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KI zeigt: Pflegen können nur Menschen

So viel ist klar: Künstliche Intelligenz wird unser Leben tiefgreifend verändern. Klar ist aber auch: Selbst die intelligenteste Technik kann nicht alles. Es gibt Dinge, die können nur Menschen. Kranke körperlich so versorgen, dass sie sich würdig behandelt fühlen, erkennen, wenn es einer Patientin oder einem Patienten schlecht geht, im passenden Moment ein aufmunterndes Wort finden – also genau das, was die rund 1,8 Millionen Pflegekräfte in Deutschland (und viele Angehörige) täglich tun. Ich bin zuversichtlich, dass der Fortschritt der Digitalisierung noch klarer machen wird, wie wertvoll der Pflegeberuf ist.

Versorgung für Menschen mit Übergewicht verbessert sich

Eine Therapie zu erhalten, um ihre Erkrankung langfristig in den Griff zu bekommen – für Menschen mit Übergewicht ist das oft ein harter Kampf. Das könnte sich mit dem Disease Management Programm (DMP) Adipositas ändern. Hinter dem spröden Begriff verbirgt sich ein Behandlungsprogramm, das auch für andere Erkrankungen wie Rückenschmerzen zur Verfügung steht. Das bedeutet: Adipositas wird als Krankheit anerkannt, deren Behandlung zuverlässig von der Kasse erstattet. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat den Weg für das DMP frei gemacht, ab April sollen regionale Verträge geschlossen werden können. Zusammen mit den neuen Abnehm-Medikamenten und der neuen Leitlinie, die ebenfalls in diesem Jahr erscheinen soll, ist das eine echte Hoffnung für Betroffene, dass sich ihre Versorgung endlich verbessert.

Andrea Mayer-Halm, Ressort Leben & Psyche

Andrea Mayer-Halm, Ressort Leben & Psyche

Selbst Impulse geben können

Mir gibt es Hoffnung, dass ich selbst Dinge verändern kann. Ganz unabhängig davon, was in der Welt an schlimmen Sachen auch passiert! Da muss ich nicht mitspielen. Ich kann in meinem Umfeld positive und friedvolle Impulse setzen. Durch Freundlichkeit, Humor, Menschlichkeit. Und meine gesetzten Ursachen können Kreise ziehen. Das gibt mir Hoffnung und Kraft - weil ich mich nicht allem machtlos ausgeliefert fühle.

Etappensieg gegen Alzheimer

Dr. Achim Schneider, Ressort Medizin

Dr. Achim Schneider, Ressort Medizin

In den nächsten Monaten ist zu erwarten, dass die Europäische Union gleich zwei Medikamente zur Behandlung von Alzheimer zulässt: Zugegeben: Die zwei Antikörper Lecanemab und Donanemab können das Fortschreiten dieser Demenzkrankheit allenfalls etwas abbremsen. Und das auch nur dann, wenn die Therapie bereits in einem frühen Krankheitsstadium beginnt. Dennoch halte ich es für einen großen Erfolg, dass nun endlich Studien klar belegen: Menschen mit Alzheimer können von Medikamenten profitieren, welche die typischen Beta-Amyloid-Ablagerungen in ihrem Gehirn abbauen. Das ebnet den Weg für weitere künftige Medikamente. Und es gibt mir Anlass zur Hoffnung, dass es einigen Jahren Mittel gibt, die den Ausbruch der Krankheit verhindern.

Isabelle Fabian, Ressort Leben & Psyche

Isabelle Fabian, Ressort Leben & Psyche

In guten Händen

Mir gibt Hoffnung, dass mein großer Sohn in einer gesundheitlichen Krise von einem Netzwerk von guten Ärzten und einer spezialisierten Einrichtung aufgefangen wurde. Die Fortschritte, die er in den vergangenen Monaten gemacht hat, wären ohne diese Hilfe nicht möglich gewesen. Es stimmt mich zuversichtlich, zu erleben, was unser oft kritisiertes Gesundheitswesen in schwierigen Lebenslagen zu leisten vermag – und dass mein Sohn den Mut und die Kraft fand, diese Chancen zu nutzen.

Katja Töpfer, Ressort Leben & Psyche

Katja Töpfer, Ressort Leben & Psyche

Unser Wald erholt sich

Mein Bruder bewirtschaftet einen Wald in Franken. Nach Jahren der Dürre waren sämtliche Fichten abgestorben, auch viele Buchen hatten die Trockenperiode nicht überlebt. Es war so traurig, den Wald, den meine Vorfahren über Generationen gepflegt hatten, sterben zu sehen. Im vergangenen Jahr hat es endlich wieder mehr geregnet, so viel, dass auch die Grundwasserspiegel deutlich angestiegen sind. Mein Bruder hat neue Bäume gepflanzt, die Hitze und Trockenheit besser trotzen – etwa die Esskastanie. Im Frühjahr werde ich mit meinen Kindern im Wald spazieren gehen und nach den Bäumchen sehen. Ich habe die Hoffnung, dass sich unser Wald erholen kann und auch meinen Enkeln irgendwann als Kraftort dient.

Endlich eine bessere Krankenhauslandschaft

Jana Lapper, Ressort Politik

Jana Lapper, Ressort Politik

2024 ist hoffentlich das Jahr, in dem die Krankenhausreform endlich vorankommt. Das muss sie auch, denn für viele Kliniken könnte es das Aus bedeuten, wenn sich Bund und Länder nicht bald einigen. Dabei steht ein Gesetz mit zwei guten Maßnahmen schon in den Startlöchern, es braucht nur noch das Okay vom Bundesrat – dann bekommen Krankenhäuser sechs bis acht Milliarden Euro zusätzliche Mittel und Patientinnen und Patienten endlich mehr Transparenz und Orientierung im Klinik-Dschungel. Das sind wichtige erste Schritte für eine bessere Versorgung in Deutschland.