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Schielen: Symptome

Schielt ein Mensch, sieht er häufig Doppelbilder

aktualisiert am 29.10.2013
Doppelt sehen

Sie sehen alles doppelt? Dahinter kann eine Schielerkrankung stecken. Manchmal sind auch andere Krankheiten schuld


Schielen bei Kindern

Kinder, insbesondere Kleinkinder, sind in der Lage den Seheindruck des abweichenden Auges spontan zu unterdrücken (Suppression). Das ist ein an sich sinnvoller Schutzmechanismus, um Doppelbilder zu vermeiden. Wird der Seheindruck allerdings länger unterdrückt, kann sich eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) entwickeln.

Bei Kindern, die einseitig schielen, kann dies zum Beispiel vorkommen. Der Grund: Ein Auge schielt permanent, das andere übernimmt die Führung. Da das abweichende Auge praktisch nicht zum Sehen benutzt wird, lässt dessen Sehkraft teils drastisch nach. Das Kind erkennt dann auch große Gegenstände nicht mehr. Zudem geht der Orientierungssinn des Auges verloren. Auch bei einem Lähmungsschielen im Kindesalter kann eine Schwachsichtigkeit auftreten, wenn der Seheindruck für längere Zeit unterdrückt wird.

Schielen bei Erwachsenen

Macht sich ein Schielen neu im Erwachsenenalter bemerkbar – unabhängig davon, ob es sich um Lähmungsschielen oder latentes Schielen handelt – klagen Betroffene  fast immer über Doppelbilder. Manche sagen auch, sie würden "verschwommen" sehen.

Die Doppelbilder, die beim latenten Schielen auftreten, nehmen Patienten bevorzugt bei Müdigkeit oder nach Alkoholgenuss wahr. Zudem können sich die Augen sehr angestrengt anfühlen. Diese sogenannten Anstrengungsbeschwerden, auch als asthenopische Beschwerden bezeichnet, entstehen,  weil durch das beidäugige Sehen der Schielwinkel des abweichenden Auges ausgeglichen werden muss. Auch ein ziehender Schmerz zur Nase kommt vor. Er nimmt im Laufe des Nachmittags und am Abend zu.

Vorsicht: Doppelbilder, die plötzlich auftreten, können auch auf einen Schlaganfall hinweisen. Kommen weitere Symptome wie eine einseitige Lähmung oder herabhängendene Mundwinkel hinzu, immer den Notarzt rufen!