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Trevilor retard 150mg Retardkapseln

Präparat:

Trevilor retard 150mg Retardkapseln

Darreichungsform:

Retardkapseln

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Venlafaxin (Hydrochlorid)
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Trevilor retard 150mg Retardkapseln" enthält den Wirkstoff Venlafaxin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer), Mittel gegen Depressionen und Angst.
Venlafaxin wird üblicherweise in Salzform als Venlafaxinhydrochlorid angewendet.
"Trevilor retard 150mg Retardkapseln" ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Venlafaxin gibt es in folgenden Wirkstärken und Darreichungsformen:
- Tabletten: Eine Tablette enthält 37,5 mg oder 50 mg oder 75 mg Venlafaxin.
- Retardkapseln: Eine RetardKapsel enthält 37,5 mg oder 75 mg oder 150 mg Venlafaxin.
- Retardtabletten: Eine Retardtablette enthält 37,5 mg, 75 mg, 150 mg oder 225 mg Venlafaxin.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" wird angewendet zur/bei
- Depressiven Erkrankungen, einschließlich Depressionen mit begleitenden Angstzuständen.
- Erhaltungstherapie depressiver Erkrankungen zur Verhinderung eines Rückfalls sowie Dauerbehandlung zur Verhinderung des Wiederauftretens neuer depressiver Erkrankungen.
- Generalisierte Angststörung, gekennzeichnet durch übermäßige Angst und Besorgnis bezüglich mehrerer Ereignisse oder Tätigkeiten mit Begleitsymptomen wie Unruhe, leichte Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Muskelspannung oder Schlafstörungen.
- Soziale Angststörung (soziale Phobie).
- Panikstörung, mit oder ohne Agoraphobie.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" beachten?
2.1 "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" darf nicht eingenommen werden
Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der oben aufgeführten Stoffe reagieren, dürfen Sie "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" nicht einnehmen.
Sie dürfen "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" nicht zusammen mit sogenannten MAO-Hemmern einnehmen, einer speziellen Gruppe anderer Antidepressiva. Wenn Sie bisher einen MAO-Hemmer eingenommen haben, sollten Sie mit der Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" erst beginnen, wenn seit Beendigung der MAO-Hemmer-Einnahme mindestens 14 Tage vergangen sind; bei bestimmten MAO-Hemmern (bei reversiblen, z.B. Moclobemid) kann dieser Zeitraum entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes auch kürzer sein. Wenn Sie die Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" beendet haben, sollten Sie mindestens 14 Tage warten, bevor Sie einen MAO-Hemmer einnehmen.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" ist erforderlich
Wenn einer oder mehrere der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, teilen Sie dies bitte Ihren Arzt mit, bevor Sie "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" einnehmen:
- wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, welche bei gleichzeitiger Einnahme mit "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" das Risiko erhöhen könnten, ein Serotonin-Syndrom zu entwickeln (siehe Abschnitt "Bei Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" mit anderen Arzneimitteln"),
- wenn Sie Augenerkrankungen wie bestimmte Arten eines Glaukoms (erhöhter Augeninnendruck) haben.
- wenn Ihre Vorgeschichte Bluthochdruck aufweist.
- wenn Ihre Vorgeschichte Herzbeschwerden aufweist.
- wenn Ihre Vorgeschichte Anfälle (Krämpfe) aufweist.
- wenn Ihre Vorgeschichte niedrige Natrium-Blutwerte (Hyponatriämie) aufweist.
- wenn bei Ihnen die Neigung besteht, blaue Flecken zu entwickeln oder leicht zu bluten (Blutgerinnungsstörungen in der Vorgeschichte) oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die das Blutungsrisiko erhöhen können, z.B. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Warfarin (zur Verhinderung von Blutgerinnseln).
- wenn Ihre Vorgeschichte Manie bzw. eine bipolare Störung (Gefühl, übererregt oder euphorisch zu sein) aufweist oder jemand in Ihrer Familie daran gelitten hat.
- wenn Ihre Vorgeschichte aggressives Verhalten aufweist.
