Natascha Weihs leitet die Abteilung für Physio- und Ergotherapie der Klinik für Hand-, Fuß- und Schulterchirurgie in Bad Neustadt an der Saale. Sie ist zudem Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie

„Bewegung ist gut“, sagt Therapeutin Natascha Weihs. Auch in schmerzhaften Phasen. Dann sollte man trotzdem das vorgestellte Handtraining durchführen. „Anfangs darf es schon ein bisschen zwicken und zwacken“, so die Expertin. Allerdings sei es eventuell ratsam, die Übungen zum Kräftigen vorerst wegzulassen, bis es einem wieder besser geht.

Natascha Weihs ist  Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie und leitet die Abteilung für Physio- und Ergotherapie der Klinik für Hand-, Fuß- und Schulterchirurgie in Bad Neustadt an der Saale.

Natascha Weihs ist  Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie und leitet die Abteilung für Physio- und Ergotherapie der Klinik für Hand-, Fuß- und Schulterchirurgie in Bad Neustadt an der Saale.

Ziel des Programms: Die Hände sollen sich möglichst locker und leicht anfühlen. Auch sonst gilt es, herauszufinden, was den Fingern guttut und was nicht. „Es geht darum, die Belastungen für die einzelnen Gelenke klein zu halten“, sagt Weihs.

Also zum Beispiel die Einkäufe in einer breitgriffigen Tasche nach Hause zu tragen anstatt in einer Plastiktüte. Dann müssen sich die Endgelenke weniger stark beugen und das Gewicht wird auf eine größere Fläche verteilt. Auch Dreh- und Scherkräfte besser nur minimal einsetzen, etwa beim Öffnen einer Flasche.

Fachleute wie Ergo- und Physiotherapeuten können Betroffenen zeigen, wie sie ihre Gelenke schützen. Viele verfügen über eine zusätzliche Qualifikation zum Handtherapeuten. Vorteil für den Patienten: Er erhält seine nicht ärztlichen Behandlungen von einem einzigen Spezialisten, etwa Physiotherapien und passgenaue Schienen, die die Gelenke vorübergehend entlasten.

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Diese Übungen halten Ihre Hände gesund. Nehmen Sie sich dafür 3 Mal pro Woche 15 Minuten Zeit.

Hilfe aus der Apotheke bei Arthrose

Darüber hinaus erleichtern viele weitere Hilfsmittel die Alltagstätigkeiten. Einige gibt es in der Apotheke vor Ort. Zum Beispiel Schreib- und Anziehhilfen, lange Hebel zum Flaschenöffnen. Auch Paraffinbäder zum Händewärmen führt die Apotheke.

Weihs: „Viele Patienten profitieren von Wärme, gerade wenn es draußen kalt ist.“ Bei einem Entzündungsschub aber sollte man sein Gelenk kühlen statt wärmen. Die nötigen Hilfsmittel und Therapien verordnen Mediziner.

Doch noch ein weiterer Grund spricht dafür, sich bei neu auftretenden Gelenkbeschwerden zeitnah an einen Arzt zu wenden – vor allem wenn die kleinen Gelenke an Händen und Füßen betroffen sind: Arthrose verursacht ähnliche Symptome wie einige rheumatische Erkrankungen.

„Beim sogenannten Rheuma ist eine frühe Diagnose und Therapie wichtig“, betont Spies. Diese Erkrankungen können zu schlimmen Fehlstellungen führen. Eine frühe Behandlung mit Medikamenten kann das meist verhindern. Die gezeigten Übungen helfen übrigens auch bei Fingerbeschwerden durch Rheuma.

Hier finden Sie einen qualifizierten Handtherapeuten:

Akademie für Handrehabilitation www.akademie-fuerhandrehabilitation.de

Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie www.dahth.de

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