Harnröhrenentzündung: Früherkennung & Diagnose

Urintests und Abstriche aus Harnröhre oder Gebärmutterhals helfen, die Diagnose zu sichern

aktualisiert am 15.09.2014

Bei Verdacht auf Harnröhrenentzündung wird üblicherweise eine Urinprobe untersucht


Wegweisend zu Beginn ist das ausführliche Gespräch des Arztes mit seinem Patienten. Er achtet hierbei nicht nur auf typische Beschwerden, sondern versucht bereits der Problematik auf den Grund zu gehen. Ob es der ungeschützte Verkehr mit wechselnden Sexualpartnern ist oder die Benutzung von parfümierten Tampons spielt für einen dauerhaften Therapieerfolg eine große Rolle.

In der körperlichen Untersuchung versucht der Arzt die Auswirkungen der Harnröhrenentzündung per Blick (Inspektion) und Tastbefund zu erfassen. So wird zum Beispiel beim Mann der Hoden mit untersucht, um eine Beteiligung der Hoden im Rahmen einer sich ausbreitenden Urethritis zu prüfen.

Entscheidend zur Diagnosestellung ist die Untersuchung des Urins. Die erste Portion Urin, die beim Wasserlassen die Harnröhre verlässt, ist von entscheidender Bedeutung. Denn dieser Anteil spült die ursächlichen Keime heraus, die dann in weiterführenden Untersuchungen identifiziert werden können. Der sogenannte Mittelstrahlurin schließt sich dieser ersten Portion an und ist eine geeignete Probe zur Untersuchung von Erkrankungen der höher gelegenen Bereiche des Harnwegstraktes (Niere, Blase).

Die Identifizierung des Erregers ist für die Therapie von großer Wichtigkeit. Ein sehr effizienter Weg Erreger zu isolieren, ist die Durchführung von Abstrichen aus der Harnröhre, bei Frauen noch zusätzlich aus dem Gebärmutterhals. Sogar die mikroskopische Untersuchung des Harnröhrenausflusses kann bereits die Diagnose Urethritis sichern.