Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten

Präparat:

Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten

Darreichungsform:

Filmtabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Mirtazapin
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" enthält den Wirkstoff Mirtazapin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Antidepressiva (Mittel gegen Depressionen).
Mirtazapin ist eine zentral wirksame Substanz, die neben ihrer antidepressiven Wirkung auch sedierende (ruhigstellende) Eigenschaften besitzt.
Mirtazapin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung eingenommen werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Mirtazapin gibt es in folgenden Wirkstärken und Darreichungsformen:
- Filmtabletten enthaltend 15 mg, 30 mg oder 45 mg Mirtazapin,
- Schmelztabletten enthaltend 15 mg, 30 mg oder 45 mg Mirtazapin,
- Lösung zum Einnehmen enthaltend 15 mg Mirtazapin in 1 ml.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" wird angewendet zur
Behandlung depressiver Erkrankungen (Episoden einer Major Depression).
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" beachten?
2.1 "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Mirtazapin oder einen der sonstigen Bestandteile von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" sind. Ist dies der Fall, müssen Sie so bald wie möglich mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie "Mirtazapin 15 mg FTA" einnehmen.
- wenn Sie sogenannte Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer) einnehmen oder vor Kurzem eingenommen haben (innerhalb der letzten zwei Wochen).
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" ist erforderlich
- Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression
Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger. Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen, wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
- Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" ist auch erforderlich
Wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder jemals hatten:
Informieren Sie vor Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" Ihren Arzt über diese Erkrankungen, so weit noch nicht geschehen,
- Krampfanfälle (Epilepsie). Wenn Sie Krampfanfälle entwickeln oder Ihre Krampfanfälle häufiger werden, beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin 15 mg FTA" und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt;
- Lebererkrankungen, einschließlich Gelbsucht. Wenn Gelbsucht auftritt, beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt;
- Nierenerkrankungen;
- Herzerkrankungen oder niedriger Blutdruck;
- Schizophrenie. Wenn psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen häufiger auftreten oder schwerwiegender werden, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt;
- Manisch-depressive Erkrankung (wechselweise Phasen der Hochstimmung/übermäßigen Aktivität und der Depression). Wenn Sie bemerken dass Sie eine Hochstimmung oder eine übermäßige Nervosität entwickeln, beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt;
- Diabetes (Sie müssen eventuell Ihre Insulin-Dosis oder die Dosis anderer Antidiabetika anpassen);
- Augenerkrankungen wie erhöhter Augeninnendruck (Glaukom);
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Urinieren), die möglicherweise auf eine Vergrößerung der Prostata zurückzuführen sind.
wenn Sie Anzeichen einer Infektion entwickeln wie unerklärlich hohes Fieber, Halsschmerzen und Geschwüre im Mund. Beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin 15 mg FTA" und wenden Sie sich zur Durchführung einer Blutuntersuchung sofort an Ihren Arzt. In seltenen Fällen können diese Symptome Anzeichen einer Störung in der Produktion von Blutzellen im Knochenmark sein. Diese Symptome sind selten; wenn sie auftreten, dann meistens nach 4-6 Behandlungswochen.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten deshalb Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.
2.2.a Kinder
"Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden, da die Wirksamkeit nicht nachgewiesen wurde. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme von Arzneimitteln dieser Klasse ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, Suizidgedanken und feindseliges Verhalten (überwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der "Mirtazapin 15 mg FTA" einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert.
Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" auf Wachstum, Reifung, kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden. Weiterhin wurde bei Behandlung mit "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" in dieser Altersklasse häufiger eine signifikante Gewichtszunahme beobachtet als bei Erwachsenen.
2.2.b Ältere Patienten
Ältere Patienten können empfindlicher auf die Nebenwirkungen von Antidepressiva reagieren.
Die empfohlene Dosis ist identisch mit der für Erwachsene empfohlenen Dosis. Wenn Sie jedoch eine Nieren- oder Lebererkrankung haben, kann Ihr Arzt die Dosis anpassen.
Um eine ausreichende Wirkung und eine sichere Anwendung zu gewährleisten, sollte die Dosis bei älteren Patienten unter engmaschiger Kontrolle erhöht werden.
