Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Pradaxa 110mg Hartkapseln

Präparat:

Pradaxa 110mg Hartkapseln

Darreichungsform:

Hartkapseln

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Dabigatran etexilat (mesilat)
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Pradaxa 110mg Hartkapseln" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Pradaxa 110mg Hartkapseln" enthält den Wirkstoff Dabigatranetexilat, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten direkten Thrombin-Hemmer.
Dabigatranetexilat wird üblicherweise in Salzform als Dabigatranetexilat-Mesilat angewendet.
Dabigatranetexilat wird zur Vorbeugung der Bildung von Blutgerinnseln eingesetzt. Es wirkt über die Blockade einer körpereigenen Substanz, die an der Bildung von Blutgerinnseln beteiligt ist.
Dabigatranetexilat ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Dabigatranetexilat gibt es üblicherweise als
- Hartkapseln enthaltend 75 mg oder 110 mg oder 150 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat).
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Dabigatranetexilat wird angewendet zur
- Vorbeugung der Bildung von Blutgerinnseln in den Venen nach chirurgischem Knieoder Hüftgelenksersatz,
- Vorbeugung einer Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn oder im Körper bei erwachsenen Patienten mit Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) und zusätzlichen Risikofaktoren.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" beachten?
2.1 "Pradaxa 110mg Hartkapseln" darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Dabigatranetexilat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschränkt ist.
- wenn Sie gegenwärtig bluten.
- wenn Sie an einer Erkrankung eines Körperorgans leiden, die das Risiko einer schweren Blutung erhöht.
- wenn bei Ihnen eine erhöhte Blutungsneigung besteht. Diese kann angeboren sein, aus ungeklärter Ursache auftreten oder durch andere Arzneimittel verursacht werden.
- wenn Sie eine schwer eingeschränkte Leberfunktion oder eine möglicherweise lebensbedrohliche Lebererkrankung haben.
- wenn Sie Ketoconazol oder Itraconazol einnehmen (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen).
- wenn Sie Ciclosporin oder Tacrolimus einnehmen (Arzneimittel, die die Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation verhindern).
- wenn Sie Dronedaron einnehmen. Dronedaron ist ein Arzneimittel, das Ihren unregelmässigen Herzschlag verhindern soll.
- wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, dass Sie vor der Ausbildung von Blutgerinnseln schützt (z.B. Warfarin, Rivaroxaban, Apixaban oder Heparin) außer bei einem Wechsel der blutgerinnungshemmenden Behandlung oder wenn bei Ihnen ein venöser oder arterieller Zugang vorliegt, durch den Heparin geleitet wird, um die Durchgängigkeit zu erhalten.
- wenn Sie eine künstliche Herzklappe erhalten haben.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" ist erforderlich
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie "Pradaxa 110mg Hartkapseln" einnehmen. Sie müssen gegebenenfalls auch während der Behandlung mit "Pradaxa 110mg Hartkapseln" Ihren Arzt zu Rate ziehen, wenn Sie Symptome feststellen oder operiert werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Störung oder Krankheit leiden oder gelitten haben, insbesondere wenn diese in der folgenden Liste aufgeführt ist:
- Wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden, die mit einer Veränderung der Blutwerte einhergeht, wird die Anwendung von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" nicht empfohlen.
- Wenn Sie ein erhöhtes Blutungsrisiko haben, wie möglicherweise in den folgenden Situationen:
- wenn bei Ihnen kürzlich Blutungen aufgetreten sind.
- wenn bei Ihnen im vergangenen Monat eine Biopsie (chirurgische Entnahme von Gewebe) durchgeführt worden ist.
- wenn Sie eine schwere Verletzung erlitten haben (z.B. einen Knochenbruch, eine Kopfverletzung oder jegliche Verletzung, die chirurgisch behandelt werden muss).
- wenn Sie an einer Entzündung der Speiseröhre oder des Magens leiden.
