Cherimoya

Die exotische Frucht ist reich an Vitamin C und B-Vitaminen. Ursprünglich ist die Cherimoya in Südamerika heimisch. Das weiße Fruchtfleisch lässt sich gut auslöffeln

07.07.2016

Weißes Fruchtfleisch, schwarze Samen: So sieht die Cherimoya im Querschnitt aus


Inhaltsstoffe der Cherimoya: Vitaminreiche Winterfrucht

Cherimoyas enthalten einen großen Anteil Traubenzucker. Sie sind reich an den Mineralien Kalzium, Phosphor und Magnum. Kalzium und Phosphor sind wichtig für den Aufbau und Erhalt der Knochenmasse. Magnesium unterstützt unter anderem die Muskelfunktion. Ebenfalls in reichlichen Mengen enthalten ist das Spurenelement Eisen. Eisen ist dafür verantwortlich, dass die roten Blutkörperchen Sauerstoff transportieren können, um die Organe damit zu versorgen. Von den Vitaminen ist der Gehalt an Vitamin C und B-Vitaminen hoch. Vitamin C ist wichtig für das Bindegewebe, die Haut und Knochen. Vitamine der B-Gruppe stärken das Nervensystem.

Herkunft: Die Cherimoya kommt aus den Bergen Südamerikas

Die Heimat der Cherimoya sind die Anden Kolumbiens, Ecuadors und Boliviens. Im 17. Jahrhundert gelangte sie nach Mittelamerika. Ein Jahrhundert später brachten die Spanier sie nach Europa. Angebaut wird die Cherimoya heute weltweit in den Subtropen. Spanien ist einer der Hauptproduzenten. Weitere Erzeugerländer sind Israel, die USA, Neuseeland und Länder Lateinamerikas.

Botanik: Frucht des Flaschenbaums

Die Cherimoya-Frucht wächst an kleinen Bäumen oder Sträuchern mit dem botanischen Namen Annona cherimola. Die Pflanzenfamilie ist die der Flaschenbaumgewächse. Bekannt sind die Früchte auch als Annona, Anone und Zimt- oder Zuckerapfel. Bis zu neun Meter Höhe kann der Flaschenbaum erreichen. Die Verzweigungen beginnen früh und laufen in einer weiten Krone aus. Die Blätter sind oval oder elliptisch geformt und können bis zu 15 Zentimeter lang werden. Die Unterseite ist dicht behaart.

Die einzeln oder in kleinen Gruppen stehenden Blüten sind rosa gefärbt und duften stark. Außerhalb ihrer südamerikanischen Heimat müssen sie per Hand bestäubt werden. Aus ihnen entwickeln sich innerhalb von fünf bis acht Monaten herzförmige Früchte. Cherimoyas werden zehn bis 20 Zentimeter lang und wiegen bis zu 500 Gramm, in Ausnahmefällen sogar noch deutlich mehr. Sie haben eine graugrüne bis gelblichbraune Außenhaut. Dunkle Schale, die auf Druck nachgibt, ist ein Zeichen für Vollreife. Typisch ist die starke Schuppung.

Zahlreiche, bis zu zwei Zentimeter große, glänzend braune oder schwarze Samen sind ins Fruchtfleisch eingebettet. Sie sind etwa so groß wie Kaffeebohnen. Cherimoyas gehören zu den Sammelbeeren.

Cherimoya-Saison: Sommergruß im Winter

Von September bis Februar sind Cherimoyas aus Südeuropa bei uns erhältlich.

Cherimoya lagern: Gekühlt zwei Wochen haltbar

Cherimoyas reifen nach der Ernte bei Zimmertemperatur rasch nach. Werden sie bei rund 10 Grad kühl gelagert, verlängert sich die Lagerzeit auf etwa zwei Wochen. Püriertes Fruchtfleisch lässt sich einfrieren und so mehrere Monate lang konservieren.

Tipps zur Zubereitung der Cherimoya

Das elfenbeinfarbene Fruchtfleisch der Cherimoyas ist weich, saftig und sehr zart. Es schmeckt leicht säuerlich und überaus aromatisch. Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Ananas, Banane und Zimt. Als Frucht ist die Cherimoya sehr gut zum Rohverzehr geeignet. Vor dem Genuss die Schale gründlich unter fließendem Wasser waschen. Dann die Cherimoya einmal halbieren und wie eine Kiwi auslöffeln. Die Samen sind giftig und dürfen nicht gegessen werden. Vanillezucker, kandierter Ingwer oder Weinbrand verfeinern den Geschmack. Besonders erfrischend schmeckt sie gekühlt. Damit das Fruchtfleisch nicht braun wird, vor der Zubereitung mit Zitronensaft beträufeln.

Herstellen lässt sich aus dem Obst auch ein leckerer Saft, der sich zum Beispiel für Mixgetränke eignet. Als süße Nachspeise bietet sich ein Fruchtsalat oder Eis mit Cherimoyas an. Wer es herzhaft bevorzugt, serviert eine halbierte Cherimoya mit Schinken und Meerrettich.

Nährwerttabelle: Cherimoya


Energie


kcal
62

Fett


gesamt (g)
Spuren

Kohlenhydrate


gesamt (g)
13

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
8
Kalium (K)
250
Calcium (Ca)
15
Magnesium (Mg)
25
Phosphat (P)
30
Eisen (Fe)
0,4
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
5
Vitamin E (mg)
0,5
Vitamin B1 (mg)
0,09
Vitamin B2 (mg)
0,11
Vitamin B6 (mg)
0,10
Folsäure (µg)
7
Vitamin C (mg)
15