Aktinische Keratose: Diagnose

Erkennt der Arzt die Hautveränderung nicht bereits mit dem bloßen Auge, nimmt er weitere Untersuchungen vor

von Dr. Angela Unholzer, aktualisiert am 28.12.2016
Sprechstunde

Im Gespräch klärt der Arzt zunächst, ob Risikofaktoren für eine aktinische Keratose bestehen


Der Arzt fragt den Patienten, ob bei ihm oder bei einem nahen Verwandten bereits früher ein heller Hautkrebs festgestellt wurde. Auch die Art der bisherigen Behandlung, deren Wirksamkeit und Verträglichkeit interessieren ihn. Außerdem erkundigt er sich, in welchem Maße der Betroffene bisher in Beruf und Freizeit der Sonne ausgesetzt war und verschafft sich einen Eindruck vom Hauttyp.

Anschließend sucht der Arzt mit dem bloßen Auge die Kopf-Hals-Region, die Unterarme und die Handrücken nach weiteren Veränderungen ab. Zusätzlich befühlt er die Haut: Vor allem gering ausgeprägte aktinische Keratosen sind häufig besser tastbar als sichtbar. Eine Untersuchung mit Hilfe des Auflichtmikroskops, einer speziellen beleuchteten Lupe, kann weitere Erkenntnisse bringen.

In unklaren Fällen hilft die feingewebliche (histologische) Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie) unter dem Mikroskop. Mit einer Stanzbiopsie kann geklärt werden, ob es sich noch um eine aktinische Keratose oder bereits um ein invasiv wachsendes Spinaliom handelt. Besonders stark ausgeprägte aktinische Keratosen trägt der Arzt oberflächlich mit dem Skalpell oder mit dem scharfen Löffel (Kürette) ab. Dabei gewinnt er nicht nur Material für die histologische Untersuchung: Ein solcher Eingriff stellt in vielen Fällen gleichzeitig eine Behandlung der aktinischen Keratosen dar.