Wie wirkt Enalapril?

Medikamente mit dem Wirkstoff Enalapril senken den Blutdruck. Enalapril hemmt indirekt die Herstellung eines bestimmten Hormons, das im Körper dafür sorgt, dass der Blutdruck zunimmt – beispielsweise druch das Verengen von Gefäßen.

Wussten Sie, dass...

...die Wortendung -pril bei Wirkstoffen immer bedeutet, dass es sich um einen ACE-Hemmer handelt? Alle Wirkstoffe aus dieser Klasse enden darauf. Damit ist bei Namen wie Enalapril oder Ramipril klar, dass es sich um diese Art Blutdrucksenker handelt.

Wie wirken ACE-Hemmer?

Welche Nebenwirkungen kann Enalapril hervorrufen?

ACE-Hemmer können einen trockenen Reizhusten aus­lösen. Sprechen Sie mit der Ärztin oder dem Arzt. Meist wird dann auf einen den ACE-Hemmern verwandten Wirkstoff gewechselt. Auch Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit können auftreten. Grund dafür kann ein zu stark oder zu schnell gesenkter Blutdruck sein. Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle ist nötig. Kommt es bei der Enalapril-Einnahme zu plötzlichen Schwellungen – etwa im Gesicht oder vor allem im Rachen – ist das ein Notfall.

Welche Wechselwirkungen sind möglich?

Wechselwirkungen kann Enalapril haben, wenn es zum Beispiel zusammen mit Schmerz- und Entzündungshemmern aus der Gruppe der Cox-Hemmer eingenommen wird. Dazu gehören etwa Ibuprofen oder Diclofenac. Sie können die blutdrucksenkende Wirkung von Enalapril deutlich abschwächen. Für weitere mögliche Wechselwirkungen nutzen Sie unseren Wechselwirkungs-Check oder fragen Sie bei Ihrer behandelnden Arzt oder in Ihrer Apotheke nach.

Was ist bei der Anwendung zu beachten?

  • Alkohol kann die Wirkung von Enalapril verstärken. Wer Alkohol zusammen mit Enalapril einnimmt, riskiert einen zu niedrigen Blutdruck. Schwindel und Stürze können folgen.
  • Wenn durch Enalapril ein Reizhusten entsteht, kontaktieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Die Fachperson kann beurteilen, ob die Therapie trotz der Nebenwirkung weiter­geführt werden darf.
  • Vorsicht im Straßenverkehr! Ein gesenkter Blutdruck kann zu Konzentrationsschwächen und vermindertem Reaktionsvermögen führen.
  • Kein Enalapril während der Schwangerschaft! Insbesondere ab der 20. Schwangerschaftswoche. Während der Stillzeit ist es weniger kritisch. Der Wirkstoff geht kaum in die Muttermilch über.

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