Beziehungen bei Borderline

Partnerschaften und Freundschaften gestalten sich bei einem Borderline-Syndrom häufig konfliktreich

von Sandra Schmid, aktualisiert am 02.07.2014

Schwierige Beziehung: Borderline kann eine Partnerschaft belasten


Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung fühlen sich Im Umgang mit anderen Personen oft unsicher. Es fällt ihnen schwer einzuschätzen, wie sie auf ihre Umgebung wirken und was andere empfinden. Viele "Borderliner" haben ein geringes Selbstwertgefühl, ihr Selbstbild ist brüchig, der Wechsel zwischen Selbstliebe und Selbsthass erfolgt spontan.

Angst vor Nähe – Angst vor Abstand

Häufig suchen Borderline-Betroffene intensive Nähe und außergewöhnlich engen Kontakt. Anfangs neigen sie dazu, ihren Partner zu idealisieren. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, Vertrauen aufzubauen. Sie leben in einer übertriebenen Angst davor, verlassen oder verraten zu werden.

Ob die Gefahr des Verlassenwerdens real ist oder nicht, spielt zunächst eine untergeordnete Rolle. Schon Kleinigkeiten kränken oder verletzen zutiefst, wecken Misstrauen.

So kann sich die übersteigerte Zuneigung schnell ins Gegenteil verkehren. Der eben noch "vergötterte" Partner wird auf einmal ebenso intensiv abgelehnt und verachtet.

Für den Partner eines "Borderliners" ist es nicht leicht, mit diesem seltsamen Mix aus Verklärung und Abwertung umzugehen. Immer wieder kommt es deshalb tatsächlich zu Trennungen.