Kurz gesagt:

Das C-Peptid wird bei der Insulinbildung in der Bauchspeicheldrüse abgespalten. Es lässt sich im Blut leichter nachweisen als Insulin. Seine Bestimmung kann zum Beispiel dabei helfen festzustellen, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert.

Lange glaubte man, dass C-Peptid im Blut keine Funktionen hat. Inzwischen zeigte sich, dass es einige Stoffwechselprozesse beeinflusst.

Wann wird das C-Peptid gemessen?

Es ist nur in seltenen Fällen nötig, die C-Peptid-Menge im Blut zu bestimmen. Dies kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn beurteilt werden soll, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert. Insulin lässt sich im Blut nämlich wesentlich schwieriger messen als C-Peptid – unter anderem deshalb, weil es in der Leber rasch abgebaut wird. Die C-Peptid-Messung kann in Einzelfällen dabei helfen, zu entscheiden, wann ein Typ-2-Diabetes mit Insulin behandelt werden muss.

Wie hoch ist der Wert normalerweise?

Abhängig vom Testverfahren gilt im Allgemeinen:

  • Nüchternwert (nach zwölfstündigem Fasten) zwischen 0,81 und 3,85 μg/l
  • 30 bis 60 Minuten nach Glucosebelastung 4,0 bis 8,0 μg/l
  • Werte unter 0,2 μg/l weisen auf einen Insulinmangel hin.

Daneben gibt es Tests, bei denen das C-Peptid entweder nach längerem Fasten gemessen wird oder nachdem die Bauchspeicheldrüse durch Gabe eines speziellen Hormons (Glukagon) zur Produktion von Insulin angeregt wurde.

C-Peptid wird bei der Synthese des Insulins vom Vorgängermolekül Proinsulin abgespalten

C-Peptid wird bei der Synthese des Insulins vom Vorgängermolekül Proinsulin abgespalten

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Peter B. Luppa, Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München