Wenn eine Wunde schlecht heilt oder sich ein juckender Ausschlag immer weiter ausbreitet, machen viele Menschen davon Fotos: Um sie zu teilen oder sich einen Rat einzuholen. Solche medizinischen Fotos sind aber auch für Diagnosen und Behandlungen wichtiger geworden, insbesondere im Bereich der Telemedizin. Doch nicht jedes Foto ist dafür geeignet.

Gute Aufnahmen können Ärzt:innen bei ihrer Arbeit helfen, sind sie allerdings unscharf, zu dunkel oder aus dem falschen Winkel aufgenommen, können private Fotos auch zu falschen Diagnosen führen und die Behandlung verzögern. Mediziner:innen aus England und den USA haben in der britischen Fachzeitschrift BMJ festgehalten, worauf es bei Fotos von Wunden oder der Haut ankommt.

Tipps für aussagekräftige Fotos: 1. Neutraler, heller Hintergrund. 2. Ohne Blitz fotografieren. 3. Das Smartphone gerade vor der Hautstelle platzieren. 4. Mindestens 10 Zentimeter Abstand einhalten. 5. Die hintere Kamera verwenden, nicht im Selfie-Modus fotografieren. 6. Zwei Bilder machen, um die Größenverhältnisse zu zeigen.

Tipps für aussagekräftige Fotos: 1. Neutraler, heller Hintergrund. 2. Ohne Blitz fotografieren. 3. Das Smartphone gerade vor der Hautstelle platzieren. 4. Mindestens 10 Zentimeter Abstand einhalten. 5. Die hintere Kamera verwenden, nicht im Selfie-Modus fotografieren. 6. Zwei Bilder machen, um die Größenverhältnisse zu zeigen.

Möglichst nah an der Wirklichkeit

Medizinische Fotos haben die Aufgabe, den klinischen Zustand einer bestimmten Körperstelle genau zu dokumentieren. Informationen wie Ort, Größe, Farbe, Textur und Tiefe sind dabei wichtige Elemente für eine präzise Diagnose. Als Dateiformat empfehlen die Expert:innen „jpeg“. Wo genau sich zum Beispiel eine Wunde am Körper befindet und wie groß sie ist, kann durch zwei verschiedene Fotos gezeigt werden: Ein Foto sollte daher die gesamte Körperstelle zeigen und das andere die Wunde oder den Ausschlag aus nächster Nähe.

Besonders wichtig ist außerdem, dass das Foto scharf und nicht verwackelt ist. Die Autor:innen raten deswegen mit der Kameralinse nicht näher als 10 Zentimeter an die betroffene Körperstelle heranzugehen. Auf den Zoom sollten Patient:innen lieber ganz verzichten, denn darunter leidet oft die Qualität des Bildes. Verschiedene Winkel können dagegen gut die Tiefe einer Wunde zeigen oder Schwellungen auf der Haut.

Neutraler Hintergrund und jede Menge Licht

Für ausreichend Licht sorgt auf dem Foto am besten direktes Tageslicht. Alternativ sind die Blitz-Funktion am Smartphone oder helle Lampen eine gute Option. Der Foto-Hintergrund sollte immer neutral sein, zum Beispiel eine weiße Fläche. Das hat einen wichtigen Grund: Bunte Farben, Muster oder Textilien können den Hautton auf dem Foto anders aussehen lassen, als er in Wirklichkeit ist. Auch auf zusätzliche Optimierungsfunktionen der Kamera können Patient:innen verzichten. Sie produzieren oft zu großen Datenmengen und beeinflussen ebenfalls den Hautton.

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