, ohne Grund Lachen, das das geht überhaupt nicht. Wenn dann irgendwann der Punkt kam, wo der Schalter umgelegt wurde, waren das die größten Lacher dann hinterher.

Claudia Röttger - Sie selbst haben Lachyoga auf einem Gesundheitstag bei einem Workshop entdeckt und waren Sie selbst da nicht erst mal skeptisch?

Gisela Dombrowsky - Nein, also während dieses Workshops war ich also vollkommen begeistert. Und weil ich eben gehört habe, was eben Lachyoga auch alles bewirkt, die hat man eben auch die gesundheitlichen Vorteile angesprochen und und und. Also da war ich vollkommen begeistert und war auch begeistert von diesen Übungen. Ich weiß noch ganz genau, wie ich nach Hause gekommen bin, meinem Mann erzählt habe - Stell dir das mal vor und und und. Und dann habe ich ganz schnell einen Zwei-Tageskurs-Kurs belegt. Und da muss ich ehrlich eingestehen, habe ich tatsächlich auch irgendwann mal einen Punkt gehabt, wo ich gesagt hab - Oh, das geht aber jetzt gar nicht. Ja also diese Situation hatte ich tatsächlich auch. Und dann habe ich gesagt - Wofür möchtest du das jetzt machen? Was bezweckt oder mit? Also lass dich einfach mal drauf ein und das hab ich dann gemacht. Und das war dann wirklich der Punkt, wo ich meinen Schalter umlegen konnte und von dem Moment an was wirklich komplett um mich geschehen.

Claudia Röttger - Sie haben ja lange als Bankkauffrau gearbeitet. Hätten Sie sich damals vorstellen können, dort in der Bank Lachyoga zu machen?

Gisela Dombrowsky - Seinerzeit bestimmt nicht. Obwohl ich auch immer in der Bank ein bisschen exotisch galt, weil ich ja ich immer schon auf gesunde Ernährung und solche Dinge geachtet habe. Habe auch immer gerne gelacht, aber das Lachen hab ich meistens zu Hause gelassen. Mit meinen Kunden hab ich schon gelacht. Aber es ist halt in dem Beruf nicht unbedingt immer so angesagt zu lachen.

Claudia Röttger - Heute kommen aber ein paar ehemalige Kollegen, jedenfalls geben sie Kurse bei Ministerien, Unternehmen oder auch beim Finanzamt. Wie kommt das dort an, welche Menschen besuchen sonst so Ihre Kurse? Wen unterrichten Sie in Lachyoga heute?

Gisela Dombrowsky - Ja, im Grunde genommen ist es eine ganz ganz breite Palette. Meine Aussage ist immer von 3 bis 103, wobei meine jüngsten Teilnehmerinnen in Kursen sind aus dem Kindergarten, wo ich ehrenamtlich auch lange gearbeitet habe und die älteste Teilnehmerin war 103. Das war bei einer Senioren Gruppe. Also ich habe eigentlich die ganze Palette durch. Es gibt kaum einen Bereich, wo ich nicht mittlerweile schon was gemacht habe. Im Gefängnis noch nicht, aber für Justizvollzugsbeamte, die also dann auf dem Weg eben ins Gefängnis waren, um Menschen dort zu betreuen. Mit denen hab ich auch Lachyoga gemacht.

Claudia Röttger - Frau Dombrowsky, schaffen Sie denn tatsächlich für sich selbst viele Dinge weg zu lachen? Dinge, die nicht gut gelingen, kleine Krisen, auch das werden Sie kennen. Hilft Ihnen da das Lachyoga?

Gisela Dombrowsky - Das Lachyoga hilft mir sehr, weil es auch viel gelassener macht. Also ich kann mich erinnern, dass mich, dass ich mich oft über Dinge aufgeregt habe. Natürlich ärgert oder regt man sich auch noch auf, aber das geht schneller vorbei. Ja man bekommt eine andere Gelassenheit.