- wenn Sie an Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre leiden (Reflux-Krankheit).
- wenn Sie Arzneimittel erhalten, die das Blutungsrisiko erhöhen könnten, wie z.B. Aspirin (Acetylsalicylsäure), Clopidogrel, Ticagrelor.
- wenn Sie entzündungshemmende Arzneimittel einnehmen, wie z.B. Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam.
- wenn Sie an einer Herzentzündung (bakterielle Endokarditis) leiden.
- wenn Sie wissen, dass Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, oder Sie an Austrocknung leiden (Symptome wie Durstgefühl oder das Ausscheiden von geringen Mengen dunkel gefärbtem [konzentriertem] Urin).
- wenn Sie älter als 75 Jahre sind.
- wenn Sie nicht mehr als 50 kg wiegen.
- Wenn Sie schon einmal einen Herzanfall hatten oder bei Ihnen Erkrankungen, die das Risiko für einen Herzanfall erhöhen, festgestellt wurden.
- Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist. "Pradaxa 110mg Hartkapseln" muss dann vorübergehend abgesetzt werden, weil das Blutungsrisiko während und kurz nach einer Operation erhöht ist. Wenn möglich, sollte "Pradaxa 110mg Hartkapseln" mindestens 24 Stunden vor einer Operation abgesetzt werden. Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht, wird Ihr Arzt die Behandlung mit "Pradaxa 110mg Hartkapseln" möglicherweise noch früher absetzen.
- Wenn Sie sich einer nicht geplanten Operation unterziehen müssen. Wenn möglich, sollten zwischen der letzten Einnahme von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" und der Operation mindestens 12 Stunden liegen. Wenn die Operation nicht aufgeschoben werden kann, besteht möglicherweise ein erhöhtes Blutungsrisiko. Ihr Arzt wird das Blutungsrisiko gegen die Dringlichkeit der Operation abwägen.
- Wenn bei Ihnen ein Schlauch (Katheter), in den Rücken eingeführt wird: Es besteht die Möglichkeit, dass ein Schlauch in Ihren Rücken eingeführt wird, z.B. für eine Narkose oder zur Schmerzlinderung während oder nach der Operation. Falls Ihnen "Pradaxa 110mg Hartkapseln" gegeben wird, nachdem der Katheter entfernt wurde, wird Ihr Arzt Sie regelmäßig untersuchen.
- Wenn Sie während der Behandlung stürzen oder sich verletzen, besonders wenn Sie sich den Kopf stoßen, begeben Sie sich bitte sofort in medizinische Behandlung. Sie müssen gegebenenfalls von einem Arzt untersucht werden, da möglicherweise ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht.
Hinweis: Der Farbstoff Gelborange S (E 110), ein möglicher Bestandteil der handelsüblichen Hartkapseln, kann allergische Reaktionen hervorrufen.
2.2.a Kinder
Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. "Pradaxa 110mg Hartkapseln" wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit.
2.2.b Ältere Patienten
Da es bei älteren Patienten (> 75 Jahren) häufig zu einer Einschränkung der Nierenfunktion kommen kann, sollte vor dem Beginn einer Behandlung die Nierenfunktion durch die Bestimmung der Kreatinin-Clearance überprüft werden, um Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (d. h. CrCl < 30 ml/min) auszuschließen.
2.2.c Schwangerschaft
Die Wirkungen von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" auf die Schwangerschaft und das ungeborene Kind sind nicht bekannt. Sie sollten "Pradaxa 110mg Hartkapseln" nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt teilt Ihnen mit, dass dies unbedenklich ist. Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, sollten Sie vermeiden, schwanger zu werden, während Sie "Pradaxa 110mg Hartkapseln" einnehmen.
