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Neurodermitis

Dieser Text informiert in Einfacher Sprache zum Thema: Neurodermitis.

24.02.2020

Was ist eine Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine Erkrankung der Haut. Bei Neurodermitis ist die Schutzfunktion der Haut gestört. Deshalb entzündet sich die Haut bei Personen mit Neurodermitis schneller. Die Haut wird dann sehr trocken. Sie ist gerötet und juckt stark.

Neurodermitis bei einem Baby

Neurodermitis ist nicht ansteckend. Aber Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung. Das bedeutet: Neurodermitis ist nicht heilbar. Trotzdem kann die Krankheit mit Medikamenten oft gut behandelt werden. Das Fachwort für Neurodermitis ist: atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem.

Neurodermitis tritt oft in Schüben auf. Das bedeutet: Die Entzündung ist für eine bestimmte Zeit sehr stark. Ebenso stark sind dann die Anzeichen der Krankheit. Aber nach einer Weile gehen die Anzeichen wieder weg. Neurodermitis beginnt oft im Säuglingsalter oder im Kleinkindalter.

Sie möchten mehr über Neurodermitis wissen? Dann können Sie sich dieses Video ansehen:

Wie kann man eine Neurodermitis erkennen?

Bei einer Neurodermitis sind bestimmte Hautstellen stark entzündet. Diese Hautstellen jucken dann. Oft ist der Juckreiz in der Nacht schlimmer als am Tag. Deshalb schlafen betroffene Personen dann schlecht und können sich tagsüber nicht konzentrieren. Die Haut ist an den betroffenen Stellen:

  • sehr trocken
  • gerötet
  • schuppig

Welche Hautstellen sind betroffen?

Je nach Alter sind unterschiedliche Hautstellen betroffen.
Bei Babys ist Neurodermitis vor allem an diesen Stellen häufig:

  • Kopf
  • Gesicht
  • Außenseite des Arms
  • Außenseite des Beins
  • in den Beugefalten. Beugefalten sind zum Beispiel hinten am Knie oder in der Armbeuge.

Babys haben oft Krusten an den betroffenen Stellen. Die Krusten entstehen durch das Kratzen.

Bei Kleinkindern und Jugendlichen ist Neurodermitis vor allem an diesen Stellen häufig:

  • in den Beugefalten der Arme und Beine
  • im Nacken
  • an den Handgelenken
  • an den Händen

Die betroffenen Hautstellen werden bei den betroffenen Kindern und Jugendlichen oft dicker und gröber. Durch das Kratzen können Krusten auf der Haut entstehen.

Bei erwachsenen Personen ist Neurodermitis vor allem an diesen Stellen häufig:

  • in den Beugefalten der Arme und Beine
  • am Nacken
  • an den Händen

Im höheren Alter kann eine Neurodermitis auch zu einer Lichenifikation führen. Dann ist die Haut sehr dick und grob. Die Haut wirkt dann wie Leder.

Eine weitere Folge von Neurodermitis können stark juckende Knötchen und Pusteln sein.

Achtung! Die betroffenen Hautstellen sind stark zerkratzt oder sogar nass? Dann können Keime oder Viren leichter in den Körper eindringen. Dort können die Keime oder Viren eine Infektion auslösen.

Sie haben sehr zerkratzte oder nasse Hautstellen? Dann gehen Sie zum Arzt.

Was sind die Ursachen einer Neurodermitis?

Die Ursachen einer Neurodermitis sind noch nicht vollständig bekannt. Experten glauben: Es gibt mehrere Gründe für eine Neurodermitis. Einer dieser Gründe ist eine genetische Veranlagung. Bestimmte Gene im Körper können eine Neurodermitis begünstigen. Personen mit diesen Genen können leichter eine Neurodermitis bekommen. Durch die Gene ist nämlich die Schutzfunktion der Haut geringer.

Hinweis! Die Veranlagung dieser Gene macht nicht direkt krank. Aber sie begünstigt die Entwicklung einer Neurodermitis.

Zusätzlich zur genetischen Veranlagung reagiert das Immunsystem einer betroffenen Person oft zu schnell. Das Immunsystem ist das Abwehrsystem des Körpers. Es reagiert dann auch auf eigentlich harmlose Reize.

Bestimmte Dinge können einen Neurodermitis-Schub auslösen. Das Fachwort für diese Auslöser ist: Trigger. Die typischen Auslöser einer Neurodermitis sind:

  • Stress
  • Kontakt mit Allergenen wie zum Beispiel Milch, Staub, Pollen oder Soja. Manche Personen vertragen bestimmte Allergene nicht. Dann kommt es zu einer Abwehrreaktion des Körpers.
  • häufiges Duschen oder Baden. Dadurch kann die Haut nämlich austrocknen.
  • bestimmte Stoffe auf der Haut wie zum Beispiel Wolle oder Schminke
  • Bakterien, Pilze oder Viren
  • extremes Klima wie zum Beispiel Kälte, Trockenheit oder Schwüle
  • Gifte in unserer Umwelt wie zum Beispiel Autoabgase, Ozon oder Tabakrauch

Was können Sie bei einer Neurodermitis tun?

Eine Neurodermitis ist nicht heilbar. Es gibt aber viele Behandlungsmöglichkeiten einer Neurodermitis. Überlegen Sie zusammen mit Ihrem Arzt: Was ist eine gute Behandlung für Sie?
Zu den möglichen Behandlungen einer Neurodermitis gehören zum Beispiel:

  • besondere Cremes gegen das Jucken und für mehr Feuchtigkeit
  • Therapien mit UV-Strahlen
  • Medikamente

Achten Sie außerdem auf diese Dinge:

  • Informieren Sie sich über Ihre Erkrankung. Es gibt Schulungen für betroffene Personen. Informieren Sie sich über die Schulungen bei Ihrer Krankenkasse oder bei Ihrem Arzt.
  • Vermeiden Sie Ihre Auslöser.
  • Kratzen Sie nicht. Dadurch entzündet sich die Haut nämlich noch mehr.
  • Achten Sie auf eine gute Pflege der Haut. Verwenden Sie dafür Cremes ohne Konservierungsstoffe und ohne Duftstoffe.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über Neurodermitis lesen? Mehr Informationen über Neurodermitis finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

Achtung: In diesem Text finden Sie nur allgemeine Informationen. Der Text ersetzt den Besuch beim Arzt nicht. Nur ein Arzt kann Ihnen genaue Informationen geben. Sie fühlen sich krank? Oder Sie haben Fragen zu einer Krankheit? Dann sollten Sie immer zum Arzt gehen.

Einfache Sprache Siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.