Netzhautablösung: Therapie

Eine Netzhautablösung lässt sich nicht mit Medikamenten behandeln. Wird sie festgestellt, sollte sich der Patient umgehend operieren lassen
aktualisiert am 16.01.2014

Liegt eine Netzhautablösung vor, hilft nur noch eine Operation am Auge

iStock/fkienas

Laserbehandlung

Weder ein Netzhautriss noch eine Netzhautablösung lässt sich mit Medikamenten in den Griff bekommen. Stellt der Augenarzt fest, dass die Netzhaut gerissen ist, sich aber noch nicht abgelöst hat, kann er das betreffende Auge lasern. Der Laserstrahl löst an der verletzten Stelle eine Entzündungsreaktion aus, wodurch das Gewebe vernarbt und das Loch in der Netzhaut "verklebt" wird. So lässt sich häufig eine Netzhautablösung verhindern.

Operation

Hat sich die Retina jedoch bereits gelöst, hilft eine Laserbehandlung nicht mehr. In diesem Fall sollte der Patient schnellstmöglich von einem spezialisierten Augenchirurg operiert werden. Welche Methode dabei zum Einsatz kommt, hängt unter anderem davon ab, welche Form der Netzhautablösung vorliegt (mehr im Kapitel Ursachen und Risikofaktoren) und wie weit sie fortgeschritten ist. Ziel einer solchen Operation ist es, die abgelöste Netzhaut wieder zu fixieren und die auslösenden Faktoren, zum Beispiel Veränderungen am Glaskörper zu beheben.

In zirka 90 Prozent der Fälle verläuft die Augenoperation bereits beim ersten Mal erfolgreich. Manchmal löst sich die Netzhaut jedoch wieder ab und es muss ein weiterer Eingriff stattfinden. Die operative Behandlung der Netzhautablösung gilt als eine sehr anspruchsvolle Operation. Patienten sollten daher nach Möglichkeit ein Zentrum auswählen, das sich auf diese Operation spezialisiert hat und viel Erfahrung aufweist. Auch wenn dieser chirurgische Eingriff Risiken hat: Wer ihn nicht vornehmen lässt, riskiert, dass das betroffene Auge erblindet.


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