2.2.d Stillzeit
Sie sollten nicht stillen, während Sie "Pradaxa 110mg Hartkapseln" einnehmen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Wirkung von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen ist nicht bekannt. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie wieder ein Fahrzeug führen dürfen.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker insbesondere, wenn Sie folgende Mittel anwenden:
- Arzneimittel, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Warfarin, Phenprocoumon, Heparin, Clopidogrel, Prasugrel, Ticagrelor, Rivaroxaban)
- entzündungshemmende und schmerzstillende Arzneimittel (z.B. Acetylsalicylsäure)
- Johanniskraut (pflanzliches Arzneimittel gegen Depressionen)
- Antidepressiva (hier: selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer oder selektive Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahme-Hemmer)
- Rifampicin oder Clarithromycin (Antibiotika)
- Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol), ausgenommen Arzneimittel gegen Pilzinfektionen zur Anwendung auf der Haut
- Arzneimittel, die die Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation verhindern (z.B. Tacrolimus, Ciclosporin)
- antivirale Arzneimittel gegen AIDS (z.B. Ritonavir)
- Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (z.B. Carbamazepin, Phenytoin)
- Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (z.B. Amiodaron, Dronedaron, Chinidin oder Verapamil):
2.3.a Zur Vorbeugung von Blutgerinnseln nach chirurgischem Knie- oder Hüftgelenksersatz
Wenn Sie ein Amiodaron, Chinidin oder Verapamil enthaltendes Arzneimittel einnehmen, sollten Sie mit einer reduzierten Tages-Dosis von 150 mg (eingenommen als 2 Kapseln zu 75 mg einmal pro Tag) behandelt werden, da bei Ihnen sonst ein höheres Blutungsrisiko besteht. Dabigatranetexilat und diese Arzneimittel sollten zum gleichen Zeitpunkt eingenommen werden.
Wenn Sie ein Verapamil enthaltendes Arzneimittel anwenden und Ihre Nierenfunktion um mehr als die Hälfte herabgesetzt ist, sollten Sie aufgrund eines erhöhten Blutungsrisikos mit einer verringerten Tages-Dosis von 75 mg behandelt werden.
2.3.b Zur Vorbeugung einer Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn oder im Körper durch Blutgerinnsel infolge von Herzrhythmusstörungen
Wenn Sie ein Verapamil enthaltendes Arzneimittel einnehmen, sollten Sie mit einer reduzierten Tages-Dosis von 220 mg (eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg zweimal pro Tag) behandelt werden, da bei Ihnen sonst ein höheres Blutungsrisiko besteht. Dabigatranetexilat und Verapamil enthaltende Arzneimittel sollten zum gleichen Zeitpunkt eingenommen werden.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
"Pradaxa 110mg Hartkapseln" kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
3 Wie ist "Pradaxa 110mg Hartkapseln" anzuwenden?
Nehmen Sie "Pradaxa 110mg Hartkapseln" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
"Pradaxa 110mg Hartkapseln" sollte unzerkaut mit Wasser zu oder unabhängig von den Mahlzeiten geschluckt werden.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
3.2.a Zur Vorbeugung einer Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn oder im Körper durch Blutgerinnsel infolge von Herzrhythmusstörungen
Die empfohlene Tages-Dosis ist 300 mg, eingenommen als z.B. 1 Kapsel zu 150 mg 2-mal täglich. Die Behandlung sollte langfristig erfolgen. Bei Unverträglichkeit sollten die Patienten angewiesen werden, sich unverzüglich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen, damit sie auf eine geeignete alternative Behandlung umgestellt werden können.
Patienten zwischen 75 und 80 Jahren sollten mit einer Tages-Dosis von 300 mg, eingenommen als 1 Kapsel zu 150 mg 2-mal täglich, behandelt werden. In Einzelfällen kann im Ermessen des Arztes bei niedrigem thromboembolischen Risiko und hohem Blutungsrisiko eine Tages-Dosis von 220 mg, eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg 2-mal täglich, in Betracht gezogen werden.
