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Beipackzettel von PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten

PZN:
04473149

Packungsgröße:
20 Stück (N1)

Abgabeform:
Rezeptpflichtig

Darreichungsform:
Filmtabletten
Anbieter:

HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
Nürnberg
www.heumann.de

Wichtige Hinweise:


Wirkstoff(e)


Sonstige Bestandteile

  • Cellulose, mikrokristalline
  • Maisstärke
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Povidon K25
  • Magnesium stearat

  • Macrogol 6000
  • Talkum
  • Hypromellose
  • Natriumdodecylsulfat
  • Titandioxid

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten" zu erfahren.

Produktabbildungen für PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten in der Vorder-, Hinter- und Seitenansicht.

Abmessungen und Gewicht 1

Höhe: 5,3 mm
Breite: 6,7 mm
Tiefe: 16,2 mm
Masse: 454,0 mg
1 Durchschnittswerte, Circa-Angaben

Angaben zu Kerben

Lage : Einzelkerbe
Form : keilförmig
Anordnung : beidseitig
Spaltung 2 : nein
2 Beschreibt, ob am Rand der Tablette die Kerbe spaltenförmig erweitert wird.

Mehr Infos zu Tabletten

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Propafenon gehört zur Wirkstoffgruppe der Antiarrhythmika. Er blockiert den Einstrom von Natriumionen in die Herzmuskelzellen und normalisiert so die Muskelerregung. Propafenon vermindert die Anstiegsgeschwindigkeit des Aktionspotenzials und verlangsamt dadurch die Erregungsleitung am Herzen.
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  • Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen) durch den Vorhof (Herz), wie z.B.:
    • Spezielle Form der Herzbeschwerden mit Pulsbeschleunigung (Herzrasen)
    • Spezielle Form der Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen) infolge WPW-Syndrom
    • Gelegentliche Herzrhythmusstörung mit beschleunigtem Herzschlag im Vorhof (Vorhofflimmern)
  • Schwere Herzrhythmusstörung der Herzkammer

Dosierung von PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Allgemeine Dosierungsempfehlung:

  • Erwachsene mit ca. 70 kg Körpergewicht
    • Einzeldosis: ½ Tablette
    • Gesamtdosis: 3-mal täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Bei schweren Formen:

  • Erwachsene mit ca. 70 kg Körpergewicht
    • Einzeldosis: 1 Tablette
    • Gesamtdosis: 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis 3 Tabletten pro Tag erhöht werden.

Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ungelutscht und unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Prinzipiell ist die Dauer der Anwendung zeitlich nicht begrenzt, das Arzneimittel kann daher längerfristig angewendet werden.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Zittern, Krampfanfällen und zu Störungen der Herz- Kreislauffunktion bis zum Herzstillstand. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

Das Präparat ist in 2 dosisgleiche Hälften teilbar.

Soll nicht gelutscht werden. Soll nicht zerkaut werden.

Video: Tabletten schlucken - so geht's

Gegenanzeigen von PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.

Was spricht gegen eine Anwendung?

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Herzerkrankung aufgrund von Natriumkanalmutationen (Brugada-Syndrom)
  • Mittelschwere bis sehr schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz NYHA II-IV)
  • Schock durch Herzversagen (außer wenn dieser durch eine Störung der Herzschlagfolge (Arrhythmie) bedingt ist)
  • Stark verlangsamter Puls (Bradykardie)
  • Herzinfarkt in der Vorgeschichte (innerhalb der letzten 3 Monate) außer bei lebensbedrohenden ventrikulären Herzrhythmusstörungen
  • Schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz NYHA II-IV mit LVEF ≤ 35%) außer bei lebensbedrohenden ventrikulären Herzrhythmusstörungen
  • Ausgeprägte Erregungsleitungsstörung am Herzen, wie z.B.:
    • Erregungsleitungsstörung innerhalb des Herzvorhofs (sinuatrialer Block 2. und 3. Grades)
    • Gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer (AV-Block 2. und 3. Grades)
    • Erregungsleitungsstörung des Herzens (Schenkelblock)
  • Sinusknotensyndrom (Störung bei der Entstehung des Herzschlags im Ursprung)
  • Stark erniedrigter Blutdruck (schwere Hypotonie)
  • Störung des Salzhaushaltes z.B.:
    • Zu hoher Kaliumgehalt im Blut (Hyperkaliämie)
    • Verminderter Kaliumgehalt im Blut (Hypokaliämie)
  • Schwere Atemwegserkrankung mit Verengung der Atemwege
  • Nervenerkrankung mit Muskelerschlaffung (Myasthenia gravis)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
  • Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.

Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Betablocker!
  • Auf Grapefruit sowie Grapefruit-Zubereitungen soll während der Behandlung mit dem Medikament vollständig verzichtet werden.

Nebenwirkungen von PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

  • Schwindelgefühl
  • Schläfrigkeit
  • Erregungsleitungsstörung am Herzen
  • Gestörte Erregungsweiterleitung vom Herzvorhof zur Herzkammer (sinuatrialer Block)
  • Gestörter Herzschlag bei der Überleitung vom Vorhof zur Kammer (AV-Block)
  • Defekte Erregungsleitung innerhalb der Herzkammern (intraventrikulärer Block)
  • Herzklopfen
  • Angst
  • Ein- und Durchschlafstörung
  • Kopfschmerzen
  • Störung des Geschmacks
  • Sehverschlechterung
  • Herzrhythmusstörung mit verlangsamter Herzfrequenz (Sinusbradykardie)
  • Langsamer Puls (Bradykardie)
  • Beschleunigter Puls (Tachykardie)
  • Beschleunigter Herzschlag im Vorhof (Vorhofflattern) durch Medikamente
  • Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Durchfall durch Arzneimittel
  • Verstopfung
  • Mundtrockenheit
  • Eingeschränkte Leberfunktion
  • Abweichende Leberfunktionswerte
  • Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (ASAT)-Konzentration im Blut
  • Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALAT)-Konzentration im Blut
  • Erhöhter Leberwert (GGT)
  • Erhöhte alkalische Phosphatase
  • Brustkorbschmerzen
  • Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Appetitlosigkeit
  • Albtraum
  • Ohnmachtsanfall
  • Störung der Bewegungskoordination (Ataxie)
  • Missempfindungen
  • Drehschwindel
  • Herzfrequenzbeschleunigung der Herzkammer (ventrikuläre Tachykardie) durch Medikamente
  • Herzrhythmusstörung mit unregelmäßiger Schlagfolge
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Blähung
  • Entweichen von Darmgasen
  • Nesselausschlag (Urtikaria) durch Medikamente
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Hautausschlag
  • Hautrötung durch gesteigerte Durchblutung (Erythem)
  • Gestörtes Anschwellen des männlichen Gliedes (erektile Dysfunktion)
  • Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
  • Erkrankung des Magen-Darm-Trakts
  • Brechreiz
  • Geschmacksverzerrung (Dysgeusie)
  • Taubheitsgefühl des Mundes
  • Allergische Überempfindlichkeit der Haut (allergische Dermatitis)
  • Psychische Erkrankung
  • Verwirrtheit
  • Rastlosigkeit (innere Unruhe)
  • Störung der unbewussten Bewegungsabläufe mit Zittern, evtl. Fallneigung
  • Gallenabflussstörung durch Medikamente (arzneimittelinduzierte Cholestase)
  • Gelbsucht
  • Leberentzündung (Hepatitis)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

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Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Wechselwirkungen zwischen "PROPAFENON 300 Heumann Filmtabletten" und Lebens-/Genussmitteln

Bitte verzichten Sie auf Grapefruit, grapefruitartige Früchte (z.B. Pomelo) und grapefruithaltige Lebensmittel, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».

Ob sich Ihre Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen.

Bruchgefahr
keine Angabe
Steril
nein
Kühlkette
nein
Feuchteempfindlichkeit
keine Angabe
Lichtempfindlichkeit
keine Angabe
Lagerempfindlichkeit
keine Angabe
Verpackungsart
Schachtel
Packungsgröße
102x25x72 mm (LxHxB)
Aktualisiert am:

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service

Bitte beachten Sie: Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf.