GPT: Glutamatpyruvattransaminase

Ein Synonym für das Enzym GPT ist die ALAT (ALT, Alaninaminotransferase)

von Dr. Christian Guht, aktualisiert am 30.03.2017
Ultraschalluntersuchung

Neben Laborwerten kann auch eine Ultraschalluntersuchung Hinweise auf Leberschäden geben


Kurz gesagt:

GPT und AL(A)T (Alaninaminotransferase) sind Bezeichnungen für ein und dasselbe Enzym, dessen Wert vor allem bei Leberschäden ansteigt. Er kann lange erhöht bleiben. Auch bei Muskelerkrankungen kann der GPT-Wert ansteigen.

Was ist GPT?

Die GPT ist ein Enzym, das der Körper benötigt, um eine Aminosäure abzubauen. Es kommt vor allem in der Leber vor, in geringerem Umfang auch im Skelett- und Herzmuskel. Besonders das Zytoplasma – die Zellflüssigkeit – der Leberzellen enthält viel GPT. Die GPT gehört somit neben der Gamma-GT (GGT) und der GOT zu den sogenannten Leberenzymen.

Wann steigt der Wert?

Gehen Leberzellen zugrunde, tritt die GPT aus ihnen aus und gelangt in das Blut. Ein erhöhter Wert im Serum weist also auf einen möglichen Leberschaden hin, etwa durch chronischen Alkoholkonsum oder durch eine Leberentzündung (Hepatitis). Auch bestimmte Medikamente belasten die Leber und können so den GPT-Wert ansteigen lassen. Da die GPT nur langsam abgebaut wird, ist ihre Auslenkung lange zu messen, auch wenn der Schaden bereits rückläufig ist.

Welcher Wert ist normal?

Der Normalwert beträgt bei Männern bis 50 U/l , bei Frauen bis 30 U/l.

Leber abtasten

Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor stark unterscheiden. Weiterhin gibt es unter Umständen starke tageszeitliche und (saisonale) jahreszeitliche Schwankungen ohne Krankheitswert. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten zu erklären. Einzelne Laborwerte alleine sind zudem meistens nicht aussagekräftig. Oft müssen sie im Zusammenhang mit anderen Werten und im zeitlichen Verlauf beurteilt werden.

Fachlich geprüft von Prof. Dr. med. Peter B. Luppa, Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München