Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten

Präparat:

Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten

Darreichungsform:

Tabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Hydrochlorothiazid
  • Lisinopril (2 H2O)
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" enthält die Wirkstoffkombination Hydrochlorothiazid und Lisinopril.
Hydrochlorothiazid ist ein Arzneimittel aus Gruppe der sogenannten Thiaziddiuretika (harntreibende Arzneimittel) und Lisinopril ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) (blutdrucksenkende Arzneimittel).
Die Wirkstoffkombination Hydrochlorothiazid und Lisinopril ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Hydrochlorothiazid und Lisinopril gibt es üblicherweise als
- Tabletten enthaltend 10 mg Lisinopril (als 10,89 mg Lisinopril-Dihydrat) oder 20 mg Lisinopril (als 21,78 mg Lisinopril-Dihydrat) und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Die Wirkstoffkombination Hydrochlorothiazid und Lisinopril wird angewendet
bei nicht-organbedingtem Bluthochdruck.
Die feste Kombination Lisinopril plus Hydrochlorothiazid ist angezeigt bei Patienten, deren Blutdruck mit Lisinopril (oder Hydrochlorothiazid) allein nicht ausreichend gesenkt werden kann. Dieses Kombinationspräparat eignet sich nicht zur Therapieeinleitung.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" beachten?
2.1 "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Lisinopril, Hydrochlorothiazid oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
- wenn Sie allergisch gegen andere ACE-Hemmer, z.B. Ramipril, oder gegen Sulfonamid-haltige Arzneimittel (hauptsächlich Antibiotika, z.B. Sulphamethoxazol) sind,
- wenn Sie allergisch gegen andere ACE-Hemmer, z.B. Ramipril, oder andere sulfonamidartige Arzneimittel sind (hauptsächlich Antibiotika, z.B. Sulfamethoxazol),
- wenn Sie infolge einer früheren Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die zur Gruppe der sogenannten ACE-Hemmer, (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) wie Ramipril gehören, bereits Schwellungen der Extremitäten, im Gesicht, im Bereich der Lippen, des Rachens, Mundes oder der Zunge (Angioödem) entwickelt haben,
- wenn Sie aus beliebigen anderen Gründen früher bereits Schwellungen der Extremitäten, im Gesicht, im Bereich der Lippen, des Rachens, Mundes oder der Zunge (Angioödem) entwickelt haben,
- wenn einer Ihrer nahen Verwandten früher bereits Schwellungen der Extremitäten, im Gesicht, im Bereich der Lippen, des Rachens, Mundes oder der Zunge (Angioödem) aufgewiesen hat,
- wenn Sie schwere Nierenprobleme haben,
- wenn Sie schwere Leberprobleme haben,
- wenn Sie kein Wasser lassen können (Anurie),
- wenn Sie schwanger sind.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" ist erforderlich
Fragen Sie vor der Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" Ihren Arzt:
- wenn Sie eine Verengung von Arterien (Atherosklerose) oder zerebrovaskuläre Probleme wie Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA, ein "Mini-Schlaganfall") aufweisen,
- wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden,
- wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, eine salzarme Ernährung einhalten oder Diuretika ("Entwässerungstabletten") einnehmen,
- wenn Sie einen gestörten Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt (Ungleichgewicht zwischen Flüssigkeit und Elektrolyten im Körper) aufweisen,
- wenn Sie eine Herzmuskelerkrankung (hypertrophe Kardiomyopathie), eine Verengung der Hauptschlagader (Aorta), die das Blut vom Herzen wegtransportiert (Aortenstenose), oder andere Formen von Herzproblemen aufweisen, die Ausflusstraktobstruktion genannt werden,
- wenn Sie sich einer LDL-Apherese unterziehen (Entfernung von Cholesterin aus dem Blutkreislauf unter Verwendung einer Maschine),
- wenn Sie sich einer Therapie zur Desensibilisierung gegen bestimmte Insektengifte unterziehen, beispielsweise bei Bienen- oder Wespenstichen,
