Der Verhütungsring ist ein Verhütungsmittel. Das bedeutet: Der Verhütungsring schützt Sie vor einer Schwangerschaft. Sie benutzen einen Verhütungsring? Dann können Sie nicht schwanger werden.

Das Bild zeigt einen Verhütungsring.

Das Bild zeigt einen Verhütungsring.

Der Verhütungsring ist ein weicher Ring aus Kunststoff. Der Durchmesser ist etwa fünf Zentimeter. Der Verhütungsring ist also ungefähr so groß wie ein kleines Armband. Sie führen den Verhütungsring in die Scheide ein.

In der Scheide gibt der Verhütungsring Hormone ab. Die Hormone im Verhütungsring heißen Östrogen und Gestagen. Diese Hormone gelangen über die Scheidenwand ins Blut. Die Hormone verhindern den Eisprung. Das bedeutet: Sie können nicht schwanger werden.

Wie wirkt der Verhütungsring?

Info Monatsblutung (auch: Regelblutung, Regel, Periode):
 Einmal im Monat bildet sich eine dicke Schleimhaut in der Gebärmutter der Frau. Diese Schleimhaut heißt: Gebärmutter-Schleimhaut. In die Gebärmutter-Schleimhaut kann sich die befruchtete Eizelle einnisten und so ein Baby entstehen.
Die Eizelle wird nach dem Eisprung nicht befruchtet? Dann wird die Gebärmutter-Schleimhaut in diesem Monat nicht gebraucht. Sie löst sich dann auf und fließt als Monatsblutung aus dem Körper hinaus. Der Kreislauf beginnt dann wieder von vorne: Es bildet sich eine neue Gebärmutter-Schleimhaut. Das nennt man auch: weiblicher Zyklus.

Während des weiblichen Zyklus produziert der Körper Geschlechtshormone. Die Geschlechtshormone sind Östrogen und Gestagen. Im Verhütungsring sind künstliche Geschlechtshormone. Die künstlichen Geschlechtshormone verändern den natürlichen Zyklus der Frau.

Sie benutzen einen Verhütungsring? Dann haben Sie keinen natürlichen Zyklus mehr. Sie haben zum Beispiel keinen Eisprung mehr. Und die Schleimhaut in Ihrer Gebärmutter baut sich nicht mehr auf. Deshalb können Sie nicht schwanger werden.

Wie verwenden Sie einen Verhütungsring?

Sie möchten einen Verhütungsring verwenden? Dann müssen Sie zuerst mit Ihrem Frauenarzt sprechen. Der Frauenarzt berät Sie. Und der Frauenarzt untersucht Sie. Erst dann entscheiden sie gemeinsam: Ist ein Verhütungsring gut geeignet für Sie?

Ein Verhütungsring ist für Sie gut geeignet? Dann erklärt der Arzt Ihnen: So verwenden Sie den Verhütungsring.

  • Führen Sie den Verhütungsring am ersten Tag Ihrer Monatsblutung in Ihre Scheide ein.
  • Entfernen Sie den Verhütungsring nach genau drei Wochen. Entsorgen Sie den Verhütungsring im Restmüll.
  • In den nächsten sieben Tagen haben Sie Ihre Monatsblutung. Während Ihrer Monatsblutung nutzen Sie keinen Verhütungsring. In Ihrem Körper befinden sich immer noch Hormone von dem Verhütungsring. Diese Hormone schützen Sie auch während Ihrer Monatsblutung vor einer Schwangerschaft.
  • Am achten Tag führen Sie einen neuen Verhütungsring in Ihre Scheide ein.

Hinweis: Der Verhütungsring stört Sie beim Geschlechtsverkehr? Dann können Sie den Verhütungsring für höchstens drei Stunden herausnehmen. Reinigen Sie den Ring mit lauwarmem Wasser. Legen Sie den Verhütungsring an einen sauberen Ort.

Was sind die Vorteile eines Verhütungsrings?

Der Verhütungsring hat verschiedene Vorteile. Zu den Vorteilen des Verhütungsring gehören zum Beispiel:

  • Sie müssen nicht jeden Tag an die Verhütung denken. Sie müssen zum Beispiel nicht jeden Tag zur gleichen Zeit die Pille nehmen.
  • Manche Frauen haben durch den Verhütungsring weniger Schmerzen während der Monatsblutung. Und manchmal ist die Monatsblutung kürzer.
  • Die Hormone vom Verhütungsring wirken über die Scheidenwand. Deshalb wirkt der Verhütungsring auch nach Erbrechen oder Durchfall.

Was sind die Nachteile eines Verhütungsrings?

Der Verhütungsring hat auch Nachteile. Zu den Nachteilen des Verhütungsrings gehören zum Beispiel:

Der Verhütungsring schützt Sie nicht vor Geschlechtskrankheiten.

Der Verhütungsring war länger als drei Stunden außerhalb der Scheide? Dann können Sie vielleicht schwanger werden. Benutzen Sie beim Geschlechtsverkehr deshalb zusätzlich ein Kondom.

  • Manchmal kommt der Verhütungsring von allein aus der Scheide. Das kann zum Beispiel bei einer Verstopfung oder einer Gebärmuttersenkung passieren. Der Verhütungsring kam von allein aus der Scheide? Dann kann der Verhütungsring nicht mehr wirken. Und dann können Sie schwanger werden.
  • Manchmal bricht der Verhütungsring. Das passiert aber nur sehr selten. Ihr Verhütungsring ist gebrochen? Dann entfernen Sie den Verhütungsring vorsichtig.
  • Mit einigen Medikamenten gibt es Wechselwirkungen. Das bedeutet: Die Medikamente können zusammen unerwünschte Folgen verursachen. Diese Wechselwirkungen stehen in der Packungsbeilage des Verhütungsrings. Oder fragen Sie Ihren Arzt nach möglichen Wechselwirkungen.

Sie haben Probleme mit dem Verhütungsring? Dann gehen Sie zu Ihrem Arzt. Ihr Arzt kann Ihnen helfen.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Die Hormone im Verhütungsring verändern die Hormone in Ihrem Körper. Dadurch können Nebenwirkungen entstehen. Nebenwirkungen des Verhütungsrings sind zum Beispiel:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Akne
  • Brustschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Ihre Scheide kann sich eher entzünden.
  • Sie haben weniger Lust auf Sex.
  • Sie haben ein größeres Risiko für eine Thrombose.
  • Stimmungsschwankungen

Hinweis: Ihre Stimmung hat sich stark verändert? Oder Sie leiden unter Depressionen? Dann sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt.

Wer darf einen Verhütungsring nicht anwenden?

Manche Frauen dürfen den Verhütungsring nicht anwenden. In folgenden Fällen dürfen Sie den Verhütungsring nicht anwenden:

  • Sie haben Thrombosen. Oder Sie hatten früher Thrombosen.
  • Sie haben eine Erkrankung an der Leber.
  • Sie haben Krebs.
  • Sie stillen.

Einer oder mehrere Punkte auf der Liste trifft auf Sie zu? Dann dürfen Sie den Verhütungsring nicht anwenden.

Wo bekommen Sie noch mehr Informationen?

Sie wollen noch mehr über den Verhütungsring lesen? Mehr Informationen über den Verhütungsring finden Sie hier. Achtung: Dieser Link führt aus unserem Einfache-Sprache-Angebot heraus. Die Informationen sind dann nicht mehr in Einfacher Sprache.

es siegel

Die Texte haben wir zusammen mit der Forschungsstelle Leichte Sprache geschrieben. Die Forschungsstelle Leichte Sprache ist an der Universität Hildesheim.

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