Patienten ab 80 Jahren sollten wegen des erhöhten Blutungsrisikos in dieser Patientengruppe mit einer Tages-Dosis von 220 mg, eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg 2-mal täglich, behandelt werden.
Wenn Sie ein Verapamil enthaltendes Arzneimittel einnehmen, sollten Sie mit einer reduzierten Tages-Dosis von 220 mg (eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg 2-mal pro Tag) behandelt werden, da bei Ihnen sonst ein höheres Blutungsrisiko besteht.
Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine Tages-Dosis von 220 mg verschreiben (eingenommen als 1 Kapsel zu 110 mg 2-mal pro Tag).
3.2.b Zur Vorbeugung von Blutgerinnseln nach chirurgischem Knie- oder Hüftgelenksersatz
Die übliche empfohlene Dosis beträgt 220 mg einmal pro Tag (eingenommen als 2 Kapseln zu 110 mg).
Wenn Ihre Nierenfunktion um mehr als die Hälfte herabgesetzt ist oder wenn Sie älter als 75 Jahre sind, beträgt die empfohlene Dosis 150 mg einmal pro Tag (eingenommen als 2 Kapseln zu 75 mg).
Wenn Sie ein Amiodaron, Chinidin oder Verapamil enthaltendes Arzneimittel einnehmen, beträgt die empfohlene Dosis 150 mg einmal pro Tag (eingenommen als 2 Kapseln zu 75 mg).
Wenn Sie ein Verapamil enthaltendes Arzneimittel einnehmen und Ihre Nierenfunktion um mehr als die Hälfte herabgesetzt ist, sollten Sie aufgrund eines erhöhten Blutungsrisikos mit einer verringerten Tages-Dosis von 75 mg behandelt werden.
Nach chirurgischem Kniegelenksersatz sollten Sie die Behandlung innerhalb von 1-4 Stunden nach dem Ende des Eingriffs mit einer einzelnen Kapsel beginnen. Anschließend sollten 2 Kapseln einmal pro Tag über insgesamt 10 Tage eingenommen werden.
Nach chirurgischem Hüftgelenksersatz sollten Sie die Behandlung innerhalb von 1-4 Stunden nach dem Ende des Eingriffs mit einer einzelnen Kapsel beginnen. Anschließend sollten 2 Kapseln einmal pro Tag über insgesamt 28-35 Tage eingenommen werden.
Nach beiden Operationsarten sollte die Behandlung nicht begonnen werden, wenn eine Blutung aus der Operationsstelle vorliegt. Falls die Behandlung erst am Tag nach der Operation eingeleitet werden kann, sollte diese mit 2 Kapseln 1-mal täglich begonnen werden.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Pradaxa 110mg Hartkapseln" eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" eingenommen haben, als empfohlen, können Sie ein erhöhtes Blutungsrisiko haben. Ihr Arzt kann zur Abschätzung des Blutungsrisikos einen Bluttest durchführen. Verständigen Sie Ihren Arzt so rasch wie möglich, wenn Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" eingenommen haben. Wenn es zu einer Blutung kommt, kann eine chirurgische Behandlung oder die Gabe von Bluttransfusionen erforderlich sein.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" vergessen haben
3.4.a Zur Vorbeugung von Blutgerinnseln nach chirurgischem Knie- oder Hüftgelenksersatz
Setzen Sie die Einnahme der restlichen Tagesdosen zu derselben Zeit am nächsten Tag fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
3.4.b Zur Vorbeugung einer Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn oder im Körper durch Blutgerinnsel infolge von Herzrhythmusstörungen
Eine vergessene Dosis kann bis 6 Stunden vor der nächsten vorgesehenen Dosis eingenommen werden. Eine vergessene Dosis sollte ausgelassen werden, wenn die verbleibende Zeit bis zur nächsten vorgesehenen Dosis kürzer als 6 Stunden ist. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Pradaxa 110mg Hartkapseln" abgebrochen wird