Claudia Röttger - Wie ist es denn, wenn es wirklich was ganz Schlimmes passiert? Darf man auch lachen, wenn man traurig ist? Viele Menschen erleben das Sterben Verlust. Ganz schlimme Krisen. Da würden doch viele auch sagen - Nee also das ist jetzt eine Spur zu viel.

Gisela Dombrowsky - Lachen und Weinen liegen ja ganz nah beieinander. Und ich habe schon des Öfteren gehört von Menschen, die gesagt haben - Was mache ich denn, wenn ich auf einer Beerdigung lachen muss? Das ist ja für denjenigen, der dann in diesem Moment lacht schlimm. Aber es ist für denjenigen auch Entstressung. Denn Lachen baut Stress ab und wir wissen alle auf Beerdigungen hinterher wenn man zusammenkommt kommt nach einer Beerdigung gibt es immer einen guten Onkel oder jemanden, der am laufenden Band Witze erzählt um einfach diese gedrückte Stimmung aufzuhellen und den Menschen einfach wieder zu zeigen - Hey wir sind doch noch lebendig.

Claudia Röttger - Lachen hilft also durch harte Zeiten zu gehen.

Gisela Dombrowsky - Ganz genau. Natürlich kommen diese Phasen auch immer wieder zurück. Aber es hilft uns besser durch diese Zeiten zu gehen. Auf jeden Fall. Ich habe viele Senioren, die eben mir solche Geschichten erzählen, dass sie lange nicht mehr gelacht haben und sich das auch nicht genehmigen zu lachen, weil die Gesellschaft das ja auch erwartet, dass man nicht lacht, wenn man in so einer Situation ist.

Claudia Röttger - Man soll als Senior alt und weise und würdig sein, aber bitte nicht irgendwie lustig und komisch, oder?

Gisela Dombrowsky - Ja das geht gar nicht. Nur verwitwet, alt, krank. Also da geht Lachen überhaupt nicht. Genau.

Claudia Röttger - Sie verstehen sich also als Botschafterin des Lachens, aber nicht des oberflächlichen, sondern des tiefergehenden Lachen. Hab ich Sie da richtig verstanden?

Gisela Dombrowsky - Richtig. Dieses tiefe Lachen also, das wirklich aus Bauch und Zwerchfell herauskommt, das ist auch das gesunde Lachen. Und vor allen Dingen, dass wir uns auch genehmigen, laut zu lachen. Und dieses laute Lachen ist ja auch nochmal mal eine Hürde für viele. Wo kann ich das machen? Und deshalb gibt es eben weltweit ganz viele Lachgruppen.

Claudia Röttger - Manche wissen ja auch, dass man manche Partner sagen - oh bitte, das ist viel zu laut dein Lachen. Also sogar der Partner ist dann eine Hürde. Was sagt denn Ihr Mann dazu, wenn Sie so richtig los prusten?

Gisela Dombrowsky - Mein Mann ist auch Lachyoga-Lehrer. Er hat sich dem der Sache auch angeschlossen und da bin ich auch sehr sehr glücklich darüber, weil viele Partner, das weiß ich von anderen Kollegen nicht unbedingt etwas mit Lachyoga zu tun haben möchten, weil sie das albern finden. Aber mein Mann hat von Anfang an hat mein erstes Seminar mit besucht und hat gesagt - Oha das steckt also tatsächlich hier dahinter. Und er begleitet mich auf vielen Seminaren, kann mich auch schon mal vertreten. Und ja, er ist also sozusagen mein Lach-Manager.

Claudia Röttger - Aber wie kann ich mir das vorstellen, wie sie zwei morgens beim Frühstück sitzen? Dann muss da schon der eine fast anfangen zu lachen, wenn der andere die Mundwinkel nach oben zieht oder einmal mit dem Auge zwinkert. Passiert das öfter Sie Sie schütten sich aus, verlachen, wenn Sie nur beim Kaffee sitzen?

