Ein "normaler" Insektenstich ist hierzulande nur in Ausnahmefällen lebensbedrohlich. Steckt der Stachel einer Biene noch in der Haut, sollte dieser entfernt werden, ohne die Giftblase zu berühren. Sonst gerät noch mehr Gift in den Körper. Hierfür eignet sich ein stumpfer Gegenstand, wie beispielsweise die Kante einer Kreditkarte. Damit kann der Stachel weggeschnippt werden. Falls keine Hilfsmittel zur Hand sind, kann der Stachel auch „herausgeschnippt“ werden. Kühlen Sie dann die Stelle – zum Beispiel mit einem Kältepack oder Eiswürfeln, die in ein Tuch gewickelt wurden. Achtung: Niemals direkt auf die Haut legen, sonst drohen Erfrierungen! Kühlende Gele und Salben aus der Apotheke können den Juckreiz lindern. Lassen Sie sich zu Auswahl und Anwendung geeigneter Präparate beraten. Ebenfalls gegen den Juckreiz und die Schwellung wirken spezielle elektronische Geräte (Stifte), welche eine örtliche (lokale) Hitzebehandlung ermöglichen.

Achtung: Insektenstiche im Mund und Rachen können lebensgefährlich sein, weil die Schwellung möglicherweise so stark ist, dass sie die Atmung behindern kann. Sie sollten deshalb in diesem Fall am besten sofort den Rettungsdienst (112) rufen. Bis er eintrifft: Eiswürfel lutschen und kühle Umschläge um den Hals wickeln.

Auch wenn Sie gleich mehrfach von Wespen, Bienen oder Hornissen gestochen wurden oder wenn Sie auf das Insektengift allergisch reagieren, brauchen Sie den Rettungsdienst. Auf eine allergische Reaktion hindeuten können zum Beispiel Atemnot, Schwindel, Herzklopfen, starke Schwellungen oder Quaddeln auf der Haut. Insektenstiche in der Augengegend besser ebenfalls vom Arzt untersuchen lassen.

Wie Sie Insektenstiche richtig behandeln, zeigt unser Video

Bei bekannter Insektengift-Allergie haben die Betroffenen meist bereits ein sogenanntes Notfall-Set zuhause. Nach einem Bienen- oder Wespenstich bei bekannten Allergikern ist schnelles Handeln wichtig. Steckt noch ein Stachel, sollte dieser entfernt und das Notfall-Set angewandt werden. Dieses besteht aus einem Kortisonpräparat und einem Antihistaminikum sowie einer Adrenalin-Fertigspritze (Pen). Die Spritze wird nach Entsicherung seitlich auf den Oberschenkel aufgesetzt und ausgelöst. Sie sollte als erstes der oben genannten Medikamente bei einem bekannten Allergiker mit Symptomen wie Atemnot oder Kreislaufproblemen gegeben werden. Anschließend rufen sie den Rettungsdienst (112)! Es droht die Entwicklung eines anaphylaktischen Schocks.

Wichtig: Setzen bei einem Gestochenen Atmung oder Kreislauf aus, müssen Sie mit

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