Dass der Mond sich vor die Sonne schiebt, kommt nicht alle Tage vor - das letzte Mal liegt 18 Monate zurück. Am Dienstag, den 25. Oktober ist es wieder soweit. Und vielleicht gehören Sie ja zu den Glücklichen, die bei klarem Himmel des Naturphänomen beobachten können. Ab etwa 11 Uhr ist unter anderem in Deutschland, der Schweiz und Österreich eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Die größte Sonnenbedeckung besteht in Sassnitz auf Rügen bei ca. 35 Prozent.

Ungeschützt in den Himmel zu schauen, ist aber keine gute Idee. Davor warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Denn die Strahlung und das Licht der Sonne können die Netzhaut im Auge schädigen. Und zwar schon innerhalb kürzester Zeit so stark, dass das Sehvermögen dauerhaft leidet. Tückisch daran: Es gibt kein Warnsignal, denn Netzhautschäden schmerzen nicht.

Wie Sie gute Filterbrillen erkennen

Doch wie schützt man sich gut beim Blick in den Himmel? Sich einfach die Sonnenbrille auf die Nase zu setzen, reicht laut BfS längst nicht. Und auch von selbstgebastelten Schutzmitteln wie rußgeschwärzten Gläsern oder schwarzen Filmstreifen raten die Experten ab.

Es muss eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille sein. Die erkennt man daran, dass sie nach der Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 (“Filter für die direkte Beobachtung der Sonne“) zertifiziert sind.

Eine solche Brille bekommen Sie zum Beispiel beim Augenoptiker. Dort können Sie sich dementsprechend auch beraten lassen. Ebenfalls erhältlich sind dort spezielle Filteraufsätze und Schutzfolien für Ferngläser, Teleskope oder Kameras, denn auch für deren Benutzung beim Blick in die Sonne ist ein Schutz unbedingt nötig, so der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen.

Hat man noch von vorherigen Sonnenfinsternissen eine Brille in der Schublade, darf sie keine Risse oder Beschädigungen haben. Denn dann ist der Filter darin möglicherweise nicht mehr so wirksam wie er sein sollte.

Das BfS weist darauf hin, dass man die Finsternis vollkommen sicher auch in Livestreams verfolgen kann. Diese würden häufig von örtlichen Planetarien angeboten.

Gefährlich: Kameralinsen bündeln das Licht nochmals

Auch wer die partielle Sonnenfinsternis durch ein Teleskop oder die Kamera beobachten will, braucht Schutz für seine Augen. Umso mehr sogar, denn die Linsen bündeln das Sonnenlicht zusätzlich. Der Rat des BfS lautet daher: Geeignete Filteraufsätze oder Folien aus dem Fachhandel vor der Linse anbringen.

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