- wenn Sie Diabetes haben,
- wenn Sie Gicht oder einen hohen Harnsäurespiegel im Blut aufweisen oder mit Allopurinol behandelt werden,
- wenn bei Ihnen ein Narkosemittel (Anästhetikum) angewendet werden muss,
- wenn Sie vor Kurzem an länger andauerndem starken Erbrechen und/oder schwerwiegendem Durchfall gelitten haben,
- wenn bei Ihnen Tests zur Kontrolle der Funktion der Nebenschilddrüsen vorgenommen werden,
- wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben oder in der Vergangenheit hatten, oder wenn Sie eine Verengung der zu den Nieren führenden Arterien (Nierenarterienverengung) aufweisen, oder wenn Sie nur noch eine funktionierende Niere haben oder Sie einer Hämodialyse unterzogen werden,
- wenn Sie eine Kollagengefäßkrankheit haben wie systemischer Lupus erythematodes (SLE) oder Sklerodermie, die mit Hautausschlägen, Schmerzen an den Gelenken und Fieber einhergehen kann,
- wenn Sie Allergien oder Asthma haben,
- wenn Sie Lithium einnehmen, welches zur Behandlung einiger psychiatrischer Erkrankungen angewendet wird,
- wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder schwanger werden könnten (siehe Abschnitte c)"Schwangerschaft" und d)"Stillzeit").
- wenn Sie mit anderen Diuretika ("Entwässerungstabletten") behandelt werden. Diese andere Behandlung sollte für 2 bis 3 Tage unterbrochen werden, bevor die Behandlung mit "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" begonnen wird.
"Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" wird in folgenden Fällen im Allgemeinen nicht empfohlen. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen:
- wenn Sie vor Kurzem einer Nierentransplantation unterzogen wurden,
- wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut aufweisen.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Sportler sind und einen Dopingtest durchführen müssen, da "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" einen Wirkstoff enthält, der bei einem Dopingtest zu positiven Ergebnissen führen kann.
"Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" kann bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe eine geringere Wirksamkeit aufweisen.
Wenn Sie während der Einnahme eines der folgenden Symptome entwickeln, informieren Sie umgehend Ihren Arzt:
- wenn Sie sich nach der 1. Dosis schwindelig fühlen. Bei einigen Patienten tritt nach der 1. Dosis oder wenn die Dosis erhöht wird ein Schwindel-, Schwäche- oder Ohnmachtsgefühl oder Übelkeit auf.
- plötzliche Schwellungen im Bereich der Lippen und im Gesicht sowie am Hals, möglicherweise auch an Händen und Füßen, oder Keuchen oder Heiserkeit. Es handelt sich bei dieser Erkrankung um ein Angioödem. Diese Erkrankung kann zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung auftreten. ACE-Hemmer führen bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe häufiger zu einem Angioödem als bei Patienten mit einer anderen Hautfarbe.
- Fieber, Halsschmerzen oder Mundgeschwüre (es kann sich dabei um Symptome einer Infektion handeln, die durch eine sinkende Zahl weißer Blutkörperchen verursacht wird)
- Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß (Gelbsucht), die Anzeichen einer Lebererkrankung sein können
- trockener Husten, der über einen längeren Zeitraum anhält. Es wurde bei der Anwendung von ACE-Hemmern über Husten berichtet; hierbei kann es sich jedoch auch um ein Symptom einer Erkrankung der oberen Atemwege handeln.
2.2.a Kinder
Die Anwendung von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.
2.2.b Ältere Patienten
Ältere oder unterernährte Patienten sollten bei der Anwendung von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" besonders vorsichtig sein.
2.2.c Schwangerschaft
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden könnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" vor einer Schwangerschaft bzw. so bald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" darf nicht mehr nach dem 3. Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.
