Der Vorteil am Erwachsensein: Man darf so lange aufbleiben, wie man will. Und viele Menschen reizen genau das aus, indem sie nachts in Serien abtauchen oder lange durch Social-Media-Apps scrollen. Die Bettruhe verschiebt sich nach hinten - am nächsten Tag sind die Augenringe tief und der Kaffeedurst groß. Wie gelingt die pünktliche Bettruhe? Diese vier Tipps können helfen.

Tipp 1: Die Folgen im Blick behalten

Schlafaufschub mündet rasch in einen Schlafmangel, mit dem nicht zu spaßen ist, sagt Schlafmediziner Alfred Wiater. Das Immunsystem, das Herz-Kreislauf-System und der Stoffwechsel brauchen ausreichend Schlaf, um gut und gesund arbeiten zu können. «Auch das Risiko für Fehler und Unfälle steigt durch ein Schlafdefizit», sagt Wiater.

Tipp 2: Die eigene Schlafprokrastination verstehen

Psychologin Anna Höcker rät, sich zu fragen, welche Funktion die Schlafprokrastination für einen persönlich hat. Geht es darum, sich fehlende Zeit für sich selbst zurückzuholen? «Dann sollte man mehr Freude, Leichtigkeit, Freiraum und Sinnstiftendes in den Tag holen, um nicht das Gefühl zu haben, dies von der Nacht stehlen zu müssen», sagt Höcker.

Tipp 3: Disziplin dank Wecker

Die wichtigste Maßnahme: sich den Wecker zu stellen, sagt Alfred Wiater. Aber nicht etwa am Morgen, um rechtzeitig aufzustehen, sondern am Abend. Das Klingeln erinnert einen an den Zeitpunkt, an dem man üblicherweise zu Bett gehen sollte, um genügend Schlaf zu bekommen.

Tipp 4: Routine zum Runterkommen schaffen

Die Experten sind sich einig: Ein Abendritual kann helfen, besser zur Ruhe zu kommen. Wer es schafft, das passive Scrollen am Smartphone zum Beispiel durch Lesen, Kreuzworträtsel oder Entspannungsübungen zu ersetzen, hat gute Chancen, frühzeitig einzuschlafen.

Schlaf: Vom Lernen zur Wartung

Schlaf ist zum Teil immer noch ein Mysterium. Warum ist er so wichtig, dass wir einen großen Teil unserer Zeit damit verbringen? US-Forscher haben sich dieser Frage nun genähert

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