"Trevilor retard 150mg Retardkapseln" kann das Gefühl der Ruhelosigkeit oder einer Unfähigkeit still zu sitzen oder zu stehen in den ersten Wochen der Behandlung hervorrufen. Sie sollten es Ihrem Arzt mitteilen, wenn dies bei Ihnen auftritt.
Wenn Sie depressiv sind und/oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind.
Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden. Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter einer Angststörung leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
Über Mundtrockenheit wird bei 10 % der mit Venlafaxin behandelten Patienten berichtet. Dies kann das Risiko für Zahnfäule (Karies) erhöhen. Daher sollten Sie besonders auf Ihre Zahnhygiene achten.
2.2.a Kinder
Venlafaxin" sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren dieses Arzneimittel verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren dieses Arzneimittel verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der dieses Arzneimittel einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen dieses Arzneimittels in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
2.2.b Ältere Patienten
Bei älteren Patienten ist nicht selten die Nierentätigkeit eingeschränkt, sodass die Ausscheidung von "Venlafaxin" verlangsamt erfolgen kann. Die erforderliche Dosis ist daher bei älteren Patienten besonders sorgfältig zu ermitteln. (Siehe Abschnitt "Patienten mit Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion" in "3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis").
2.2.c Schwangerschaft
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, vermuten, schwanger zu sein oder planen schwanger zu werden und stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" behandelt werden. Sie sollten "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" nur einnehmen, nachdem Sie den möglichen Nutzen und die möglichen Risiken für Ihr ungeborenes Kind mit Ihrem Arzt besprochen haben.
Ähnliche Arzneimittel wie dieses (sogenannte SSRI) können, wenn sie während der Schwangerschaft (insbesondere im letzten Drittel) eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.
Wenn Sie dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft einnehmen, können bei Ihrem Kind nach der Geburt weitere Beschwerden auftreten: Schlechte Nahrungsaufnahme in Verbindung mit Schwierigkeiten bei der Atmung. Wenn Sie diese Beschwerden bei Ihrem Kind nach der Geburt feststellen und Sie darüber besorgt sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt und/oder Ihre Hebamme, welcher/welche Ihnen Rat geben kann.
2.2.d Stillzeit
"Trevilor retard 150mg Retardkapseln" geht in die Muttermilch über. Es besteht das Risiko einer Wirkung auf das Kind. Sie sollten daher diese Angelegenheit mit Ihrem Arzt besprechen, der dann darüber entscheiden wird, ob Sie das Stillen beenden oder die Behandlung mit "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" beenden sollten.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach den bisher vorliegenden Erfahrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" in Einzelfällen auch bei bestimmungsgemäßer Anwendung die Fähigkeit herabsetzt, im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen auf unerwartete oder plötzliche Ereignisse schnell und gezielt genug zu reagieren. Besonders zu Beginn und auch bei plötzlicher Beendigung der Behandlung sollten Sie mit Einschränkungen Ihres Urteils- und Reaktionsvermögens rechnen. Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge, bedienen Sie keine gefährlichen elektrischen Werkzeuge oder Maschinen, bis Sie sicher sind, dass "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" Ihre Reaktionsfähigkeit nicht verschlechtert! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt! Denken Sie besonders daran, dass Alkohol oder andere beruhigende Medikamente Ihr Reaktionsvermögen zusätzlich verschlechtern können!
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Ihr Arzt sollte entscheiden, ob Sie "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen können. Beginnen oder beenden Sie die Einnahme von Arzneimitteln, einschließlich nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel, Naturheilmittel oder pflanzlicher Heilmittel nicht, bevor Sie dies mit Ihrem Arzt oder Apotheker überprüft haben.
- Monoaminooxidasehemmer, die zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Krankheit angewendet werden, dürfen nicht zusammen mit "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel innerhalb der letzten 14 Tage eingenommen haben. (MAOI: siehe Abschnitt "Was müssen Sie vor der Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" beachten?")