Gisela Dombrowsky - Ja das kann durchaus passieren. Natürlich haben, sprechen wir auch ernsthaft über ernsthafte Dinge. Aber es ist sehr sehr hilfreich für eine Partnerschaft, wenn beide eben auch die die glückliche Seite, nämlich das Lachen, mit ins Leben integrieren.

Claudia Röttger - Ist es so, dass schwarzer Humor da eigentlich gar nicht geht, weil das vielleicht viel zu böse ist? Also man muss immer mit einem gewissen freundlichen Gefühl den Menschen gegenübertreten? Wie sehen Sie das?

Gisela Dombrowsky - Schwarzer Humor ist ja auch nicht für jeden etwas, muss man jetzt mal dazu dazusagen. Und unser Motto ist ja auch, dass wir nicht über unbedingt über Witze lachen, über Humor. Denn man braucht eigentlich gar keinen Humor, um ins Lachen zu kommen. Der Humor, der entwickelt sich eigentlich. Je mehr wir lachen, umso, das stelle ich immer wieder fest auch in meinen Gruppen, dass also auch die Teilnehmerinnen viel humoriger, viel fröhlicher werden. Also wir brauchen keinen Humor, um lachen zu können. Aber Lachen kitzelt Humor wieder heraus aus uns.

Claudia Röttger - Jetzt weiß ich, dass Kinder ja viel viel mehr lachen. Ich weiß nicht, da gibt's auch eine Zahl. Ich weiß gar nicht, wer das mal nachgezählt hat die Lacher.

Gisela Dombrowsky - Das weiß ich auch nicht. Aber man sagt so bis zu 400 Mal am Tag lachen Kinder. Allerdings leider Gottes auch mit fallender Tendenz. Und er bei Erwachsenen sagt man etwa 10 bis 15 Mal am Tag.

Claudia Röttger - Das ist ziemlich wenig.

Gisela Dombrowsky - Extrem wenig. Ganz genau. Und die Lachgemeinde, die versucht also wirklich ein bisschen wieder diese Freude, diese Heiterkeit, das Glück wieder zu den Menschen zu bringen.

Claudia Röttger - Ich möchte es natürlich unbedingt ausprobieren. Wir sitzen ja jetzt auch in einem Meeting, wir sehen uns Frau Dombrowsky. Jetzt möchte ich gerne lernen zu lachen und ins lachen kommen. Ich hoffe ich bin in eine eine gute Kandidatin. Was muss ich tun? Ich sitze hier, muss ich noch etwas beachten?

Gisela Dombrowsky - Ja es ist auf jeden Fall so wenn man ganz neu dabei ist, ist das erst einmal fremd. Und man tut sich auch erst mal schwer, das ist ganz normal. Dafür haben wir auch eine Übung, dass wir dann sagen - hier auf der Schulter sitzt ein kleines Männchen.

Claudia Röttger - Sie tippen jetzt auf Ihrer Schulter.

Gisela Dombrowsky - Ja genau ich nenne das gerne so unsere Spaßbremse ist das. Die Nein so sagt „Hallo! Was machst du denn da für einen Quatsch. Jetzt lass das mal schön sein. Bleib mal wieder schön ernst. Also so geht das überhaupt nicht.“ Und dieses Männchen, das wollen wir überhaupt nicht behalten. Deshalb nehmen wir jetzt mal unseren Zeigefinger.

Claudia Röttger - Sie strecken ihn ganz tief aus…

Gisela Dombrowsky – Genau, wir atmen tief ein…

Claudia Röttger - Sie atmen tief ein, ja…

Gisela Dombrowsky – Genau, und dann gehen wir zu unserer Schulter und lachen mit diesem Männchen hier. Ha ha ha ha ha !

