Seit der Corona-Zeit trinke ich jeden Abend zwei Gläser Wein oder sogar drei. Früher habe ich nur ab und zu Alkoholgetrunken. Wie komme ich davon wieder weg?

Antwort von Michaela Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln:

Sie haben bereits den ersten Schritt getan: Sie haben Ihren Alkoholkonsum kritisch hinterfragt. Und das war genau richtig! Bei täglichem Konsum kann sich nämlich schleichend eine Alkoholabhängigkeit entwickeln. Besonders riskant ist es, wenn aus Traurigkeit oder Stress getrunken wird, oder um Probleme zu verdrängen – und die tägliche Alkoholmenge über die Zeit zunimmt.

Um das Trinkverhalten dauerhaft zu ändern, kann es hilfreich sein, Gewohnheiten bewusst zu durchbrechen und Neues auszuprobieren: Trinken Sie abends zum Beispiel statt Wein einen alkoholfreien Cocktail oder machen Sie einen Spaziergang. Was immer Ihnen dabei hilft, die Routine des Alkoholtrinkens abends zu durchbrechen, sollten Sie unbedingt tun. Ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit wird das guttun.

Ich habe ständig Juckreiz am After. Was hilft dagegen?

Antwort von Dr. Bernhard Strittmatter, Proktologe aus Freiburg:

Die Haut am After ist extrem empfindlich. Ist sie auch nur leicht gereizt, fängt sie an zu jucken oder zu brennen. Wichtig ist, dass Sie den Analbereich immer so schonend wie möglich nach dem Stuhlgang säubern, am besten mit einer Podusche. Von feuchtem Toilettenpapier rate ich ab. Die Produkte enthalten oft Stoffe, die die Haut zusätzlich angreifen.Juckreizlindernd kann eine zinkhaltige Creme sein, die Sie regelmäßig im Afterbereich auftragen. Fragen Sie in der Apotheke nach einer geeigneten Salbe. Bleibt der Juckreiz bestehen, sollten Sie unbedingt einen Termin in einer proktologischen Praxis vereinbaren. Die Ärztinnen und Ärzte dort können der Ursache für Ihre Beschwerden auf den Grund gehen. Oft sind vergrößerte Hämorrhoiden für das lästige Jucken verantwortlich. Sie können auch Brennen und Wundsein verursachen. Das ständige Nässen irritiert die Haut, mit der Zeit entsteht ein chronischer Hautausschlag. Ebenso kann sich die Haut mit Bakterien oder Pilzen infizieren. Dann ist eine Behandlung mit einer passenden wirkstoffhaltigen Salbe unbedingt erforderlich.

Meine demente Mutter lebt im Pflegeheim. Wenn ich da bin, ist sie ruhig, aber die Pflegekräfte berichten mir, sie würde siebeschimpfen. Was soll ich tun?

Antwort von Jochen Gust, Experte im Forum des Internetportals „Wegweiser Demenz“:

Dass Angehörige das Verhalten von Betroffenen anders erleben als beruflich Pflegende, ist nicht ungewöhnlich. Oft auch umgekehrt zu Ihrer Schilderung – während die Pflege zu Hause sehr schwierig war und die Beziehung stark belastet hat, gibt es solche Schwierigkeiten im Pflegeheim – häufig wider Erwarten – nicht. Das kann mit vielen Faktoren zusammenhängen. Die Mitarbeitenden der Einrichtung dringen etwa immer wieder in die Privat- und Intimsphäre Ihrer Mutter ein, beispielsweise, wenn sie die Körperpflege unterstützen. Das kann zu Abwehrverhalten führen.

Wichtig wäre zu schauen, wann und unter welchen Umständen das Verhalten konkret auftritt. Wenn Sie Ihre Mutter besuchen, unternehmÍen Sie vermutlich oft eher Schönes, Leichtes ohne Zeitdruck. Dem unterliegt die Pflege aber häufig. Auch das Wissen zum Umgang mit Menschen mit Demenz, Räumlichkeiten, Atmosphäre spielen eine Rolle. Wie haben Sie zu Hause angespannte Situationen entschärft? Suchen Sie das Gespräch mit den Pflegefachpersonen. Nötigenfalls ziehen Sie Hausarzt oder -ärztin hinzu.

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