Lausbefall

Wie lassen sich Läuse bekämpfen? Es gibt verschiedene Arten von Läusen: Kopfläuse, die besonders bei Kindern vorkommen, Filzläuse, Kleiderläuse. Mehr zu Vorbeugung, Symptomen und Therapie
aktualisiert am 13.08.2013

Lästige Plagegeister: Kopfläuse

iStock/Kevin Dyer

Was ist Lausbefall?

Ein Befall mit Läusen ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich. Lausbefall endet aber nicht von alleine, vielmehr müssen die lästigen Quälgeister gründlich bekämpft werden. Am bekanntesten – weil  relativ leicht übertragbar – sind die Kopfläuse (Pediculus capitis). Relativ selten treten in Deutschland Filzläuse (Pediculus pubis) oder Kleiderläuse (Pediculus vestimentorum) auf.

Läuse werden bis zu drei Millimeter groß

Läuse können weder fliegen noch springen, jedoch schnell krabbeln. Es sind flügellose, flache, nur zwei bis drei Millimeter große Insekten. Sie verfügen über drei mit Krallen besetzte Beinpaare, mit denen sie sich an Haare klammern, um dort ihre Eier (Nissen) anzukleben. Mit bloßem Auge sind die Tierchen bei genauem Hinsehen gerade noch zu erkennen, und zwar als durchsichtige bis hellbraune bewegliche Punkte.

Beratende Expertin: Dr. med. Bettina Prinz, Hautfachärztin mit Zusatzbezeichnung für Allergologie und Phlebologie

W&B/Markus Dlouhy

Läuse saugen Blut

Läuse sind Schmarotzer, leben also vom Blut ihrer Wirte. Beim Saugen geben die Insekten Speichel in die entstehende Bisswunde ab, damit dort das Blut nicht gerinnt. Dieser Speichel verursacht unangenehmen Juckreiz. Ohne Blutnachschub oder bei zu hohen oder tiefen Temperaturen sterben Läuse.

Übertragung von Mensch zu Mensch

Generell erfolgt die Übertragung der Läuse von Mensch zu Mensch, und zwar als Folge engen Körperkontakts oder – bei Kopfläusen – auch gemeinsamer Nutzung von Kämmen oder Mützen.

Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder (Schulen, Kindergärten, Tagesstätten ...) kommt es daher leicht zu einer Übertragung. Nach dem Infektionsschutzgesetz sind Eltern betroffener Kinder verpflichtet, die Erkrankung ihres Kindes der Gemeinschaftseinrichtung zu melden und zu bestätigen, dass sie ihren Nachwuchs entsprechend behandeln. Die Gemeinschaftseinrichtungen wiederum müssen dann das jeweils zuständige Gesundheitsamt informieren.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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