Nehmen Sie "Pradaxa 110mg Hartkapseln" genau nach Anweisung ein. Brechen Sie die Einnahme nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. Wenn die Einnahme von "Pradaxa 110mg Hartkapseln" abgebrochen wird, kann sich bei Patienten nach chirurgischem Hüft- oder Kniegelenksersatz das Risiko für eine Bildung von Blutgerinnseln erhöhen, bzw. bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen das Risiko für eine Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn oder im Körper.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Pradaxa 110mg Hartkapseln" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Da dieses Arzneimittel die Blutgerinnung beeinflusst, äußern sich die meisten Nebenwirkungen in Form von Blutergüssen oder Blutungen. Obwohl in klinischen Studien selten berichtet, können größere oder starke Blutungen auftreten. Unabhängig vom Blutungsort können diese zu Beeinträchtigungen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen oder sogar zum Tode führen. Manchmal sind diese Blutungen nicht offensichtlich erkennbar. Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt: lang anhaltende oder besonders starke Blutung, außergewöhnliches Schwächegefühl, Müdigkeit, Blässe, Schwindel, Kopfschmerzen oder eine unerklärliche Schwellung. Ihr Arzt wird dann möglicherweise entscheiden, Sie eingehender zu überwachen oder Ihnen andere Arzneimittel zu verordnen.
Nachfolgend sind die möglichen Nebenwirkungen, entsprechend der Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens, aufgeführt:
4.1.a Häufig
Nasenbluten, Magen- oder Darmblutung, Bauchschmerzen oder Magenschmerzen, häufiger weicher oder wässriger Stuhlgang, Magenverstimmung, Übelkeit, von der Norm abweichende Leberfunktionswerte.
4.1.b Gelegentlich
Blutungen (Es kann zu Blutungen aus Hämorrhoiden, in den Enddarm, unter der Haut oder im Gehirn kommen). Blutiger Husten oder blutgefärbter Auswurf, Blutung an der Stelle eines chirurgischen Schnitts, Bildung eines Blutergusses, Blut im Urin, das diesen rosa oder rot färbt, Abnahme der Anzahl der Blutplättchen im Blut, allergische Reaktion, plötzliche Veränderung der Farbe und des Aussehens der Haut, Juckreiz, Geschwür im Magen-Darm-Trakt, Entzündung der Speiseröhre und des Magens, Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre (Reflux-Krankheit), Erbrechen, Schluckbeschwerden.
4.1.c Selten
Blutung aus der Einstichstelle einer Injektion, Blutung aus der Eintrittsstelle eines Venenkatheters, Hautausschlag mit dunkelroten, erhabenen, juckenden Pusteln aufgrund einer allergischen Reaktion.
4.1.d Häufigkeit nicht bekannt (aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Schwierigkeiten beim Atmen oder keuchende Atmung.
Darüber hinaus können die folgenden Nebenwirkungen auftreten:
- Bei Vorbeugung von Blutgerinnseln nach chirurgischem Knie- oder Hüftgelenksersatz
Häufige Nebenwirkungen: Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen im Blut, Abnahme der Menge an Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) im Blut, von der Norm abweichende Leberfunktionswerte.
Gelegentliche Nebenwirkungen: es kann zu Blutungen aus Nase, Magen, Darm, Penis/Vagina oder Harntrakt (einschließlich Rosa- bis Rotfärbung des Urins), aus Hämorrhoiden, in den Enddarm, unter der Haut, in ein Gelenk, aus oder nach einer Verletzung oder nach einer Operation kommen. Bildung eines Blutergusses oder blauer Flecken nach einer Operation. Nachweis von Blut im Stuhl durch einen Labortest. Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen im Blut. Abnahme des Anteils roter Blutkörperchen im Blut. Allergische Reaktion, Erbrechen, häufiger weicher oder wässriger Stuhlgang, Übelkeit, Austritt geringer Flüssigkeitsmengen aus einem chirurgischen Schnitt nach einer Operation, Wundsekretion (Austreten von Flüssigkeit aus einer Wunde).
