Was bedeutet HbA1c?
Hämoglobin (Hb), auch „roter Blutfarbstoff“ genannt, ist ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen. Es bindet Sauerstoff und ermöglicht so den Sauerstoff-Transport von der Lunge zu den Organen. Als HbA1c bezeichnet man Hämoglobin, an das sich ein Molekül Zucker (Glukose) angelagert hat.
Wie hoch darf der HbA1c-Wert sein?
Beim Gesunden sind etwa fünf Prozent der Hämoglobinmoleküle „verzuckert“, der HbA1c-Wert liegt also bei etwa 5 Prozent. In Deutschland sind allerdings etwa ein Dutzend unterschiedliche Verfahren zur Bestimmung des HbA1c-Wertes in Gebrauch. Die Normalbereiche der einzelnen Verfahren können sich stark unterscheiden, daher dürfen von verschiedenen Ärzten ermittelte Werte nicht einfach miteinander verglichen werden.
Der Referenzbereich liegt bei 4.2 - 5.9 Prozent
Achtung! Seit 2005 gibt es zwei unterschiedliche Standardisierungsverfahren mit unterschiedlichen Kalibratoren. Dadurch gibt es unterschiedliche Messergebnisse für HbA1c. Die üblichen Zielwertangaben (zum Beispiel Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft) beziehen sich auf NGSP-Werte, die daher im Labor verwendet werden. Sie sind im Mittel etwa 2 Prozent höher als die IFCC-Werte.
Zum Vergrößern des Bildes bitte auf die Lupe klicken: Zucker lagert sich an Hämoglobin (Hb) in den roten Blutkörperchen an
Warum wird der HbA1c-Wert gemessen? Der HbA1c erlaubt einen Rückschluss auf die Qualität der Blutzuckereinstellung in den letzten sechs bis acht Wochen. Dieser Zeitraum hängt mit der Lebensdauer der roten Blutkörperchen zusammen, die regelmäßig erneuert werden. Je öfter und länger die Blutzuckerwerte erhöht sind, desto höher ist der HbA1c-Wert.
Ein guter Wert bedeutet aber nicht automatisch, dass die Blutzuckerwerte überwiegend normal waren. Wenn sich erhöhte und erniedrigte Werte häufig abwechseln, kann das ebenfalls zu einem guten Mittelwert führen.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
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20.02.2006, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: Grafik: W&B/ Sallwey, PhotoDisc/RYF
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