Wer von Bluthochdruck betroffen ist, darf sich durchaus Kaffee gönnen. Denn: Die Annahme, dass Koffein bei Bluthochdruck schädlich sei, konnten wissenschaftliche Untersuchungen nicht bestätigen, so die Deutsche Herzstiftung. Zwar kann Kaffee den Blutdruck kurzfristig ansteigen lassen. Das passiert aber vor allem dann, wenn der Körper nicht an Koffein gewöhnt ist. Trinkt man regelmäßig Kaffee, steigt der Blutdruck weniger stark an - oder gar nicht.

Schon nach ein bis zwei Wochen regelmäßigem Kaffee-Konsum zeigt sich dieser Gewöhnungseffekt, so die Deutsche Herzstiftung. Übrigens: All das gilt auch für Grün- und Schwarztee, die beide ebenfalls aufputschend im Körper wirken.

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Erst nach der Kaffeepause den Blutdruck messen

Wie viel Kaffee darf es denn nun sein? Wer seine Herzgesundheit im Blick hat, sollte laut Deutscher Herzstiftung am Tag maximal 400 Milligramm Koffein zu sich nehmen. Das entspricht vier bis fünf Tassen Kaffee. Für Schwangere maximal 200 Milligramm Koffein pro Tag, also etwa zwei Tassen.

Eines sollten Betroffene aber beachten: Eine Blutdruckmessung sollten sie am besten vor der Kaffeepause machen - oder rund 30 Minuten danach. So kann man sicherstellen, dass der Kaffeekonsum die Messwerte nicht verfälscht.

Von Koffein-Tabletten rät die Deutsche Herzstiftung allerdings ab. Diese «Wachmacher-Pillen» können sich - anders als Kaffee - durchaus ungünstig auf den Blutdruck auswirken.

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