Scheidenkrebs: Vorbeugen

Die regelmäßige Krebsvorsorge beim Frauenarzt stellt die wichtigste Früherkennungsmaßnahme dar

aktualisiert am 11.04.2018
Eine Frau wird geimpft

Vor einer Infektion mit bestimmten humanen Papillomaviren kann die HPV-Impfung schützen


Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Scheidenkrebs wird meist zufällig im Rahmen der Krebsfrüherkennung entdeckt. Vor allem ältere, sexuell nicht mehr aktive Frauen vernachlässigen oft die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung, was eine zu späte Diagnose des Vaginalkarzinoms zur Folge haben kann.

Eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) gilt nicht nur als wichtigster Risikofaktor für Gebärmutterhalskrebs, sondern auch für Scheidenkrebs. Oft stecken sich junge Frauen bereits beim ersten Geschlechtsverkehr mit den Viren an. In den meisten Fällen bereiten die Viren keine Probleme und werden vom Körper rasch wieder eliminiert. Nur sehr selten können sich in Folge einer anhaltenden Infektion Krebsvorstufen entwickeln – meist Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs.

Eine HPV-Impfung schützt vor der Infektion mit den zwei wichtigsten krebserregenden HP-Viren. Der HPV-Impfstoff ist auch zur Vorbeugung von Krebsvorstufen der Scheide zugelassen. Ob sich eine HPV-Impfung für ein Mädchen empfiehlt, sollte mit dem Gynäkologen besprochen werden. Kondome senken das Risiko für Geschlechtskrankheiten und Infektionen der Scheide, können aber eine Infektion mit humanen Papillomviren nicht sicher verhindern.