- Serotonin-Syndrom
Ein Serotonin-Syndrom, ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand oder Reaktionen ähnlich einem malignen Neuroleptika-Syndrom (MNS) (siehe Abschnitt "Welche Nebenwirkungen sind möglich?") kann unter Behandlung mit Venlafaxin auftreten, besonders wenn es mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird. Beispiele für solche Arzneimittel sind: Triptane (werden bei Migräne angewendet); andere Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, z.B. SNRI, SSRI, trizyklische Antidepressiva oder Arzneimittel, die Lithium enthalten; Arzneimittel, die Linezolid, ein Antibiotikum, enthalten (werden zur Behandlung von Infektionen angewendet); Arzneimittel, die Moclobemid, einen MAOI, enthalten (werden zur Behandlung einer Depression angewendet); Arzneimittel, die Sibutramin enthalten (wird bei Gewichtsreduktion angewendet); Arzneimittel, die Tramadol (ein Schmerzmittel) enthalten; Präparate, die Johanniskraut enthalten (auch Hypericum perforatum genanntes Natur-heilmittel bzw. pflanzliches Heilmittel zur Behandlung einer leichten Depression); Präparate, die Tryptophan enthalten (angewendet z.B. bei Schlafbeschwerden und Depressionen); Antipsychotika (zur Behandlung einer Erkrankung mit Symptomen wie Hören, Sehen oder Fühlen von Dingen, die nicht da sind, falschen Vorstellungen, ungewöhnlichem Misstrauen, unklarer Argumentation und Sich-Zurückziehen)
Die Anzeichen und Symptome für ein Serotonin-Syndrom können eine Kombination aus dem Folgenden beinhalten: Ruhelosigkeit, Sinnestäuschungen, Koordinationsverlust, beschleunigter Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, rasche Blutdruckänderungen, überaktive Reflexe, Durchfall, Koma, Übelkeit, Erbrechen.
In ihrer schwersten Form, kann ein Serotonin-Syndrom einem malignem Neuroleptika-Syndrom (MNS) ähneln. Anzeichen und Symptome des MNS können eine Kombination sein aus Fieber, beschleunigtem Herzschlag, Schwitzen, schwerer Muskelsteifheit, Verwirrtheit und erhöhten Muskelenzymen (nachgewiesen durch eine Blutuntersuchung).
Informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich oder gehen Sie in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses, wenn Sie meinen, dass bei Ihnen ein Serotonin-Syndrom aufgetreten ist.
Die folgenden Arzneimittel können ebenfalls mit "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" wechselwirken und sollten mit Vorsicht angewendet werden. Besonders ist es wichtig, Ihrem Arzt oder Apotheker mitzuteilen, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die die folgenden Wirkstoffe enthalten: Ketoconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen); Haloperidol oder Risperidon (zur Behandlung psychiatrischer Leiden); Metoprolol (ein Betablocker zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzbeschwerden).
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Während der Behandlung mit "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" sollte kein Alkohol getrunken werden, da durch Alkohol die Wirkung von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann.
3 Wie ist "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" einzunehmen?
Nehmen Sie "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
"Trevilor retard 150mg Retardkapseln" sollte entweder morgens oder abends zusammen mit einer Mahlzeit mit einer größeren Menge Flüssigkeit eingenommen werden, da es dann besser vertragen wird.
Die Retardkapseln sollten jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit eingenommen werden. Bitte nehmen Sie die Retardkapseln nicht im Liegen ein.Die üblichen Retardkapseln enthalten kleine Pellets (winzige Kügelchen), die den Wirkstoff langsam in den Verdauungstrakt abgeben. Ihr unlöslicher Rest wird mit dem Stuhl ausgeschieden und kann dort sichtbar sein.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt. Bei schwerwiegenderen depressiven Erkrankungen dauert die Behandlung gewöhnlich mehrere Monate. Dabei soll "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" auch nach Besserung der Symptome zur Verhinderung eines Rückfalls weiter genommen werden. Zur Verhinderung neu auftretender depressiver Erkrankungen kann es erforderlich sein,"Trevilor retard 150mg Retardkapseln" dauerhaft einzunehmen, wobei die gleichen Dosierungen angewendet werden wie bei der Anfangsbehandlung. Auch bei Patienten mit generalisierter Angststörung, sozialer Phobie oder Panikstörung kann es erforderlich sein, dass die Behandlung über mehrere Monate bzw. dauerhaft fortgeführt wird. Die Beendigung der Behandlung sollte durch eine schrittweise Verringerung der täglichen Dosis erfolgen. Bei einer Behandlungsdauer von mehr als sechs Wochen sollte sich die allmähliche Verringerung der Dosis über mindestens zwei Wochen erstrecken.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Die Dosierung und Behandlungsdauer muss von Ihrem Arzt individuell für Sie bestimmt und eingestellt werden. Ändern Sie die vom Arzt festgesetzte Dosis nicht eigenmächtig!
