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Beipackzettel von ANDROCUR 50 mg Tabletten

PZN:
17856277
Packungsgröße:
100 Stück (N3)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Tabletten
weitereweniger Informationen
Anbieter:

Abacus Medicine A/S
Copenhagen V
www.abacusmedicine.de


Wirkstoff(e)


Sonstige Bestandteile

  • Lactose-1-Wasser
  • Lactose
  • Maisstärke
  • Povidon K25
  • Siliciumdioxid, hochdisperses

  • Magnesium stearat

In diesem Beipackzettel finden Sie verständliche Informationen zu Ihrem Arzneimittel – unter anderem zu Wirkung, Anwendung und Nebenwirkungen. Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "ANDROCUR 50 mg Tabletten" zu erfahren.

Wirkung

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff ist ein verwandter Stoff zum weiblichen Geschlechtshormon Gestagen (Gelbkörperhormon). Bei der Frau bewirkt das Gestagen u.a. eine Wachstumshemmung der schwangerschaftsvorbereitenden Gebärmutterschleimhaut, eine Hemmung des Transports der Spermien und eine Hemmung des Eisprungs.Zusätzlich besitzt Cyproteron antiandrogene Eigenschaften wie Hemmung des Geschlechtstriebs, Verminderung der Talgdrüsenaktivität und Verhinderung männlicher Wachstumsimpulse auf das Prostatagewebe.

Anwendungsgebiete

Anwendungsgebiete bei Frauen:
  • Vermehrte männliche Behaarung bei der Frau (Hirsutismus)
  • Hormoneller Haarausfall der Frau (androgene Alopezie)
Anwendungsgebiete bei Männern:
  • Linderung der Symptome bei einem fortgeschrittenem Prostatakrebs
  • Behandlung mit LHRH-Analoga oder die operative Entfernung des Prostata-Tumors ist nicht angezeigt
  • Vorbeugung der Symptome, die durch Hormonbehandlung entstehen können
  • Behandlung von Beschwerden (Hitzewallungen), die durch die Behandlung mit LHRH-Agonisten oder nach Hodenentfernung auftreten
  • Dämpfung bei unangemessenem Sexualverhalten

Dosierung und Anwendung

Dosierung von ANDROCUR 50 mg Tabletten

Männer-Triebdämpfung:

Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis (für etwa 4 Wochen):

  • Erwachsene Männer
    • Einzeldosis: 1 Tablette
    • Gesamtdosis: 2-mal täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Die weitere Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt bestimmt und auf eine für Sie passende Dosis eingestellt.

Ist ein befriedigendes Behandlungsergebnis erreicht, kann in Absprache mit Ihrem Arzt auf die geringstmögliche Dosis reduziert werden.

Männer-Prostatkrebs (palliativ):

Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis:

  • Erwachsene Männer
    • Einzeldosis: 2 Tabletten
    • Gesamtdosis: 2-3-mal täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Die weitere Dosierung wird von Ihrem Arzt bestimmt.

Männer-Vorbeugung von Folgeerscheinungen durch Hormonbehandlung mit LHRH-Agonisten bei Prostatakrebs:

Allgemeine Dosierempfehlung-Anfangsdosis (5-7 Tage):

  • Erwachsene Männer
    • Einzeldosis: 2 Tabletten
    • Gesamtdosis: 2-mal-täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Anschließend wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln weiterbehandelt.

Allgemeine Dosierempfehlung (für weitere 3-4 Wochen):

  • Erwachsene Männer
    • Einzeldosis: 2 Tabletten
    • Gesamtdosis: 2-mal-täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Männer-Hitzewallungen bei Hormonbehandlung mit LHRH-Agonisten oder nach Hodenentfernung:

Allgemeine Dosierempfehlung:

  • Erwachsene Männer
    • Einzeldosis: 1 Tablette
    • Gesamtdosis: 1-3-mal täglich
    • Zeitpunkt: nach der Mahlzeit

Die Dosierung und Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt bestimmt und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.

Bei Bedarf kann die Dosierung auf 3 x 2 Tabletten täglich erhöht werden.

Eine Höchstdosis von 300 mg pro Tag darf bei allen Anwendungsgebieten nicht überschritten werden.

Frauen:

Es handelt sich um eine Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln.

