Altersflecken: Ursachen und Risikofaktoren

Altersflecken treten auf, wenn die Haut oft und über viele Jahre ungeschützt dem Sonnenlicht ausgesetzt wird. Je länger und intensiver UV-Strahlen auf die Haut einwirken, desto früher bilden sich die Pigmentflecken

aktualisiert am 15.11.2016

Hauptursache von Altersflecken: die UV-Strahlen der Sonne


Altersflecken entstehen am häufigsten an den Hautbereichen, die im Laufe des Lebens am meisten der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Dazu zählen vor allem die Handrücken, die Unterarme, das Gesicht und das Dekolleté. Dennoch können sich Lentigines solares mitunter am gesamten Körper ausbilden, wenn dieser oft mit dem Sonnenlicht in Kontakt kommt.

Hauptursache von Altersflecken: UV-Strahlung

In der Oberhaut befinden sich spezielle Zellen, die sogenannten Melanozyten. Sie bilden das braune Farbpigment Melanin und reichen die Substanz an benachbarte Oberhaut-Zellen weiter. Diese lagern das Pigment ein.

Melanin bewirkt, dass sich die UV-Strahlen der Sonne abschwächen, wenn sie in tiefere Hautschichten wandern. Dadurch schützt das Pigment die DNA, also das Erbgut der Zelle, vor den schädlichen Wirkungen des UV-Lichts. Je länger die Haut dem Sonnenlicht (auch UV-Strahlen in Solarien) ausgesetzt ist, desto mehr Melanin wird produziert und eingelagert. Wie viel Pigment die Haut bilden kann, hängt jedoch von der genetischen Veranlagung eines Menschen ab. Je höher der Melanin-Gehalt der Haut ist, desto dunkler ist sie gefärbt. Wer eine stärker pigmentierte Haut hat, ist durch die Schutzwirkung des Melanins besser vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt als ein eher hellhäutiger Typ.

Dies heißt jedoch keinesfalls, dass ein Sonnenbad gesund ist. Denn, auch wenn viele Menschen gebräunte Haut als schön empfinden, bedeutet Sonne für die Haut Stress. Wird sie einer zu intensiven UV-Strahlung ausgesetzt, tritt innerhalb von 24 Stunden ein Sonnenbrand auf. Er stellt die häufigste Form eines sogenannten akuten Lichtschadens dar.

Risiko Hautkrebs

Wirken UV-Strahlen über Jahrzehnte hinweg auf die Haut ein, drohen sogenannte chronische Lichtschäden. Hierzu zählen die verschiedenen Typen von weißem Hautkrebs, eine bestimmte Form des schwarzen Hautkrebses (Lentigo maligna) sowie die typischen Anzeichen vorzeitiger Hautalterung – wie Falten und Altersflecken. Der Grund für Lentigines: Bedingt durch das langfristige Einwirken von UV-Licht verdickt sich die Oberhaut unregelmäßig und lagert vermehrt Melanin ein. Auch wenn normalerweise größere Hautflächen der UV-Strahlung ausgesetzt werden, treten die Altersflecken innerhalb dieser Bereiche nur an einzelnen Stellen auf. Warum das so ist, konnte bisher nicht geklärt werden.

Wichtig: Jeder UV-Strahl birgt prinzipiell das Risiko, Schäden auf der DNA hervorzurufen. Werden solche Fehler vom Körper nicht richtig repariert, können Hautzellen entarten, was langfristig zu Hautkrebs führen kann.

Chronische Lichtschäden können auch entstehen, wenn es zu keinem Sonnenbrand gekommen ist. Denn die Haut merkt sich jede UV-Belastung, der sie ausgesetzt wurde. Man kann sich das wie eine Art Sparkonto vorstellen: Jedes Mal, wenn UV-Licht im Laufe des Lebens auf die Haut einwirkt, wächst das "UV-Konto" der Haut an. Ein hoher "Kontostand" macht sich dann viele Jahre später bemerkbar.

Altersflecken können sich zu einer Alterswarze – auch Verruca seborrhoica oder seborrhoische Warze genannt – weiterentwickeln.

Wer neigt eher zu Altersflecken?

Je älter ein Mensch wird und je mehr er der UV-Strahlung ausgesetzt war, desto eher bekommt er Altersflecken. Ab 40 neigen Mann wie Frau gehäuft dazu. In der Gruppe der über 60-Jährigen finden sich die Flecken bei fast jedem. Dies liegt daran, dass mit den Lebensjahren auch der Kontostand des oben beschriebenen "UV-Kontos" der Haut steigt.  
Manchmal trifft es jedoch auch schon Jüngere. Vor allem Menschen mit heller Haut bekommen häufiger Altersflecken als dunkle Hauttypen – auch bereits in jüngeren Jahren. Denn die Haut hellhäutiger Menschen ist lichtempfindlicher. Zudem kann eine ungesunde Lebensweise, zum Beispiel durch Rauchen oder Alkohol, Alterungsprozesse in der Haut negativ beeinflussen. Auch eine genetische Veranlagung spielt eine Rolle.