3.2.a Depressive Erkrankungen, soziale Phobie, generalisierte Angststörung bei Erwachsenen
Die übliche Anfangs-Dosis beträgt 75 mg täglich, in Einzel-Dosis oder auf 2 bis 3 Einzelgaben verteilt.
Falls erforderlich, kann die tägliche Dosis weiter bis auf 225 mg Venlafaxin erhöht werden. Die Dosiserhöhung kann bei Bedarf in Abständen von etwa 2 Wochen, frühestens jedoch nach 4 Tagen erfolgen.
Wenn bei depressiven Erkrankungen ein schneller Wirkungseintritt erwünscht ist, z.B. bei schwer depressiven oder stationären Patienten, beträgt die empfohlene Anfangs-Dosis 75 mg Venlafaxin bis 1 "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" 1-mal täglich. Diese Dosis kann alle 2 bis 3 Tage um 75 mg Venlafaxin bis auf 300 mg Venlafaxin gesteigert werden.
Die höchste empfohlene Tages-Dosis bei Depressionen beträgt 375 mg Venlafaxin. Die Erhaltungs-Dosis ist in Abhängigkeit vom therapeutischen Ansprechen des Patienten und der Verträglichkeit zu ermitteln. Die Dosis kann von Ihrem Arzt allmählich und, falls erforderlich, bei Depression bis auf eine maximale Dosis von 375 mg täglich erhöht werden.
3.2.b Panikstörung
Anfangs-Dosis in den ersten 4 bis 7 Tagen: 37,5 mg Venlafaxin 1-mal täglich. Danach sollte die Dosis auf 75 mg Venlafaxin täglich heraufgesetzt werden.
Bei Leber- oder Nierenproblemen
Eine andere Dosierung kann erforderlich sein. Folgen Sie bitte der Anweisung Ihres Arztes. Als allgemeine Regel gilt, dass bei Nierenfunktionsstörungen die Dosis um 25 bis 50 % gesenkt werden sollte; dialysepflichtige Patienten erhalten die halbe Dosis, die erst nach Beendigung der Dialyse einzunehmen ist. Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Lebertätigkeit wird die Dosis halbiert; bei einigen Patienten kann eine weitere Dosissenkung erforderlich sein. Als Anfangs-Dosis werden in diesen Fällen die niedriger dosierten Tabletten empfohlen.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn nach Einnahme großer Mengen "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" ein Verdacht auf eine Vergiftung vorliegt, sollte umgehend ein Arzt informiert werden.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" vergessen haben
Wenn Sie einmal die Einnahme vergessen haben und dies innerhalb von 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt bemerken, nehmen Sie die vergessene Dosis umgehend ein. Die nächste Dosis wird dann zur üblichen Tageszeit eingenommen. Wenn Sie die Einnahme für mehr als zwölf Stunden vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis wie üblich ein. Es ist dann nicht erforderlich, die vergessene Einnahme nachzuholen.
Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Dosis durch die Einnahme einer doppelten Dosis ausgleichen.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" abgebrochen wird
Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie nicht eigenmächtig die medikamentöse Behandlung, weil der Erfolg der Therapie dadurch gefährdet werden könnte.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Allergische Reaktionen
Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, brechen Sie die Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" ab. Sprechen Sie unverzüglich mit Ihrem Arzt bzw. suchen Sie die Notfallambulanz des nächstgelegenen Krankenhauses auf:
Engegefühl in der Brust, pfeifendes Atmen, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen, Anschwellen des Gesichts, des Rachens, der Hände oder Füße, Nervosität oder Angst, Schwindelgefühl, pochende Empfindungen, plötzliches Erröten der Haut und/oder Wärmegefühl, starker Ausschlag, Jucken oder Nesselsucht (erhabene rote oder blasse Hautflecken, die oft jucken), Zeichen und Symptome eines Serotonin-Syndroms, die Unruhe, Halluzinationen, Verlust der Koordination, schneller Herzschlag, erhöhte Körpertemperatur, schnelle Veränderungen des Blutdrucks, überaktive Reflexe, Durchfall, Koma, Übelkeit und Erbrechen umfassen können. In ihrer schwersten Form, kann ein Serotonin-Syndrom einem malignem Neuroleptika-Syndrom (MNS) ähneln. Anzeichen und Symptome des MNS können eine Kombination sein aus Fieber, beschleunigtem Herzschlag, Schwitzen, schwerer Muskelsteifheit, Verwirrtheit und erhöhten Muskelenzymen (nachgewiesen durch eine Blutuntersuchung).
4.1.b Andere Nebenwirkungen, die Sie Ihrem Arzt mitteilen sollten
Husten, Keuchen, Kurzatmigkeit und eine hohe Temperatur, schwarzer Stuhl (Teerstuhl) oder Blut im Stuhl, gelbe Haut oder Augen, Juckreiz oder dunkler Urin, die Symptome einer Entzündung der Leber (Hepatitis) sein können, Beschwerden des Herzens, wie beschleunigte oder unregelmäßige Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, Beschwerden der Augen, wie verschwommenes Sehen, geweitete Pupillen, Beschwerden des Nervensystems, wie Schwindelgefühl, Kribbeln (Ameisenlaufen), Bewegungsstörungen, Krämpfe oder Anfälle, psychiatrische Beschwerden, wie Hyperaktivität und Euphorie (Gefühl, ungewöhnlich übererregt zu sein), Entzugserscheinungen (siehe Abschnitt "Wie ist "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" einzunehmen?, Wenn Sie die Einnahme von "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" abbrechen").
4.1.c Vollständige Auflistung der Nebenwirkungen
4.1.c.1 Sehr häufig
Kopfschmerz, Mundtrockenheit, Schwitzen (einschließlich Nachtschweiß), Übelkeit.
4.1.c.2 Häufig
Gewichtsabnahme¸ verminderter Appetit; Verstopfung; Erbrechen; erhöhter Cholesterinspiegel, Gefühl, von sich selbst und der Wirklichkeit abgetrennt (oder abgehoben) zu sein; Nervosität; Verwirrtheit; ungewöhnliche Trauminhalte; Schlaflosigkeit, Zittern; erhöhte Muskelspannung, Kribbeln (Ameisenlaufen), Blutdruckanstieg; Hitzewallung; Herzklopfen, Häufigkeit des Wasserlassens erhöht; Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Verminderter Geschlechtstrieb; Ejakulations- und Orgasmusstörungen (beim Mann); ausbleibender Orgasmus; erektile Dysfunktion (Impotenz, Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation, z.B. verstärkte Blutung oder verstärkt unregelmäßige Blutung, Erschöpfung (Asthenie); Schwindelgefühl; Sedierung; Schüttelfrost, Verschwommenes Sehen, Gähnen.
4.1.c.3 Gelegentlich
Hautblutungen (blaue Flecken); schwarzer, teeriger Stuhl (Fäzes) oder Blut im Stuhl, was ein Anzeichen einer inneren Blutung sein kann, Zähneknirschen; unwillkürliche Muskelbewegungen, Sinnestäuschungen, Allgemeine Schwellung der Haut, vor allem im Gesicht, im Mund, auf der Zunge, im Rachen-Bereich oder an Händen und Füßen und/oder ein gesteigerter juckender Hautausschlag (Nesselsucht) können auftreten, Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht; ungewöhnlicher Haarausfall; Hautauschlag, Einschränkung der Koordination und des Gleichgewichts; Schwindelgefühl (vor allem beim zu schnellem Aufstehen); Ohnmachtsanfälle; rascher Herzschlag, Gewichtszunahme; Durchfall, Geschmacksveränderung, Teilnahmslosigkeit; gesteigerte Unruhe, Ohrgeräusche (Tinnitus), Harnverhalten, Orgasmusstörungen (bei der Frau).
