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Linsen: Abgelaufen

„Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum“, stellt Sabine Holzäpfel von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg richtig. „Es gibt lediglich den Zeitpunkt an, bis zu dem ein ungeöffnetes Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine typischen Eigenschaften behält – also Geruch, Geschmack und Nährstoffgehalt.“ So benötigen ältere Linsen oft länger, bis sie gar gekocht sind.

Solange sie nicht von Ungeziefer befallen sind, können Sie sie aber noch essen. Ein Hinweis auf Insektenbefall ist weißes Mehl am Boden der Verpackung. Dann sind die befallenen Lebensmittel ein Fall für den Müll.

Apfel: Das Kernhaus schimmelt

Von außen sieht der Apfel völlig okay aus. Innen aber zeigt sich Schimmel. „Großzügig herausschneiden“, rät Bernhard Trierweiler vom Max Rubner-Institut – vorausgesetzt, es ist nur das Kernhaus betroffen. Dessen pergamentartige Schicht schützt die umgebende Frucht. Ist aber das Fruchtfleisch braun verfärbt und der Schaden außen am Stiel- oder Kelchansatz zu sehen, muss der Apfel weg. „Die Verursacher der Kernhausfäule können Giftstoffe bilden, die sich schnell in der ganzen Frucht ausbreiten.“

Avocado: Punkte und Fäden im Fruchtfleisch

Als Südfrucht mag Avocado keine Kälte. Optimal sind zwölf Grad, auch beim Transport. Weniger schadet ihr. Dann verfärbt sich das Fruchtfleisch gräulich und die Gefäße, die die Frucht durchziehen, zeigen sich als dunkle Punkte. „Das sieht nicht so appetitlich aus“, sagt Trierweiler, „ist aber ungefährlich.“ Aber Achtung: Geschädigtes Gewebe neigt zu Verderb. Daher die Avocado mit allen Sinnen prüfen: Ist das Fruchtfleisch bereits matschig und braun, schimmelt oder riecht unangenehm, die Avocado wegwerfen.

Vollkornbrot: Teilweise ausgetrocknet

Fachleute nennen dieses Phänomen Gefrierbrand. Kommt auch nur stellenweise Luft an das Gefriergut, etwa Brot, trocknet es aus. Denn selbst bei Minusgraden verdunstet Wasser. „Das Essen ist zwar nicht verdorben, aber mit einem guten Geschmack ist nicht mehr zu rech- nen“, schreibt das Deutsche Tiefkühlinstitut auf seiner Internetseite. Der beste Schutz: nur spezielle Gefrierbeutel benutzen und vor dem luftdichten Verschließen möglichst viel Luft aus dem Beutel pressen. Tipp: Temperaturschwankungen möglichst vermeiden und gekaufte Tiekühlware in einer Kühltasche transportieren!

Joghurt: Loch im Aludeckel

Die Einkaufstasche war nicht gut gepackt, und die Salzpackung hat ein Loch in den Joghurtdeckel gebohrt. „Loch abdecken oder Joghurt in ein verschließbares Gefäß umfüllen und in zwei bis drei Tagen verbrauchen“, rät Verbraucherschützerin Holzäpfel, „oder sofort essen.“ War das Loch schon vorher im Deckel, den Joghurt nicht mehr essen. „Viele Geschäfte nehmen den Joghurt zurück und geben Ihnen einen neuen mit intaktem Deckel, wenn Sie den Kassenzettel vorlegen.“ Einen Anspruch darauf hat aber nur, wer nachweisen kann, dass das Loch schon vorher da war.

Chinakohl: Schwarze Punkte auf den Blättern

„Abgestorbene Zellen“, lautet die Diagnose von Gemüsefachmann Trierweiler. Diese „Blattnekrosen“ sind gesundheitlich kein Problem, man kann den Kohl bedenkenlos essen. Sind die Flecken aber flächiger, braun und matschig, können Bakterien oder Pilze dahinterstecken. Dann die befallenen Stellen bis etwa drei Zentimeter in den gesunden Bereich hinein wegschneiden und die Blätter gründlich waschen.

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