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Die Patch-Pumpe (Patch: engl.= Pflaster) ist eine Einmal-Insulinpumpe in der Diabetestherapie. Sie ist etwa so groß wie ein flaches halbes Ei.

Die Pumpe lässt sich mit der für maximal drei Tage jeweils benötigten Insulinmenge befüllen. Das Gerät wird auf die Haut geklebt. Ein Schlauch ist im Gegensatz zu gewöhnlichen Insulinpumpen nicht erforderlich.

Die Insulinabgabe wird über ein Steuergerät, wie etwa eine App im Smartphone, reguliert. Die Abgabe der Basalrate erfolgt kontinuierlich. Bei Mahlzeiten muss manuell ein Bolus abgegeben werden. Nach spätestens drei Tagen wird die Pumpe abgenommen und an einer anderen Stelle eine neue gesetzt.

Von Vorteil kann die Patch-Pumpe zum Beispiel für Diabetespatienten sein, die viel Sport treiben oder körperlich arbeiten. Die Patch-Pumpe ist wasserfest und muss beim Schwimmen nicht abgelegt werden. Wie bei der herkömmlichen Pumpe zahlt die Krankenkasse nur, wenn man belegen kann, dass sich die Diabetes-Einstellung dadurch bessert.

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So sieht es im Inneren einer Patch-Pumpe aus:

1. Batterien

2. Über eine Öffnung am Boden der Pumpe wird das Insulin eingefüllt.

3. Insulinreservoir

4. Pumpmechanismus

5. Die Teflonkanüle bleibt im Unterhautfettgewebe liegen.

6. Die Führungsnadel schiebt die Kanüle auf Knopfdruck unter die Haut und zieht sich wieder zurück.

Insulinpumpe

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