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Der allererste Schultag läutet einen großen neuen Lebensabschnitt der Kinder ein. Stolz tragen sie ihren Ranzen und – die Schultüte. Die meisten Eltern in Deutschland geben zwischen 21 und 40 Euro für das Geschenk zur Einschulung ihres Kindes aus. Das ergab eine Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov. An vielen Stellen – angefangen bei der Tüte selbst – lassen sich jedoch Geld und Ressourcen sparen. Mit diesen Tipps können Sie Ihrem Kind eine nachhaltige und preiswerte Schultüte gestalten.

Schultüte selbst basteln

Knapp die Hälfte aller Eltern kauft eine Schultüte im Geschäft oder online und befüllt sie anschließend. Dabei lässt sich die Schultüte auch ohne viel Aufwand selbst basteln – zum Beispiel mit einem alten Karton, den man entsprechend faltet, bemalt, beklebt und verziert. Im Netz gibt es verschiedenste Anleitungen zum Selbstbasteln. Gestalten können Sie die Tüte ganz individuell nach dem Geschmack Ihres Kindes. So wird das Geschenk zur Einschulung nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch persönlicher. Mancherorts kreieren die Kids ihre Schultüte auch gemeinsam mit den Eltern zum Ende der Kindergartenzeit.

Papierflut eindämmen

Für jedes Fach ein Heft mit farbigem Umschlag, dazu vier verschiedene Blöcke – mal mit Rand, mal ohne, mal kariert, mal liniert. Der Schulalltag fordert nach wie vor viel Papier. Mehr als die Hälfte aller Eltern packt Teile der Schulausstattung bereits in die Schultüte. Dabei ist es sinnvoll, erst einmal abzuwarten, welche Hefte, Blöcke und Co überhaupt von den Lehrerinnen und Lehrern gewünscht werden. Das spart unnötige Käufe und Ressourcen. Aber klar: Ein schönes Hausaufgabenheft oder ein Freundebuch haben ihren Platz in der Tüte verdient. Wichtig: Achten Sie beim Kauf von Papierprodukten auf etablierte Umweltsiegel und Umweltzeichen. Der Blaue Engel kennzeichnet beispielsweise Produkte, die aus recyceltem Altpapier hergestellt werden.

Die Schultüte: Tradition mit ostdeutschen Wurzeln

Dem eigenen Kind den Start in die Schule versüßen? Dieser Brauch entstand wohl im 19. Jahrhundert in Thüringen und Sachsen. Hier wurden die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler bereits vor gut 200 Jahren mit gefüllten Zuckertüten zum Schulstart beglückt. Erste dokumentierte Hinweise gibt es aus Jena (1817), Dresden (1820) und Leipzig (1836). Dort etablierte sich die Mär des „Zuckertütenbaums“, der auf dem Dachboden der Schule steht und die Schultüten als Früchte trägt. Durch den Brauch entstand 1894 auch die älteste Schultüten-Fabrik in Sachsen. Dort werden bis heute etwa zwei Millionen Tüten jährlich hergestellt. Im 20. Jahrhundert kam die Schultüten-Welle in weiteren großen deutschen Städten an, bis sie schließlich das ganze Land erreichte. Im Osten ist meist von der „Zuckertüte“ die Rede, im Westen eher von der „Schultüte“. Üblich ist die Tradition bis heute hauptsächlich im deutschsprachigen Raum.

Zuckermenge reduzieren

72 Prozent der Eltern möchten die Schultüte Ihres ABC-Schützlings mit Süßigkeiten befüllen. Den Schulanfang versüßen, das hat zwar eine lange Tradition, doch es lohnt sich, dabei auf die Umwelt und die Gesundheit zu achten. Eine dunkle Bio-Schokolade oder andere Bio-Süßigkeiten sind besser als konventionelle, stark industriell verarbeitete Süßis. Auch ein Blick in die Vergangenheit hilft: Früher wurden die Tüten oft mit getrockneten Früchten oder süßen Brezeln gefüllt. Oder wie wäre es mit etwas Selbstgemachtem? Zum Beispiel Müsli-Riegel oder kleine Energie-Kugeln aus Eigenkreation. Im Internet gibt es zahlreiche Rezepte. Oder Sie backen Ihrem Kind zu diesem besonderen Tag den Geburtstagskuchen, der ihm so gut schmeckt. Vorteil: Sie bestimmen, wie viel Zucker reinkommt.

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Nützliches schenken

Neben Süßigkeiten packen Eltern oft auch kleine Sachgeschenke in die Tüte. Warum nicht etwas, das dem Kind während der Schulzeit nützt? Eine Trinkflasche aus Edelstahl, eine Brotdose, eine erste Armbanduhr oder Stifte? Es gibt zum Beispiel auch Bleistifte, an deren Ende sich eine Samenkapsel befindet. Pflanzt man den Stummel ein, wächst daraus Basilikum, Thymian oder Salbei. Genauso eignen sich Dauerbrenner wie ein Springseil für die große Pause. Hier gibt es hochwertige Produkte mit Holzgriffen anstelle von Plastik. Ebenso nett: ein kleiner Glücksbringer wie ein fair-produziertes Kuscheltier oder ein selbstbemalter Stein.

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Quellen:

  • Nier H, Statista: Auf die Schultüten, fertig, los!. Online: https://de.statista.com/... (Abgerufen am 26.07.2023)
  • Ahrens S, Statista: Anteil von Konsumenten, die folgende Warengruppen zur Einschulung kaufen wollen in Deutschland im Jahr 2023 . Online : https://de.statista.com/... (Abgerufen am 26.07.2023)
  • Gründer C, MDR: Die Zuckertüte, Tradition aus dem Osten. https://www.mdr.de/... (Abgerufen am 26.07.2023)
  • Baum V, BR: Von Zuckertüten und Schultüten. Online: https://www.br.de/... (Abgerufen am 26.07.2023)

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