Kurz gesagt:

Ein wenig Blut (< 0,5 Milliliter) reicht bereits für die Analyse des Blutbilds. Dabei werden unter anderem Anzahl und Aussehen der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen bestimmt. Meistens erledigt diese Aufgabe ein Analysegerät; bei bestimmten Fragen untersucht der Arzt auch selbst das Blut als Blutausstrich unter dem Mikroskop. Beim großen Blutbild (Differenzialblutbild) kommt noch die genaue Untersuchung der fünf Typen der weißen Blutzellen (Leukozyten) hinzu. Das kleine Blutbild kann dem Arzt Hinweise auf verschiedenste Erkrankungen, darunter Entzündungen, Blutarmut, Infekte oder auch Tumorerkrankungen, geben.

Was ist ein kleines Blutbild?

Beim kleinen Blutbild wird Blut untersucht, das am besten aus einer Armvene entnommen wurde. Maschinell werden die roten und weißen Blutkörperchen sowie die Thrombozyten (Blutplättchen) aufgrund ihrer Zellgröße ausgezählt. Außerdem ermittelt das Untersuchungsgerät, wie viel Hämoglobin in den roten Blutkörperchen enthalten ist. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der die Blutgase – Sauerstoff und Kohlendioxid – sowie das Eisen trägt.

Aus diesen Werten errechnen die Geräte weitere wichtige Werte wie zum Beispiel den mittleren Hämoglobin-Gehalt der einzelnen Erythrozyten (MCH), das mittlere Volumen der Erythrozyten (MCV) und die mittlere Hämoglobin-Konzentration der Erythrozyten bezogen auf einen Deziliter Blut (MCHC).

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Michael Spannagl, Labor für Immungenetik und molekulare Diagnostik, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München