Abhängig von der Anzahl der Engstellen und ihrer Lage unterscheidet man bei Durchblutungsstörungen der Extremitäten Einetagen- von Mehretagenerkrankungen. Während bei den Einetagenerkrankungen nur ein bestimmter Gefäßabschnitt von der Verengung betroffen ist (was natürlich für alle nachfolgenden ebenfalls Konsequenzen hat), finden sich bei der Mehretagenerkrankung mehrere Engstellen oder Verschlüsse in verschiedenen Bereichen der Arterien mit entsprechend ausgeprägten Durchblutungsstörungen der Extremitäten. Die Einetagenerkrankungen im Bereich des Beins unterteilt man wiederum in drei Typen:
- Oberschenkeltyp: Etwa die Hälfte aller pAVK-Fälle betreffen die Oberschenkelarterie (Arteria femoralis). Der Puls ist in der Kniekehle und am Fuß nicht mehr tastbar. Schmerzen bestehen hauptsächlich in der Wade.
- Beckentyp: Etwa 30 Prozent der Fälle, die Verengungen liegen im Beckenbereich der Hauptschlagader. Fehlender Puls in der Leiste, Kniekehle und am Fuß, Schmerzen in Gesäß, Oberschenkel und Wade.
- Peripherer Typ: Etwa 20 Prozent der Fälle, die Verengungen befinden sich in den Arterien des Unterschenkels und Fußes. Am Fuß ist kein Puls tastbar, die Fußsohle kann schmerzen.
Verengungen der Aorta im Bauchbereich (Leriche-Syndrom) können zu Durchblutungsstörungen beider Beine mit Schmerzen im Gesäß- und Beinbereich führen, außerdem bei Männern zu Erektionsstörungen.