Senioren Ratgeber

Heimleiter/-in

Ärger mit der Rechnung des Heims? Dann ist der Heimleiter (auch: Einrichtungsleiter) die richtige Adresse. Er kümmert sich meist um das Kaufmännische – auch um die Pflegesätze – und ist verantwortlich gegenüber der Heimaufsicht und den Pflegeinspektoren der Kassen.

Das steht dahinter: Heimleiter müssen nicht aus der Pflege kommen, sich aber speziell für die Aufgabe qualifiziert haben.

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Pflegefachkraft

Insulin spritzen, Tabletten ausgeben, Wunden versorgen: Das dürfen im Heim im Allgemeinen nur Pflegefachkräfte. Diese sind auch zuständig für die Pflegeplanung. Heime müssen eine Fachkraftquote von 50 Prozent nachweisen.

Das steht dahinter: Dreijährige Ausbildung mit staatlichem Examen als Altenpfleger, Krankenschwester, Gesundheits- und Krankenpflegerin oder – seit 2020 – als Pflegefachfrau/-mann.

Pflegefachkräfte spritzen Insulin, geben Tabletten aus und versorgen Wunden.

Pflegefachkräfte spritzen Insulin, geben Tabletten aus und versorgen Wunden.

Pflegehelfer/- in

Der Bewohner braucht Hilfe beim Aufstehen, Waschen, Anziehen oder Essen? Diese Aufgabe können auch Pflegehelfer übernehmen, während die Behandlungspflege den Fachkräften überlassen bleibt. Häufig messen die Helfer auch Werte wie Blutdruck, Puls und Blutzucker.

Das steht dahinter: Oft haben Pflegehelfer eine ein- oder zweijährige Ausbildung absolviert, zum Beispiel als Altenpflegehelfer. Daneben gibt es auch angelernte Pflegehelfer.

Pflegehelfer unterstützen beim Aufstehen, Waschen, Anziehen oder Essen.

Pflegehelfer unterstützen beim Aufstehen, Waschen, Anziehen oder Essen.

Wohnbereichsleitung

Wer wissen will, wie es dem Angehörigen im Heim geht, ruft am besten die Wohnbereichsleitung an. Sie ist das Gegenstück zur Stationsleitung im Krankenhaus und verantwortlich für einen Bereich mit oft 30 bis 40 Bewohnern. Sie gewährleistet unter anderem die Qualität der Pflege.

Das steht dahinter: Pflegefachkraft mit Berufserfahrung. Oft Zusatzqualifikation.

Wer wissen will, wie es dem Angehörigen im Heim geht, ruft am besten die Wohnbereichsleitung an.

Wer wissen will, wie es dem Angehörigen im Heim geht, ruft am besten die Wohnbereichsleitung an.

Pflegedienstleitung

Lob oder Tadel für die Pflege im Heim? Für beides ist die Pflegedienstleitung (PDL) ein guter Ansprechpartner. Sie hat die Gesamtverantwortung für die Pflege im Haus, kümmert sich unter anderem um Hygienestandards und Qualitätskontrollen.

Das steht dahinter: Examen als Pflegefachkraft plus Weiterbildung als PDL – manchmal mit Hochschulabschluss.

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Heimbeirat

Der Prospekt glänzt – aber wie gut ist das Heim wirklich? Es lohnt, den Heimbeirat zu fragen, der oft auch die kritischen Seiten kennt. Das gewählte Gremium der Bewohner hat ein Anhörungsrecht bei den Heimkosten, aber auch beim Essen.

Das steht dahinter: Jeder Bewohner kann für den Heimbeirat kandidieren.

Jeder Bewohner des Heims kann für den Heimbeirat kandidieren.

Jeder Bewohner des Heims kann für den Heimbeirat kandidieren.

FSJler, Bufdi

Das sind Menschen, die einen Freiwilligendienst leisten. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) können junge Menschen unter 27 machen, beim Bundesfreiwilligendienst („Bufdi“) engagieren sich häufig auch über 50-Jährige.

Die Freiwilligen können alles machen, was keine fachliche Qualifikation voraussetzt. Beispiele: Gespräche mit den Bewohnern, Essen ausgeben, beim Spazieren begleiten.

Das steht dahinter: Keine formale Qualifikation. Oft nehmen die Freiwilligen aber an begleitenden Kursen teil.

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Ergotherapeut/-in

Bewohner sollen auch (und gerade) im Heim in Bewegung bleiben und ihren Alltag so gut es geht selbst gestalten können. Dazu tragen Ergotherapeuten bei. Zu ihren Aufgaben gehört häufig auch die Vermeidung von Stürzen, das Training der Motorik und die Anpassung von Hilfsmitteln.

Das steht dahinter: Dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule mit staatlichem Abschluss.

Zu den Aufgaben der Ergotherapeute gehört  die Vermeidung von Stürzen, das Training der Motorik und die Anpassung von Hilfsmitteln.

Zu den Aufgaben der Ergotherapeute gehört die Vermeidung von Stürzen, das Training der Motorik und die Anpassung von Hilfsmitteln.

Ehrenamtliche Helfer/-in

Hundebesuch im Heim? Dafür sorgen oft ehren- amtliche Mitarbeiter. Auch bei Ausflügen, beim Sommerfest oder Adventskaffee helfen sie mit – für das Heim eine unverzichtbare Unterstützung. Häufig engagieren sich Angehörige der Bewohner.

Das steht dahiner: In erster Linie Zeit, Herzblut und ein Gespür für pflegebedürftige Menschen.

Freiwillige können im Heim alles machen, was keine fachliche Qualifikation voraussetzt.

Freiwillige können im Heim alles machen, was keine fachliche Qualifikation voraussetzt.

Fachliche Beratung: Thomas Knielein, Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V.; Joachim Knollmann, Heimleiter, Senioren- zentrum Bethel Bad Oeynhausen.

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