2.2.d Stillzeit
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" wird nicht zur Anwendung bei stillenden Müttern empfohlen; Ihr Arzt kann eine andere Behandlung für Sie wählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, so lange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurde von Schwindelgefühl und Müdigkeit bei Patienten berichtet, die "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" einnehmen. Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bei sich beobachten, dürfen Sie weder Auto fahren noch Maschinen bedienen.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Sie sollten "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" nicht gleichzeitig mit den folgenden Arzneimitteln einnehmen:
- Kaliumergänzungsmittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel und kaliumsparende Diuretika
- andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck
- Anästhetika und Arzneimittel zur Behandlung psychischer Störungen oder von Depressionen, Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen, trizyklische Antidepressiva oder Beruhigungsmittel
- Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
- Schmerzmittel und entzündungshemmende Arzneimittel wie z.B. Acetylsalicylsäure (> 300 mg/Tag) oder Indometacin
- Natriumaurothiomalat (Gold), ein Arzneimittel zur Injektion bei rheumatoider Arthritis
- Sympathomimetika, Arzneimittel wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien
- Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels wie Insulin oder orale Antidiabetika
- Colestyraminharz und Colestipol, Wirkstoffe zur Senkung von Blutfettwerten
- Kortikosteroide, entzündungshemmende hormonähnliche Substanzen
- ACTH, zur Untersuchung der Funktion Ihrer Nebennieren
- Muskelrelaxanzien (z.B. Tubocurarinchlorid, Arzneimittel zur Muskelentspannung, die bei chirurgischen Eingriffen angewendet werden)
- Allopurinol, Arzneimittel zur Behandlung von Gicht
- Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen wie Cyclophosphamid oder Methotrexat
- Arzneimittel zur Hemmung des Immunsystems, Arzneimittel zur Vermeidung von Abwehrreaktionen nach Organ- oder Knochenmarktransplantationen
- Ciclosporin, Arzneimittel zur Vermeidung von Abwehrreaktionen nach Organ- oder Knochenmarktransplantationen
- herzwirksame Glykoside (z.B. Digoxin, Arzneimittel zur Kräftigung des Herzens)
- Arzneimittel, die als Nebenwirkung zu einer anormalen Reizleitung am Herzen führen wie Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen und andere Arzneimittel, beispielsweise zur Behandlung bakterieller Infektionen
- Kalziumsalze, erhöhter Kalziumspiegel im Blut
- Amphotericin B, Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen
- Abführmittel, Arzneimittel zur Förderung der Stuhlentleerung
- der Wirkstoff Carbenoxolon zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen
- Trimethoprim, ein Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen
- Lovastatin, Arzneimittel zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels
- Sotalol (ein Betablocker), das Risiko von Arrhythmien ist erhöht.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Die Aufnahme (Resorption) von Lisinopril wird durch Nahrungsaufnahme nicht beeinträchtigt. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Alkohol kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und verstärkter Alkoholwirkung kommen.
3 Wie ist "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" einzunehmen/anzuwenden?
Nehmen Sie "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
"Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" kann unabhängig von den Mahlzeiten und sollte immer zur gleichen Tageszeit, bevorzugt morgens, erfolgen. Nehmen Sie die Tabletten mit reichlich Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) ein.
Nehmen Sie die Tablette oder die halbe Tablette mit reichlich Wasser ein. Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag etwa zur selben Uhrzeit ein.
Über die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Die für Sie optimale Dosis von Lisinopril plus Hydrochlorothiazid ist von Ihren persönlichen Faktoren abhängig und wird Ihnen von Ihrem behandelnden Arzt üblicherweise erst nach vorheriger Dosiseinstellung (Dosistitration) mit den Einzelwirkstoffen (Lisinopril und Hydrochlorothiazid) empfohlen. Es ist von Seiten des Arztes aber auch möglich direkt von einer Therapie mit einem Einzelstoff (Monotherapie) auf "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" umzustellen, wenn Ihr Blutdruck durch alleinige Gabe von 10 bis 20 mg Lisinopril nicht ausreichend gesenkt werden kann.
