Kalte Füße – Ursachen: Medikamente

Einige Arzneimittel können manchmal kalte Füße verursachen. Dazu gehören zum Beispiel Mittel, die auf die Durchblutung oder das vegetative Nervensystem wirken
von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 03.12.2014

Manchmal bewirkt ein bestimmtes Medikament, dass die Füße frieren

StockDisc/RYF

Medikamente, die kalte Füße verursachen können

Kalte Füße treten neben anderen Beschwerden manchmal als Nebenwirkung einiger Arzneimittel auf. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Medikamente, die dazu führen, dass die Blutgefäße sich zusammenziehen, und die auf das vegetative Nervensystem wirken.

In diese Gruppe gehören manche Bluthochdruckmittel wie Betablocker, die auch gegen bestimmte Herzrhythmusstörungen zum Einsatz kommen. Betablocker sind daher sowohl bei Durchblutungsstörungen der Beine als auch bei niedrigem Blutdruck nicht angezeigt (siehe Kapitel "Blutdruck, Gefäße").

Eine stärkere Kälteempfindlichkeit in den Füßen kann sich zudem unter der Einnahme von wasserausschwemmenden Mitteln (Diuretika) bemerkbar machen.

Außerdem stellen sich kalte Füße manchmal bei Migräne-Mitteln aus der Wirkstoffgruppe der Ergotamine sowie bei Medikamenten gegen Erkältungen, etwa mit dem Wirkstoff Pseudoephedrin, ein.

Verhütungsmittel (Pille), einige Antidepressiva (trizyklische Antidepressiva) oder Chemotherapeutika gehören ebenfalls in die Liste der Medikamente, die den Blutdruck und die Gefäßregulation auch in den unteren Extremitäten, also Beinen und Füßen, beeinflussen können (siehe auch Kapitel "Blutdruck, Gefäße" und Kapitel "Raynaud-Syndrom").

Wer den Eindruck hat, dass er vermehrt unter kalten Füßen leidet, seit er ein bestimmtes Medikament einnimmt, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen. Dieser wird anhand der ihm bekannten Krankengeschichte und eventuell weiterer Untersuchungen andere Erkrankungen als mögliche Ursachen ausschließen. Gegebenenfalls verändert der Arzt auch die Medikamentendosis oder verschreibt ein anderes Mittel. Er wird dabei mit seinem Patienten stets den Nutzen einer Therapie gegenüber möglichen Beschwerden abwägen.


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