Seltene Nebenwirkungen: Blutungen. Blutungen können im Gehirn, aus einer Operationsstelle, aus der Einstichstelle einer Injektion oder aus der Eintrittsstelle eines Venenkatheters auftreten, blutgefärbte Absonderung aus der Eintrittsstelle eines Venenkatheters. Bluthusten oder blutiger Auswurf, Abnahme der Anzahl der Blutplättchen im Blut, Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen im Blut nach einer Operation. Schwere allergische Reaktion, die Schwierigkeiten beim Atmen oder Schwindel verursacht, schwere allergische Reaktion, die eine Schwellung von Gesicht oder Hals verursacht, Hautausschlag mit dunkelroten, erhabenen, juckenden Pusteln aufgrund einer allergischen Reaktion, plötzliche Veränderung der Farbe und des Aussehens der Haut. Juckreiz, Magen- oder Darmgeschwür, Entzündung der Speiseröhre und des Magens, Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre (Refluxkrankheit), Bauchschmerzen oder Magenschmerzen, Magenverstimmung, Schluckbeschwerden, Wundsekretion, Wundsekretion nach einer Operation.
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Schwierigkeiten beim Atmen oder keuchende Atmung.
- Bei Vorbeugung einer Verstopfung von Blutgefäßen im Gehirn oder im Körper durch Blutgerinnsel infolge von Herzrhythmusstörungen
Häufige Nebenwirkungen: es kann zu Blutungen aus Nase, Magen, Darm, Penis/Vagina oder Harntrakt (einschließlich Rosa- bis Rotfärbung des Urins) oder unter der Haut kommen, Abnahme der Anzahl roter Blutkörperchen im Blut, Bauchschmerzen oder Magenschmerzen, Magenverstimmung, häufiger weicher oder wässriger Stuhlgang, Übelkeit.
Gelegentliche Nebenwirkungen: Blutungen, es kann zu Blutungen aus Hämorrhoiden, in den Enddarm oder im Gehirn kommen, Bildung eines Blutergusses, Bluthusten oder blutiger Auswurf, Abnahme der Anzahl der Blutplättchen im Blut, Abnahme der Menge an Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) im Blut, allergische Reaktion, plötzliche Veränderung der Farbe und des Aussehens der Haut, Juckreiz, Magen- oder Darmgeschwür, Entzündung der Speiseröhre und des Magens, Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre (Reflux-Krankheit), Erbrechen, Schluckbeschwerden, von der Norm abweichende Leberfunktionswerte
Seltene Nebenwirkungen: es kann zu Blutungen in ein Gelenk, nach einer Operation, nach einer Verletzung, aus der Einstichstelle einer Injektion oder aus der Eintrittsstelle eines Venenkatheters kommen, schwere allergische Reaktion, die Schwierigkeiten beim Atmen oder Schwindel verursacht, schwere allergische Reaktion, die eine Schwellung von Gesicht oder Hals verursacht, Hautausschlag mit dunkelroten, erhabenen, juckenden Pusteln aufgrund einer allergischen Reaktion, Abnahme des Anteils roter Blutkörperchen im Blut, erhöhte Leberenzymwerte, Gelbfärbung der Haut oder der Augen (Gelbsucht).
Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Schwierigkeiten beim Atmen oder keuchende Atmung
In einer klinischen Studie gab es mehr Herzanfälle bei einer Behandlung mit "Pradaxa 110mg Hartkapseln" als bei einer Behandlung mit Warfarin. Die Gesamtzahl an Herzanfällen war niedrig.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Pradaxa 110mg Hartkapseln" aufzubewahren?
Lagern Sie "Pradaxa 110mg Hartkapseln" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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