4.1.c.4 Selten
Gefühl der Ruhelosigkeit oder Unfähigkeit, still zu sitzen oder stehen; Krampfanfälle; Gefühl, übererregt oder euphorisch zu sein, Unfähigkeit die Harnentleerung zu kontrollieren (Harninkontinenz).
4.1.c.5 Häufigkeit nicht bekannt
Abnahme der Anzahl der Plättchen in Ihrem Blut, was zu einem erhöhten Risiko führt, blaue Flecken zu entwickeln oder zu bluten; Erkrankungen des Blutes, wodurch das Risiko einer Infektion erhöhen sein kann; leichte Erhöhung der Leberenzymwerte im Blut; Verringerung der Natriumkonzentration im Blut Juckreiz, Gelbfärbung der Haut oder der Augen bzw. grippeähnliche Symptome, die Symptome einer Entzündung der Leber sind, Übermäßige Wassereinlagerung (bekannt als SIADH), Abnorme Milchbildung, Fieber mit Muskelstarre, Verwirrtheit oder Unruhe sowie Schwitzen, oder ruckartige Bewegungen Ihrer Muskeln, die Sie nicht beeinflussen können. Dies können Symptome eines ernsten Zustands sein, der als malignes neuroleptisches Syndrom bekannt ist, Euphorische Stimmung, Benommenheit, anhaltende schnelle Augenbewegungen, Unbeholfenheit, Ruhelosigkeit, Gefühl der Betrunkenheit, Schwitzen oder starre Muskel, die Symptome eines Serotonin-Syndroms: Orientierungslosigkeit und Verwirrung, oft von Trugbildern begleitet (Delirium), Steifigkeit, Verkrampfungen und unwillkürliche Bewegungen der Muskeln, Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, Starke Augenschmerzen und verschlechtertes oder verschwommenes Sehen, Blutdruckabfall; abnormer, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, was zur Ohnmacht führen kann, Husten, keuchendes Atmen, Kurzatmigkeit und eine erhöhte Temperatur, die Symptome einer Lungenentzündung in Verbindung mit einem Anstieg der weißen Blutkörperchen sind (pulmonale Eosinophilie), Starke Bauch- oder Rückenschmerzen (was auf ernste Darm-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsen-Beschwerden hinweisen könnte)Hautausschlag, der in starke Blasenbildung und Hautabschälung übergehen kann; Juckreiz; milder Ausschlag, Unerklärliche Muskelschmerzen, -empfindlichkeit oder -schwäche (Rhabdomyolyse), Geschwollenes Gesicht oder Zunge, Kurzatmigkeit oder Atemschwierigkeiten, oft zusammen mit Hautausschlägen (dies kann eine schwere allergische Reaktion sein), Schwindel, Aggression.
"Trevilor retard 150mg Retardkapseln" verursacht manchmal Nebenwirkungen, die Sie möglicherweise nicht erkennen, wie z.B. ein Blutdruckanstieg oder Störungen der Herzfrequenz, leichte Veränderungen der Werte der Leberenzyme, des Natrium- oder Cholesterinspiegels im Blut. Seltener kann "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" die Funktion Ihrer Blutplättchen verringern und zu einem erhöhten Risiko für Hautblutungen (blaue Flecken) und Blutungen führen. Daher möchte Ihr Arzt eventuell bei Ihnen gelegentlich Blutuntersuchungen durchführen, vor allem, wenn Sie "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" eine längere Zeit einnehmen.
Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Gruppe von Arzneimitteln behandelt wurden, beobachtet.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" aufzubewahren?
Lagern Sie "Trevilor retard 150mg Retardkapseln" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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