2.2.c Schwangerschaft
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Die Erfahrung mit der Anwendung von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" in der Schwangerschaft ist begrenzt und lässt kein erhöhtes Risiko erkennen. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist jedoch Vorsicht geboten.
Wenn Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" einnehmen und schwanger werden oder schwanger werden möchten, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" weiter einnehmen sollen. Wenn Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" bis zur Geburt oder bis kurz vor der Geburt einnehmen, sollte bei Ihrem Kind auf mögliche Nebenwirkungen geachtet werden.
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" behandelt werden. Ähnliche Arzneimittel wie dieses (sogenannte SSRI) können, wenn sie während der Schwangerschaft (insbesondere im letzten Drittel) eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.
2.2.d Stillzeit
Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie stillen sollen, während Sie "Mirtazapin 15 mg FTA" anwenden.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
"Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" kann Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit beeinträchtigen. Stellen Sie sicher, dass Konzentration und Aufmerksamkeit nicht beeinträchtigt sind, bevor Sie ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Nehmen Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" nicht ein in Kombination mit:
- Monoaminoxidasehemmern (MAO-Hemmern). Nehmen Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" auch nicht ein in den zwei Wochen nachdem Sie die Einnahme der MAO-Hemmer beendet haben. Wenn Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" beendet haben, nehmen Sie in den folgenden zwei Wochen ebenfalls keine MAO-Hemmer ein. Zu den MAO-Hemmern gehören beispielsweise Moclobemid und Tranylcypromin (beides sind Antidepressiva) und Selegilin (wird bei der Behandlung der Parkinson-Erkrankung eingesetzt).
Vorsicht ist erforderlich bei der Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" in Kombination mit:
- Antidepressiva wie SSRIs, Venlafaxin und L-Tryptophan oder Triptane (zur Migränebehandlung), Tramadol (ein Schmerzmittel), Linezolid (ein Antibiotikum), Lithium (zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen) und Präparate mit Johanniskraut - Hypericum perforatum (ein pflanzliches Mittel gegen Depressionen). In sehr seltenen Fällen kann "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" alleine oder "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" in Kombination mit diesen Arzneimitteln zum sogenannten Serotonin-Syndrom führen. Einige der Symptome dieses Syndroms sind: unerklärliches Fieber, Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Durchfall, (unkontrollierbare) Muskelkontraktionen, Schüttelfrost, übersteigerte Reflexe, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen und Ohnmacht. Wenn bei Ihnen mehrere dieser Symptome auftreten, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt.
- dem Antidepressivum Nefazodon. Es kann die Konzentration von "Mirtazapin 15 mg FTA" in Ihrem Blut erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden. Es kann erforderlich sein, die Dosis von "Mirtazapin 15 mg FTA" zu verringern oder, wenn die Anwendung von Nefazodon beendet wird, die Dosis von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" wieder zu erhöhen.
- Arzneimittel gegen Angst oder Schlaflosigkeit wie Benzodiazepine; Arzneimittel gegen Schizophrenie wie Olanzapin; Arzneimittel gegen Allergien wie Cetirizin; Arzneimittel gegen starke Schmerzen wie Morphin. In Kombination mit diesen Arzneimitteln kann "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" die durch diese Arzneimittel verursachte Schläfrigkeit verstärken.
- Arzneimittel gegen Infektionen; Arzneimittel gegen bakterielle Infektionen (wie Erythromycin), Arzneimittel gegen Pilzinfektionen (wie Ketoconazol), Arzneimittel gegen HIV/AIDS (wie HIV-Proteasehemmer) und Arzneimittel gegen Magengeschwüre (wie Cimetidin). In Kombination mit "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" können diese Arzneimittel die Konzentration von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" in Ihrem Blut erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel anwenden. Es kann erforderlich sein, die Dosis von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" zu verringern oder, wenn die Anwendung dieser Arzneimittel beendet wird, die Dosis von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" wieder zu erhöhen.
- Arzneimittel gegen Epilepsie wie Carbamazepin und Phenytoin; Arzneimittel gegen Tuberkulose wie Rifampicin. In Kombination mit "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" können diese Arzneimittel die Konzentration von Mirtazapin in Ihrem Blut verringern. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese Arzneimittel anwenden. Es kann erforderlich sein, die Dosis von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" zu erhöhen oder, wenn die Anwendung dieser Arzneimittel beendet wird, die Dosis von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" wieder zu verringern.
- Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln wie Warfarin. "Mirtazapin 15 mg FTA" kann die Wirkungen von Warfarin auf das Blut verstärken. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden. Bei einer Kombination wird empfohlen, dass der Arzt Ihre Blutwerte sorgfältig überwacht.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Sie können sich schläfrig fühlen, wenn Sie während der Anwendung von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" Alkohol trinken. Sie sollten überhaupt keinen Alkohol trinken. Sie können "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" mit oder ohne Nahrung einnehmen.
3 Wie ist "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" einzunehmen?
Nehmen Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Einnahme
Nehmen Sie Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein.
"Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" eignet sich für die tägliche Einmalgabe. Vorzugsweise sollte die Einnahme zur gleichen Zeit als Einmal-Dosis am Abend vor dem Schlafengehen erfolgen. "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" kann auch aufgeteilt in zwei Dosen eingenommen werden (am Morgen und am Abend, die höhere Dosis sollte am Abend eingenommen werden).
Patienten mit einer depressiven Erkrankung sollten über einen ausreichend langen Zeitraum von mindestens 6 Monaten behandelt werden, um sicherzustellen, dass sie symptomfrei bleiben.
"Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" beginnt normalerweise nach 1 bis 2 Wochen zu wirken, und nach 2 bis 4 Wochen können Sie sich besser fühlen. Es ist wichtig, dass Sie in den ersten Behandlungswochen mit Ihrem Arzt über die Wirkung von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" sprechen: Sprechen Sie 2 bis 4 Wochen nachdem Sie mit der Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" begonnen haben mit Ihrem Arzt darüber, was dieses Arzneimittel bei Ihnen bewirkt hat. Wenn es Ihnen immer noch nicht besser geht, kann Ihr Arzt Ihnen eine höhere Dosis verordnen. Sprechen Sie in diesem Fall nach weiteren 2 bis 4 Wochen erneut mit Ihrem Arzt. Normalerweise müssen Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" so lange einnehmen, bis die Symptome der Depression 4-6 Monate lang nicht mehr aufgetreten sind.
Es wird empfohlen, die Behandlung mit Mirtazapin schrittweise abzusetzen, um Absetzsymptome zu vermeiden.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
3.2.a Erwachsene
Die wirksame Tages-Dosis beträgt im Regelfall zwischen 1 bis 3 Filmtabletten; die Anfangs-Dosis beträgt 1 bis 2 Filmtabletten.
3.2.b Niereninsuffizienz
Die Clearance von Mirtazapin kann bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <40 ml/min) verringert sein. Dies sollte bei der Verordnung an diese Patientengruppe berücksichtigt werden.
3.2.c Leberinsuffizienz
Die Clearance von Mirtazapin kann bei Patienten mit Leberinsuffizienz verringert sein. Dies sollte bei der Verordnung an diese Patientengruppe berücksichtigt werden, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz, da Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz nicht untersucht wurden.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" eingenommen haben, als Sie sollten,
nehmen Sie unverzüglich Kontakt mit einem Arzt auf. Die wahrscheinlichsten Anzeichen einer Über-Dosis "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" (ohne andere Arzneimittel oder Alkohol) sind Schläfrigkeit, Desorientiertheit und erhöhte Herzfrequenz.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" vergessen haben
3.4.a Wenn Sie Ihre Dosis einmal täglich einnehmen sollen
Wenn Sie die Einnahme Ihrer Dosis "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" vergessen haben, holen Sie die Einnahme nicht nach. Lassen Sie diese Dosis einfach aus. Nehmen Sie die nächste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein.
3.4.b Wenn Sie Ihre Dosis zweimal täglich einnehmen sollen
Wenn Sie die Einnahme Ihrer morgendlichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese Dosis einfach zusammen mit Ihrer abendlichen Dosis ein. Wenn Sie die Einnahme Ihrer abendlichen Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese Dosis nicht zusammen mit Ihrer nächsten morgendlichen Dosis ein. Lassen Sie diese Dosis einfach aus und fahren Sie mit Ihrer gewohnten morgendlichen und abendlichen Dosis fort. Wenn Sie die Einnahme beider Dosen vergessen haben, versuchen Sie nicht die vergessenen Einnahmen nachzuholen. Lassen Sie beide Dosen aus und fahren Sie am nächsten Tag mit Ihrer gewohnten morgendlichen und abendlichen Dosis fort.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" abgebrochen wird
Beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenn Sie die Einnahme zu früh beenden, kann Ihre Depression wieder auftreten. Sobald es Ihnen besser geht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird entscheiden, wann die Behandlung beendet werden kann.
Beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" nicht schlagartig, auch wenn Ihre Depression abgeklungen ist. Wenn Sie die Einnahme von "Mirtazapin 15 mg FTA" schlagartig beenden, kann es sein, dass Ihnen übel oder schwindelig wird, Sie unruhig oder ängstlich werden und Kopfschmerzen bekommen. Diese Symptome lassen sich vermeiden, indem das Arzneimittel schrittweise abgesetzt wird. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie die Dosis schrittweise verringert wird.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Sehr häufig
Verstärkter Appetit und Gewichtszunahme, Schläfrigkeit oder Müdigkeit, Kopfschmerzen, Trockener Mund.
4.1.b Häufig
Teilnahmslosigkeit, Schwindel, Wackeligkeit oder Zittern, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Hautausschlag (Exanthem), Gelenkschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie), Rückenschmerzen, Schwindel oder Ohnmacht bei plötzlichem Aufstehen (orthostatische Hypotonie), Schwellungen (typischerweise an Knöcheln oder Füßen) durch Wassereinlagerung (Ödeme), Müdigkeit, Lebhafte Träume, Verwirrtheit, Angst, Schlafstörungen.
4.1.c Gelegentlich
Gefühl freudiger Erregung oder Hochstimmung (Manie); beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Anomale Empfindungen in der Haut, z. B. Brennen, Stechen, Kitzeln oder Kribbeln (Parästhesie), unruhige Beine, Ohnmacht (Synkope), Taubheitsgefühl im Mund (orale Hypästhesie), niedriger Blutdruck, Albträume, Gefühl der Ruhelosigkeit, Halluzinationen, Bewegungsdrang.
4.1.d Selten
Gelbfärbung von Augen oder Haut; diese Gelbfärbung kann auf eine Störung in der Leberfunktion hinweisen (Gelbsucht); beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt. Muskelzuckungen oder Muskelkontraktionen (Myoklonus).
4.1.e Nicht bekannt
Anzeichen einer Infektion wie plötzliches und unerklärliches hohes Fieber, Halsschmerzen und Geschwüre im Mund (Agranulozytose); beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wenden Sie sich zur Blutuntersuchung sofort an Ihren Arzt.
In seltenen Fällen kann "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" zu Störungen in der Produktion von Blutzellen (Knochenmarkdepression) führen. Bei manchen Menschen sinkt die Widerstandskraft gegen Infektionen, da "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" zu einem vorübergehenden Mangel an weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie) führen kann. In seltenen Fällen kann "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" auch einen Mangel an roten und weißen Blutkörperchen sowie an Blutplättchen (aplastische Anämie), einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine Zunahme der Anzahl weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) verursachen.
Epileptischer Anfall (Krampfanfälle); beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
Eine Kombination von Symptomen wie unerklärliches Fieber, Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Durchfall, (unkontrollierbare) Muskelkontraktionen, Schüttelfrost, übersteigerte Reflexe, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen und Ohnmacht. In sehr seltenen Fällen kann es sich hierbei um Anzeichen eines Serotonin-Syndroms handeln. Beenden Sie die Einnahme von "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.
Gedanken sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen; wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie sofort ein Krankenhaus auf.
Anomale Empfindungen im Mund (orale Parästhesien), Schwellung im Mund (Mundödem), Hyponatriämie, inadäquate ADH (antidiuretische Hormon)-Sekretion; schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, bullöse Dermatitis, Erythema multiforme, toxisch epidermale Nekrolyse).
4.1.f Häufige Nebenwirkungen in klinischen Studien bei Kindern unter 18 Jahren
- Signifikante Gewichtszunahme,
- Nesselsucht,
- erhöhter Spiegel an Triglyzeriden im Blut.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie "Mirtazapin AL 15mg Filmtabletten" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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