Claudia Röttger - Ich verstehe es. Ha ha ha! Es sieht lustig aus. Zwei Frauen halten sich mit dem Finger auf die Schulter. Aber anscheinend funktioniert es ein bisschen. Die Spaßbremse wirklich weg ist. Ich gebe zu das ist schon anders. Man ist zumindest mal lockerer. Man hat irgendwie fast ist ja fast eine Lockerungsübung, weil man auch das Zwerchfell bewegt. Die Schultern sind so ein bisschen locker, dass das das versteht man dann schon. Das ist dann auch leichter klappt mit dem Lachen.

Gisela Dombrowsky - Genau das entspannt total. Also die Erfahrung hab ich eben auch gemacht. Meine Lachgruppen finden ja abends statt und die Leute kommen am Abend nach der Arbeit. Man sieht, wie abgekämpft sie sind. Man sieht es in den Gesichtern. Man erkennt ganz klar, wie viel Stress sie vorher gehabt haben. Und sie gehen dann wirklich relaxt und entspannt aus dieser Stunde heraus.

Claudia Röttger - Also Frau Dombrowsky, Sie sind über 60. Vielleicht kommen ja noch Dinge im Leben, die man auch bewältigen muss. Das kann ja immer passieren. Fühlen Sie sich durch das Lachyoga jetzt tatsächlich ein bisschen besser gerüstet, das Sie mit allem besser fertig werden und Ihr kleines Glück sozusagen was sie ja wirklich sich da geschaffen haben nicht mehr gefährdet ist oder nicht mehr so gefährdet ist?

Gisela Dombrowsky - Ich denke schon. Denn es ist ein Rüstzeug. Als Erwachsene sind wir ja eigentlich alle Weltmeister im negativen Denken. Jetzt haben wir ja Corona und die Politik und was alles so dazugehört Und wir haben ganz viele negativen Straßen hier oben in unserem Gehirn. Wenn man sich das mal so vorstellt. Und diese Straßen sind große Autobahnen im Moment. Wir können aber, wenn wir regelmäßig Lachübungen machen und uns entstressen, können wir wirklich diese negativen Autobahnen verkleinern. Die machen wir dann zu Landstraßen, die werden kleiner. Wenn wir jetzt wirkliche neue Bahnen schaffen verändert das wirklich was in unserem Denken und verändert auch unser Leben. Und wir sind einfach auch positiver gestimmt und einfach ja, ich denke einfach deshalb auch glücklicher.

Claudia Röttger - Jetzt möchte ich Sie noch etwas fragen wenn Sie jetzt so auf Ihr Leben zurückblicken. Von der Bankkauffrau zur Lachyoga-Trainerin und Ihrem jüngeren Ich einen Tipp geben könnten, wie das mit dem Glück geht. Was würden Sie ihm raten?

Gisela Dombrowsky - Ja einfach zuzulassen, dass man wieder spürt lebt, dass man wieder Lebensfreude spüren kann. Und wie kann ich am besten wieder Lebensfreude spüren? Indem ich mehr lache, mehr Blödsinn mache, einfach auch zu zulasse, einfach mal ein bisschen albern zu sein. Wieder so dieses Kind in uns zu wecken. Ich glaube das ist ganz, ganz wichtig.

Claudia Röttger - Liebe Frau Dombrowsky, vielen Dank für das Gespräch!

Gisela Dombrowsky - Ja, bleiben Sie heiter!

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Einmal täglich Glück - ein Podcast von gesundheit-hören.de und der Apotheken Umschau.

Redaktion: Claudia Röttger, Kari Kungel
Schnitt und Post-Produktion: Yves Seissler, Kari Kungel

Darum geht es in „Einmal täglich Glück“

Wie schaffen wir es glücklich zu sein – mit uns, mit dem Leben, im Umgang mit anderen Menschen, mit dem, was wir tun? Claudia Röttger, Journalistin und Apothekerin, macht sich auf die Suche nach Menschen, die darauf ganz persönliche, ungewöhnliche, berührende oder erstaunliche Antworten haben. Das Ergebnis: spannende Gespräche über Glaube, Zufälle, Nächstenliebe und gutes Essen.

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