Akute Bronchitis: Symptome, Verlauf, Folgen

Husten mit schleimigem Auswurf ist das Haupt-Symptom der akuten Bronchitis. Daneben kommt es zu typischen Erkältungsbeschwerden

aktualisiert am 31.01.2014
Mann hustet

Husten mit Auswurf von Schleim: Symptom der akuten Bronchitis


Zunächst kommt es meist zu typischen Erkältungsbeschwerden: Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden sowie Schnupfen und Abgeschlagenheit. Mitunter besteht eine erhöhte Temperatur oder Fieber (Temperatur über 38,5 Grad im After gemessen).

Verlauf

Im weiteren Verlauf stellt sich ein starker, trockener Husten ein. Er tritt vermehrt nachts und morgens nach dem Aufstehen auf und geht oftmals mit Schmerzen hinter dem Brustbein einher. Nach einigen Tagen löst sich der trockene Reizhusten und es kommt durch vermehrte Schleimbildung in den Bronchien zu Auswurf: Die Betroffenen husten zähflüssigen Schleim ab.

Eine akute Bronchitis heilt normalerweise innerhalb von sieben bis 14 Tagen aus. Der Husten kann allerdings in einigen Fällen länger andauern. Mehrere Wochen können Patienten noch von lästigem Hustenreiz geplagt werden.  Wichtig: Wenn der Husten länger als sechs Wochen anhält sollten Sie erneut einen Arzt aufsuchen.

Besteht eine Bronchitis länger als drei Monate am Stück in zwei aufeinander folgenden Jahren, so spricht man von der chronischen Bronchitis.

Mögliche Folgen und Komplikationen

Manchmal kann ein überempfindliches Bronchialsystem ("hyperreagibles Bronchialsystem") die Folge sein. Dieses äußert sich in Reizhusten und erhöhter bronchialer Empfindlichkeit gegenüber inhalativen Reizen (zum Beispiel Abgase oder Zigaretten-Rauch).

Eine akute Bronchitis kann in die chronische Form übergehen. Mehr dazu können Sie hier nachlesen: chronische Bronchitis. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass sich eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickelt. Durch Viren geschwächte Bronchien können sich zusätzlich mit Bakterien infizieren, sodass eine sogenannte Sekundär- oder Super-Infektion entsteht.

Zu schweren Folgeerkrankungen kommt es nur selten. Ältere Menschen, (starke) Raucher, Patienten mit einem geschwächten Abwehrsystem oder chronischen Vorerkrankungen beispielsweise an Herz oder Lunge können betroffen sein. So kann zum Beispiel die Atemfunktion bei vorbestehender COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder einem Asthma bronchiale durch den Infekt beeinträchtigt werden.

Bei kleinen Kindern, vor allem bei Säuglingen, kann die akute Bronchitis in seltenen Fällen zu einer sogenannten Bronchiolitis obliterans führen, einer schwerwiegenden Erkrankung, die häufig durch Respiratory-Syncytial-Viren (RS-Viren) ausgelöst wird. Dabei sind die feinen Verästelungen der Atemwege, die Bronchiolen, entzündet. Es besteht die Gefahr, dass sich die Bronchiolen verschließen, sodass die Atemluft nicht mehr in die Lungenbläschen zum Gasaustausch vordringt. Bei Abheilung können winzige Narben in der Lunge bestehen bleiben. Diese Veränderungen können die Atmung beeinträchtigen und in späteren Jahren unter anderem eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) begünstigen.

Wichtig: Verschwinden Beschwerden wie Husten und Auswurf nicht nach einigen Tagen von selbst, dann suchen Sie einen Arzt auf. Auch wenn zum Husten Symptome wie Fieber oder Atemnot hinzukommen oder wenn Sie sich sehr krank fühlen, sollten Sie umgehend zum Arzt gehen. Verschwindet der Husten nach sechs Wochen nicht, dann sollten Sie erneut einen Arzt aufsuchen.