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Kosmetik: Anti-Aging für die Haut

Schon ab 30 wird die Haut dünner und trockener. Sonnenlicht, Schlafmangel und Schadstoffe belasten sie zusätzlich. Ganz lassen sich Falten nicht vermeiden, aber geeignete Kosmetik kann sie abmildern. Was hilft

von Angelika Brodde, aktualisiert am 10.06.2020
Falten Antiaging

Falten bekommt jeder irgendwann. Mit der richtigen Pflege lässt sich das ein oder andere Fältchen allerdings etwas hinauszögern


Anti-Falten-Creme auftragen und glatte Haut bekommen: Auch wenn Werbung diese Hoffnung weckt, in Erfüllung geht sie nur bedingt. "Tiefe Falten kann Kosmetik nicht beheben", sagt Professorin Christiane Bayerl, Direktorin der Wiesbadener Klinik für Dermatologie.

Richtige Pflege für glattere Haut

Wie schnell wir altern, wird zu einem großen Teil durch unsere Gene vorgegeben. "Wir können unsere Mütter anschauen und ahnen, wie wir einmal aussehen werden", so die Expertin. Beim Vermeiden von feineren Fältchen kann Hautpflege aber durchaus helfen. "Diese kann man mit geeigneter Kosmetik vermindern, das ist in Studien belegt", erklärt Derma­tologin Bayerl.

So verändert sich die Haut

Wirkungsvolle Pflege fördere den Neuaufbau von Kollagen – jene straffenden Fasern, die der Haut ihre Spannkraft und Elastizität geben. Dieser Effekt werde zum Beispiel erreicht durch kurzkettige Hyaluron­säure. "Die Moleküle scheinen hauteigene Substanzen zu aktivieren, wodurch es zu einer Kollagenneubildung kommt", erläutert Bayerl. Ähnliche Effekte sind der Hautärztin zufolge durch Peptide, körpereigene Eiweißbausteine, sowie die Vitamine C, B3, E und A erreichbar.

Allerdings warnt die Expertin davor, diese hoch dosiert aufzutragen. Das kann empfindliche Haut reizen. Auch Vitamin A (Retinol), das als Anti-­Falten-Wundermittel gilt, kann sie irritieren.

Retinol, Fruchtsäure und Resveratrol

"Eine Beratung ist unerlässlich", sagt Petra Dembinski, Apothekerin aus Essen. Bei Trockenheitsfältchen rät sie beispielsweise zu Cremes mit den Feuchthaltefaktoren Hyaluronsäure oder Glyzerin. Bei Altersflecken und deutlicheren Fältchen rät die Pharmazeutin zu Produkten mit Retinol oder Fruchtsäuren.

Apothekerin Petra Dembinski

Vitamin C und das aus Weintraubenkernen stammende Anti­­oxidans Resveratrol empfiehlt sie als Zellschutz. Beides ist wirksam gegen freie Radikale und unterstützt Reparaturprozesse in der Haut. Daher sind die Substanzen auch schon für jüngere Menschen geeignet.

Passende Pflege und Sonnenschutz

Wer seine Haut möglichst lange jung erhalten will, sollte vor allem zwei Dinge beachten, darin sind sich die Expertinnen einig. Wichtig ist zum einen eine dem Hautzustand angepasste Reinigung. Sie darf nicht reizen oder austrocknen, muss aber von Schadstoffen befreien und die Poren öffnen, sodass die anschließend aufgetragene Pflege besser einzieht. In der Apotheke berät man Sie dazu gerne.

Das zweite große Thema: Sonnenschutz. UV-Strahlung lässt die Haut erwiesenermaßen schneller altern. Wer auf Sonnenschutz verzichtet, riskiert nicht nur Falten, sondern auch Sonnenbrände und Hautkrebs. Viele Anti-Aging-Cremes enthalten bereits UV-A- und UV-B-Schutz, um lichtbedingte Hautalterung zu vermeiden. Ausreichenden Schutz für einen Aufenthalt am Strand bieten sie aber nicht.

Das lässt uns wirklich alt aussehen

Alltagstaugliche Hautpflege

Für die normale Hautpflege gilt: "Langfristig macht die Hautpflege zufrieden, die in den Alltag passt", sagt Apothekerin Dembinski. Wer die Bedürfnisse seiner Haut kennt, kommt möglicherweise mit einer einzigen guten Gesichtscreme klar. Diese sollte die Hautbarriere stärken, schützen und ausreichend Feuchtigkeit spenden.

Wirksame Bestandteile neben Hyaluronsäure sind Glyzerin und Harnstoff (Urea). "Wer Naturkosmetik liebt, kann auch darauf setzen", sagt Dembinski. Mineralöle und Silikone enthält sie nicht.

Eine Extraportion Anti-Aging bieten Ampullen mit hochkonzentrierten Inhaltsstoffen. Sie sind für eine Anwendung portioniert und erhältlich für viele Hautbedürfnisse. Dembinski: "Mittlerweile gibt es eine Reihe von klug formulierten Präparaten, etwa mit unterschiedlichen Hyaluronsäuren."


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