Nach der ersten Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" kann es zu einem Blutdruckabfall kommen; dies ist häufiger bei Patienten mit Flüssigkeits- und/oder Salzmangel infolge einer vorausgegangenen Behandlung mit einem harntreibenden Arzneimittel der Fall.
3.2.a Erwachsene einschließlich älterer Patienten
Die übliche Dosis ist 1 Tablette pro Tag. Die maximale Tages-Dosis beträgt 40 mg Lisinopril und 25 mg Hydrochlorothiazid.
3.2.b Bei Nierenfunktionsstörung
Die Anwendung von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" ist kontraindiziert, wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung aufweisen. Wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, sollte Ihnen Ihr Arzt die niedrigste mögliche Dosis verschreiben und Ihre Nierenfunktion überwachen.
3.2.c Vorherige Behandlung mit Diuretika ("Entwässerungstabletten")
Wenn Sie von einem Diuretikum auf "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" umstellen, sollten Sie das Diuretikum bereits 2 bis 3 Tage vor Beginn der Einnahme dieses Arzneimittels absetzen.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie (oder eine andere Person) mehrere Tabletten zur gleichen Zeit eingenommen haben, oder wenn Sie glauben, dass ein Kind eine Tablette eingenommen hat, holen Sie umgehend medizinischen Rat ein.
Eine Über-Dosis kann zu niedrigem Blutdruck, Kreislauf-Schock, Elektrolytstörungen, Nierenversagen, Hyperventilation (schnelle Atmung, Übelkeit und Erbrechen), extrem schnellem oder langsamem Herzschlag, Palpitationen (ein Gefühl von übermäßig schnellem oder unregelmäßigem Herzschlag), Angst und Husten führen. Nehmen Sie diese Packungsbeilage, die restlichen Tabletten und die Packung zum Krankenhaus oder Arzt mit, damit das medizinische Fachpersonal weiß, welche Tabletten Sie eingenommen haben.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die nächste Dosis wieder zur gewohnten Zeit ein. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" abgebrochen wird
Bei der Behandlung von Bluthochdruck handelt es sich um eine Langzeitbehandlung und eine Unterbrechung der Behandlung sollte mit Ihrem Arzt besprochen werden. Die Unterbrechung bzw. das Absetzen der Behandlung kann zu einem erhöhten Blutdruck führen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Wenn bei Ihnen die folgende Nebenwirkungen auftreten, brechen Sie die Einnahme von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" ab und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder gehen Sie zur Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses:
- schwere allergische Reaktion, sogenanntes Angioödem (Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen der Extremitäten, im Gesicht, im Bereich der Lippen, des Mundes oder Rachens, die Schluck- oder Atembeschwerden verursachen können
Es handelt sich hierbei um eine schwerwiegende und seltene Nebenwirkung. Es kann sein, dass Sie dringend ärztliche Hilfe benötigen oder ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen.
- Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des Augenweiß)
Es handelt sich hierbei um eine potenziell schwerwiegende, aber sehr seltene Nebenwirkung, die auf eine Entzündung der Leber hinweist. Es kann sein, dass Sie dringend ärztliche Hilfe benötigen oder ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen.
"Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" führt häufig zu niedrigem Blutdruck, der mit Benommenheit und Schwächegefühl einhergehen kann. Bei einigen Patienten kann dies nach der 1. Dosis oder bei einer Dosiserhöhung auftreten. Wenn diese Symptome bei Ihnen auftreten, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden.
"Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" kann zu einer verringerten Zahl weißer Blutkörperchen führen, was eine verminderte Infektionsabwehr verursachen kann. Wenn Sie eine Infektion mit Symptomen, wie Fieber und eine schwerwiegende Verschlechterung Ihres Allgemeinzustands, oder Fieber mit lokalen Infektionssymptomen entwickeln, wie Schmerzen im Hals/Rachen/Mund oder Harnwegsprobleme, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden. Eine Blutuntersuchung wird durchgeführt, um einen möglichen Rückgang der Zahl weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) abzuklären. Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel informieren, die Sie anwenden.