Lassen Sie sich zur Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Informationen zu Teilbarkeit und Zubereitung

Das Präparat ist in 2 dosisgleiche Hälften teilbar.

Video: Tabletten schlucken - so geht's

Gegenanzeigen und wichtige Hinweise

Gegenanzeigen von ANDROCUR 50 mg Tabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.

Was spricht gegen eine Anwendung?

Allgemein:
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Lebererkrankungen
  • Erbliche Leberfunktionsstörung (Dubin-Johnson-Syndrom)
  • Erbliche Stoffwechselstörung (Rotor-Syndrom)
  • Tumor der Leber, vorausgegangen oder bestehend
  • Bösartige Erkrankung (maligne bösartige Erkrankung)
  • Tumor des Zentralnervensystems (meist gutartig), bestehend oder in der Vorgeschichte
  • Schwere chronische Depression
  • Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie), vorausgegangen oder bestehend
Bei Triebdämpfung, Hirsutismus und bei androgener Alopezie zusätzlich:
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Erbliche Blutarmut (Sichelzellenanämie)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
  • Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
  • Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Wichtige Hinweise zu ANDROCUR 50 mg Tabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.

Was sollten Sie beachten?
  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
  • Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
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Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von ANDROCUR 50 mg Tabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

Allgemein:
  • Gefühl der Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
  • Vermindertes sexuelles Verlangen
  • Leicht erhöhtes Prolaktin im Blut
  • Hautausschlag
  • Gewichtszunahme
  • Gewichtsabnahme
  • Müdigkeit
  • Lebertoxische Reaktionen
  • Gelbsucht
  • Versagen der Leber
  • Leberentzündung
  • Emotionale Niedergeschlagenheit mit Unglücklichsein
  • Vorübergehende Rastlosigkeit (innere Unruhe)
  • Antriebsminderung
  • Gutartiger Tumor der Leber
  • Bösartiger Tumor der Leber
  • Kortisol im Blut erniedrigt
  • Überempfindlichkeit
  • Tumor des Zentralnervensystems (meist gutartig)
  • Trockene Haut
  • Ansteigender Blutzuckerspiegel bei Diabetikern
  • Gefäßverschluss durch z.B. Blutpfropf (Embolie)
  • Blutung im Bauch (intraabdominal)
Nebenwirkungen, die zusätzlich bei Frauen auftreten können:
  • Ausbleibender Eisprung (Anovulation)
  • Beschwerden an der weiblichen Brust
  • Brustschmerz
  • Vergrößerung der Brust
  • Scheidenblutung
  • Unregelmäßige Scheidenblutung
  • Ausbleibende Regelblutung
  • Gesteigertes sexuelles Verlangen
Nebenwirkungen, die zusätzlich bei Männern auftreten können:
  • Gestörte Bildung der männlichen Samenzellen (wieder umkehrbar)
  • Gestörtes Anschwellen des männlichen Gliedes
  • Hitzewallungen
  • Schwitzen (Hyperhidrose)
  • Brustdrüsenvergrößerung beim Mann
  • Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen
  • Blutarmut (Anämie)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

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Wechselwirkungen

Wenden Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig an, kann es zu Wechselwirkungen zwischen diesen kommen. Das kann Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel verändern.

Wechselwirkungs-Check

Ob sich Ihr ausgewähltes Präparat und andere Medikamente gegenseitig beeinflussen, können Sie mit unserem Wechselwirkungs-Check überprüfen.

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ZULETZT GESUCHT

Allgemeine Informationen zu Wechselwirkungen finden Sie hier ».

Mehr Infos zu Wechselwirkungen

Lagerungs- und Packungshinweise

Bruchgefahr
nein
Steril
nein
Kühlkette
nein
Feuchteempfindlichkeit
nein
Lichtempfindlichkeit
nein
Lagerempfindlichkeit
nein
Verpackungsart
Schachtel
Aktualisiert am:

Quelle: ABDATA Pharma-Daten-Service

Bitte beachten Sie: Unsere Datenbank gibt nicht die Original-Gebrauchsinformation aus, die Sie als Beipackzettel in der Verpackung Ihres Medikaments finden. Die Angaben können sich von der jeweiligen Packungsbeilage unterscheiden und sind auch anders aufgebaut. Lesen Sie diese daher trotzdem und suchen bei Fragen Ihre ärztliche Praxis oder Apotheke auf.