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Beipackzettel


QUILONUM retard Tabletten

QUILONUM retard Tabletten
Präparat:
QUILONUM retard Tabletten
PZN:
2524807
Packungsgröße:
50 Stück (N2)
Abgabeform:
Rezeptpflichtig
Darreichungsform:
Retard-Tabletten

Anbieter:

Teofarma s.r.l.
Valle Salimbene
Italien

Aktiver Wirkstoff:

  • Lithiumcarbonat (450 mg pro 1 Tablette) = Lithium-Ion (12,2 mmol pro 1 Tablette)

Sonstige Bestandteile:

  • Povidon K25
  • Maisstärke
  • Lactose-1-Wasser
  • Gelatine
  • Carmellose calcium

Weitere Bestandteile

  • Talkum
  • Calcium behenat
  • Magnesium stearat
  • Titandioxid
  • Macrogol 6000
  • Butylmethacrylat-Copolymer, basisches

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "QUILONUM retard Tabletten" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung

Wirkungsweise

Wirkungsweise beschreibt den Wirkungsmechanismus/die Wirkungsmechanismen des/der im Fertigarzneimittel enthaltenen Wirkstoffes/Wirkstoffe.
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Die Substanz ist wirksam bei psychischen Erkrankungen, vor allem bei Störungen der Gefühlslage (Manie), auch in Kombination mit anderen Neuroleptika. Weiterhin wird Lithium zur vorbeugenden Behandlung von starken Stimmungsschwankungen (manisch-depressiven Psychosen) und akuten Depressionen (Major Depressionen) eingesetzt. Ebenfalls können Patienten bei einer Therapieresistenz oder bei einer Unverträglichkeit von Antidepressiva mit Lithium behandelt werden. Daneben wird der Wirkstoff auch verwendet, um anfallsweise auftretende oder chronische Cluster-Kopfschmerzen zu lindern.
Anwendung

Anwendungsgebiete von QUILONUM retard Tabletten

- Prophylaxe von Psychosen (manisch-depressive) und Major Depressionen
- Behandlung von Manischen Episoden
- Behandlung von akuten Depressionen
- Behandlung von Cluster-Kopfschmerz
Gegenanzeigen

Gegenanzeigen von QUILONUM retard Tabletten

Beschreibt, welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen, in welchen Altersgruppen das Arzneimittel nicht eingesetzt werden sollte/darf und ob Schwangerschaft und Stillzeit gegen die Anwendung des Arzneimittels sprechen.
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Nierenversagen (akut)
- Akuter Herzinfarkt
- Stark erniedrigter Natriumgehalt des Blutes

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von QUILONUM retard Tabletten

Nebenwirkungen sind unerwünschte Wirkungen, die bei bestimmungsgemäßer Anwendung des Arzneimittels auftreten können.
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Blutbildungsstörung mit mehr weißen Blutkörperchen im Blut (Leukozytose)
- Gutartiger Kropf (Struma)
- Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
- Überfunktion der Nebenschilddrüse mit vermehrter Bildung von Parathormon
- Erhöhter Blutzuckerspiegel
- Zu hoher Kalziumspiegel im Blut
- Gewichtszunahme
- Appetitlosigkeit
- Sinnestäuschung
- Schläfrigkeit
- Gedächtnisverlust
- Zittern
- Muskelzuckungen
- Bewegungen (unwillkürlich)
- Ataxie (Störung der Bewegungskoordination)
- Bewegungsstörungen mit plötzlichen und langsamen Bewegungen (Choreoathetose)
- Herabgesetzte periphere Nervenleitungsgeschwindigkeit (sensorisch und motorisch)
- Verstärkte Sehnenreflexe
- Bewegungsstörung mit Zittern und Fallneigung
- Kurzzeitige Bewusstlosigkeit
- Krampfanfall
- Gestörte Sprechmotorik
- Koordinationsstörung
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit
- Starre
- Koma
- Geschmacksstörung
- Augenzittern
- Erhöhter Hirndruck ohne bekannte Ursache
- Gesichtsfeldausfälle
- Verschwommenes Sehen
- Herzrhythmusstörung mit verlangsamter Herzfrequenz, die vom Sinusknoten ausgeht
- Herzrhythmusstörung mit unregelmäßiger Schlagfolge
- EKG-Veränderungen
- Ödeme (Wassereinlagerungen)
- Kreislaufversagen
- Kollaps
- Niedriger Blutdruck
- Raynaud-Syndrom
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Magenschleimhautentzündung
- Exzessive Speichelproduktion
- Mundtrockenheit
- Haarausfall
- Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit Pusteln
- Haarbalgentzündung
- Juckreiz
- Verschlimmerung einer Psoriasis
- Angioneurotisches Ödem (Schwellung im Gesicht, an Lid und Lippen)
- Hautausschläge
- Überempfindlichkeit
- Muskelschwäche
- Muskelschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Erniedrigter Natriumgehalt im Blut
- Diabetes insipidus (Wasserharnruhr)
- Krankhaft gesteigerte Harnausscheidung
- Unmäßiges Trinken
- Blasenschwäche
- Nierenveränderungen (morphologisch)
- Nephritis (interstitiell)#Tubolointerstitielle Nephropathie
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Mikrozysten
- Gutartige Nierentumore
- Nierenkarzinome
- Impotenz
- Sexualstörung

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Wichtige Hinweise

Wichtige Hinweise zu QUILONUM retard Tabletten

Hinweise zu den Bereichen Allergien (betreffend Wirk- und Hilfsstoffe), Wechselwirkungen, Komplikationen mit Nahrungs- und Genussmitteln, sowie sonstige Warnhinweise.
Was sollten Sie beachten?
- Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, vor allem in höheren Dosierungen oder in Kombination mit Alkohol, beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

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Wechselwirkungen zwischen "QUILONUM retard Tabletten" und Lebens-/Genussmitteln

Bitte verzichten Sie auf übermäßigen Konsum von coffeinhaltigen Lebensmitteln und Getränken wie beispielsweise Cola, Kaffee, Kakao, Mate-Tee sowie grünem und schwarzem Tee, solange Sie das Arzneimittel einnehmen.
Dosierung und Anwendungshinweise

Dosierung von QUILONUM retard Tabletten

Wie wird das Arzneimittel dosiert?

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Für die einzelnen Dosierungsschritte stehen Arzneimittel mit verschiedenen Wirkstoffstärken zur Verfügung.

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Anwendungshinweise

Beschreibt die korrekte Anwendung des Arzneimittels und wie lange das Arzneimittel angewendet werden sollte/darf.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu krankhaft gesteigerter Harnausscheidung, unmäßigem Trinken, Durchfall, Erbrechen, Flüssigkeitsmangel, neurologischen Störungen, Muskelschwäche, erhöhter Muskelspannung, Muskelzuckungen, peripherem Nervenleiden bis hin zu einem Krampfanfall (zerebral) sowie zum Koma mit tödlichem Ausgang kommen.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Bearbeitungsstand

Bearbeitungsstand

Datum der letzten Aktualisierung
17.11.2017
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Wichtige Hinweise
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Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation, die Ihrem Medikament beiliegt, vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:  Informationsgrundlage ist das Datenangebot von ABDATA Pharma-Daten-Service