Diabetes Ratgeber
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In vielen Entwicklungsländern müssen Menschen 50 Prozent ihres Monatseinkommens einkalkulieren, um das lebensnotwendige Insulin zu bezahlen. Krankenversicherungen gibt es so gut wie keine. Erkrankt in einer kinderreichen Familie ein Kind an Diabetes, müssen es die Eltern oft sterben lassen.

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1000 Euro und mehr muss ein US-Amerikaner ohne Krankenversicherung pro Monat für Insulin zahlen.

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Seit 1977 steht Insulin auf der Liste der unentbehrlichen Medikamente der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

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25 Prozent der Diabetes-Patienten in Deutschland behandeln die Erkrankung mit Insulin. Das sind insgesamt über 1,8 Millionen Menschen. Davon hat der größte Teil (1,5 Millionen) einen Typ-2-Diabetes.

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30 zu 70 — ein schlechtes Verhältnis: 30 Prozent aller Insulin-Nutzer verbrauchen 70 Prozent des weltweit hergestellten Insulins. Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der Betroffenen mit dem Rest auskommen muss. Der reicht aber definitiv nicht für alle.

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Arme zahlen mehr: 10 US-Dollar kostet eine Insulin­ampulle durchschnittlich in einkommensschwachen Ländern. In den reichsten Ländern dagegen ist sie für nur 6 Dollar zu haben.

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Etwa 500 Menschen in Deutschland mit Typ-1-­Diabetes sind auf tierisches ­Insulin angewiesen. Der Grund: Sie reagieren auf die gängigen gentechnisch hergestellten Insuline wie Humaninsulin oder Insulinanaloga allergisch.

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Mehr als 7 Tage muss ein schlecht bezahlter Staatsangestellter in Nepal für den Monatsbedarf an Insulin arbeiten.

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Mindestens 2 Insulininjektionen pro Tag brauchen viele Menschen mit Diabetes ihr Leben lang. In einem Flüchtlingslager in Kenia kommen die Patienten dafür täglich zweimal in die Klinik, weil in ihren Unterkünften die Temperaturen für die Lagerung von Insulin zu hoch sind.

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Mehr als 46 Millionen Menschen weltweit leben mit Typ-1-Diabetes und sind demnach auf Insulin angewiesen.

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1 von 10 Menschen mit Typ-1-Diabetes ist jünger als 19 Jahre. Die Mehrheit wird. (zumindest in wohlhabenden Ländern) mit einer Insulinpumpe ­b­ehandelt, bei Kindern bis 6 Jahre sind es 90 Prozent.

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Auch bei der Therapie von Typ-2-Diabetes kommt Insulin oft zum Einsatz. 12 Prozent der Patienten in Deutschland werden ausschließlich damit behandelt. 14 Prozent werden mit einer Kombination von Insulin und Tabletten behandelt.

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Das Mehrfache der eigentlichen Kosten müssen Hilfsorganisationen wie  "Ärzte ohne Grenzen" an Insulinhersteller zahlen, um Patienten in ärmeren Ländern oder Krisenregionen zu versorgen. Zum ­Vergleich: Eine Jahresdosis Insulin für einen Patienten kostet in der Herstellung rund 120 Euro. Hilfsorganisationen zahlen 250 bis 1030 Euro dafür.

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