Alles, was im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit steht, was wir also fixieren – was Sie gerade lesen! –, wird auf der Makula abgebildet, der Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte.

Erste Symptome bei trockener AMD

Das häufigste Erstsymptom bei trockener Makuladegeneration ist eine verminderte zentrale Sehschärfe. Das Lesen ist erschwert, die Betroffenen benötigen mehr Licht im Alltag. Am häufigsten sind sie dadurch gestört, dass sie bekannte Menschen, die ihnen auf der Straße begegnen, nicht erkennen. Sie werden von diesen Bekannten dann manches Mal schroff angesprochen, sie hätten sie absichtlich nicht gesehen. Das macht den Patienten oft große Sorgen. Schließlich nehmen manche AMD-Patienten einen dunklen Fleck wahr. Dies weist darauf hin, dass das zentrale Sehvermögen ausgefallen ist.

Gute Augen – ein unschätzbarer Wert

Gute Augen – ein unschätzbarer Wert

Hinweise auf eine feuchte AMD

Bei feuchter Makuladegeneration erscheinen gerade Linien wegen der Makulaschwellung (Ödem) verzerrt. Zusätzlich kann auch ein dunkler Fleck in der Mitte des Blickfeldes als Zeichen des zentralen Sehverlusts auftreten.

Schreitet die Makuladegeneration fort, werden Lesen, Schreiben, Handarbeiten und viele andere Alltagsaktivitäten bis hin zum Autofahren zum Problem. Ein aktives, selbstständiges Leben mit sozialen, kulturellen oder sportlichen Aktivitäten ist praktisch nicht mehr möglich.

Daher kann eine AMD bei einem Teil der Betroffenen auch Ängste, Unsicherheit, Pessimismus und schließlich sogar Depressionen auslösen. Zwar mündet die Makuladegeneration nicht in vollständige Erblindung. Doch das restliche Sehvermögen ist bei vielen Menschen so gering, dass sie als blind gelten (funktionelle Blindheit) und Anspruch auf Blindengeld beziehungsweise Blindenhilfe haben. Beide Begriffe meinen dasselbe, werden aber bundesweit uneinheitlich verwendet.

Augen einer Frau

Sehstörungen

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