Diabetes Ratgeber

Sind Sie ein Insulin-Experte?

  • Wie oft sollten Sie die Pen-Nadel wechseln?

    a) Einmal in der Woche reicht

    b) Nach jeder InjektionPen-Nadeln werden mit jedem Gebrauch stumpfer. Das verletzt das Gewebe und erhöht das Risiko für Beulen und Verhärtungen, welche die Insulinaufnahme beeinträchtigen. Schrauben Sie die Nadel gleich nach dem Spritzen ab. So kann weder Luft in die Patrone gelangen noch Insulin auslaufen, noch die Nadel verstopfen.

    c) Nur wenn die Nadel stumpf ist

  • Welche Körperstellen eignen sich, um Insulin zu spritzen?

    a) Bauch, Oberschenkel, GesäßAn Bauch, Oberschenkel und Gesäß befindet sich meist genug Fettgewebe unter der Haut, sodass das Insulin tatsächlich dort landet und nicht im darunterliegenden Muskel. Manche Insuline werden am Bauch am schnellsten aufgenommen. Klären Sie mit Arzt oder Diabetesberaterin, welches Insulin Sie wohin spritzen sollten. Im Einzelfall eignet sich auch der Oberarm.

    b) Unterarme

    c) Insulin kann an jeder beliebigen Körperstelle gespritzt werden

  • Warum ist es wichtig, Insulin nicht immer in dieselbe Stelle zu spritzen?

    a) Weil sonst die Haut an der Einstichstelle dünner werden kann

    b) Weil der Einstich dann immer mehr wehtut

    c) Weil sonst das Gewebe verhärten und verdicken kann. Dann verschlechtert sich die Insulinaufnahme Nutzt man zu oft dieselbe Einstichstelle, entstehen dort Verhärtungen oder Beulen. Aus diesen Lipohypertrophien (Lipos) gelangt das Insulin ungleichmäßig ins Blut. Dadurch kann der Blutzucker stark schwanken und der Insulinbedarf steigen. Um Lipos vorzubeugen, wechseln Sie die Einstichstelle am besten nach einem festen Schema. Etwa am Bauch reihenweise von links nach rechts. Lassen Sie die Spritzbereiche alle drei bis sechs Monate beim Arzt kontrollieren.

  • Was sollten Sie direkt vor dem Spritzen Ihrer Insulindosis überprüfen?

    a) Ob die Pen-Nadel schon stumpf ist

    b) Ob noch genug Insulin im Kühlschrank liegt

    c) Ob Luftblasen im Pen sind und ob der Pen korrekt funktioniert Halten Sie zum Prüfen und Entlüften den Pen senkrecht mit der Nadel nach oben. Klopfen Sie eventuelle Luftblasen nach oben. Stellen Sie zwei Einheiten Insulin ein, und drücken Sie den Knopf. Wenn Insulin an der Nadelspitze austritt: alles okay. Sonst: Vorgang wiederholen, bis Insulin austritt.

  • Wovon hängt die Wahl der Nadellänge ab?

    a) Von der Hautdicke

    b) Vor allem von der Spritztechnik Insulin soll im Fettgewebe unter der Haut landen. Wenn man keine Hautfalte bildet und senkrecht einsticht, genügt dazu oft eine Nadel mit vier oder fünf Millime- tern Länge. Mit Hautfalte eignen sich (außer bei sehr schlanken Menschen) auch Sechs- oder Acht- Millimeter- Nadeln. Auch Übergewichtige brauchen meist keine längeren Nadeln. Bitte Nadellänge stets mit dem Diabetesteam klären. Für Kinder und Jugendliche gelten andere Empfehlungen.

    c) Vom Alter

  • Wann ist es empfehlenswert, zum Insulinspritzen eine Hautfalte zu bilden?

    a) Wenn man sehr schlank ist oder in den Oberschenkel spritzt Durch Bildung einer Hautfalte lässt sich bei sehr schlanken Menschen oder am Oberschenkel eine Injektion in den Muskel vermeiden. Unabhängig davon tun sich viele Menschen leichter, in eine Hautfalte zu spritzen. Diese sollte etwa drei bis fünf Zentimeter breit sein. Dazu Haut mit Daumen und Zeigefinger (evtl. noch Mittelfinger) locker anheben.

    b) Wenn man eine sehr kurze Nadel verwendet

    c) Bei Übergewicht

  • Warum sollte man kein kaltes Insulin spritzen?

    a) Weil es bei der Injektion wehtun kann Wenn Sie eine neue Pen-Patrone benötigen, nehmen Sie diese spätestens eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank. Denn viele Diabetiker berichten, dass kaltes Insulin beim Spritzen brennt.

    b) Weil kaltes Insulin nicht richtig wirkt

    c) Weil dadurch die Pen-Nadel verstopft

  • Woran kann es liegen, wenn nach dem Spritzen Insulin aus der Einstichstelle zurückläuft?

    a) Die Nadel wurde zu schnell eingestochen

    b) Die Nadel ist zu lang

    c) Die Dosis wurde zu schnell abgegeben Um zu verhindern, dass Insulin zurückläuft, sollten Sie den Knopf beim Spritzen langsam bis zum Anschlag drücken. Warten Sie dann mindestens zehn Sekunden, bevor Sie die Nadel herausziehen. Knopf dabei gedrückt halten. Falls Sie zum Spritzen eine Hautfalte bilden: Drücken Sie dabei nicht zu fest, sonst pressen Sie Insulin heraus. Tritt das Problem trotz korrekter Spritztechnik auf, kann eine etwas längere Nadel helfen.

  • Wo sollten Insulinvorräte gelagert werden?

    a) Im Kühlschrank zwischen + 2 und + 8 Grad Celsius Nicht angebrochenes Insulin lagern Sie im Kühlschrank — am besten im Gemüsefach. Nicht nahe an Rückwand oder Gefrierfach, dort kann es zu kalt sein. Angebrochenes Insulin muss nicht in den Kühlschrank. Bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt, hält es bis zu vier Wochen, je nach Insulin länger (Herstellerangaben beachten!).

    b) Im Gefrierfach bei — 18 Grad Celsius

    c) Im Bad bei 23 Grad

  • Super,

    Sie machen beim Insulinspritzen alles richtig!

    Nicht schlecht,

    aber ein bisschen fehlt noch, bis Sie sich Insulin-Experte nennen dürfen!

    Da ist noch Luft nach oben.

    Lassen Sie sich die richtige Spritztechnik beim Arzt erklären. Und lesen Sie regelmäßig den Diabetes Ratgeber!

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Wie Insulinspritzen genau funktioniert, können Sie sich in unserem Video ansehen. Einfach hier klicken!

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