Es wurde bei der Anwendung von "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" und anderen ACE-Hemmern von einem trockenen Husten berichtet, der über längere Zeit anhalten kann; hierbei kann es sich jedoch auch um ein Symptom einer Erkrankung der oberen Atemwege handeln. Wenn dieses Symptom bei Ihnen auftritt, sollten Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden.
Folgende Nebenwirkungen wurden ebenfalls berichtet:
4.1.a Häufig
Schwindelgefühl, Kopfschmerzen, plötzlicher Bewusstseinsverlust, niedriger Blutdruck, der mit Lagewechsel einhergeht (z.B. Gefühl von Benommenheit oder Schwäche beim Aufstehen/Erheben aus liegender Position), Husten (siehe Anfang dieses Abschnitts), Durchfall, Erbrechen, Nierenprobleme.
4.1.b Gelegentlich
Stimmungsschwankungen, depressive Symptome, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Schwindel, Geschmacksstörungen, Schlafstörungen, Herzinfarkt oder zerebrovaskulärer Insult ("Mini-Schlaganfall") (hauptsächlich bei Patienten mit niedrigem Blutdruck), Palpitationen (Gefühl eines schnellen bzw. äußerst starken oder unregelmäßigen Herzschlags), extrem schneller Herzschlag (Tachykardie), Raynaud-Syndrom, eine Gefäßerkrankung, die dazu führen kann, dass Finger und Zehen kribbeln, blass werden und sich dann blau und anschließend rötlich verfärben, Entzündung der Nasenschleimhaut, was zu einem Fließschnupfen führt (Rhinitis), Übelkeit, Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen, erhöhte Zahl an Enzymen und Abbauprodukten, die von der Leber produziert werden, Hautausschlag und/oder Juckreiz, Impotenz, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl, erhöhter Harnstoffspiegel im Blut, hoher Kaliumspiegel im Blut, der zu einer Herzrhythmusstörung führen kann; erhöhter Kreatininspiegel im Blut.
4.1.c Selten
Abnahme des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und der Zahl roter Blutkörperchen (Hämatokrit), geistige Verwirrtheit, Mundtrockenheit, Überempfindlichkeit/angioneurotisches Ödem (siehe Anfang dieses Abschnitts), juckende Hautausschläge, Haarausfall, verdickte Stellen roter/silbriger Haut, Nierenprobleme, Brustvergrößerung, auch bei Männern, niedriger Natriumspiegel im Blut, der zu Müdigkeit und Verwirrtheit, Muskelzuckungen, Anfällen oder Koma, aber auch zu Dehydrierung und niedrigem Blutdruck führen kann, der wiederum beim Aufstehen ein Schwindelgefühl verursachen kann
4.1.d Sehr selten
Rückgang der Zahl weißer Blutkörperchen, was die Anfälligkeit für Infektionen erhöht, Rückgang der Zahl anderer Blutzellen, beeinträchtigte Knochenmarkbildung, Erkrankung der Lymphknoten, Autoimmunerkrankung, bei der der Körper sich selbst angreift, Rückgang der Zahl roter Blutkörperchen, was zu Blässe, Schwächegefühl und Atemlosigkeit führen kann (Anämie), Hypoglykämie (niedriger Blutzuckerspiegel). Atembeschwerden, Keuchen, Entzündung der Nasennebenhöhlen, Lungenprobleme einschließlich Pneumonie, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, was schwere Schmerzen in Bauch und Rücken verursachen kann (Pankreatitis), Schwellungen im Darm, Lebererkrankungen (sehr selten wurde davon berichtet, dass bei einzelnen Patienten die unerwünschte Entwicklung einer Hepatitis zum Leberversagen fortschritt. Patienten, die eine Kombination aus Lisinopril und Hydrochlorothiazid erhalten und bei denen es zu einer Gelbsucht oder zu einem deutlichen Anstieg der Leberenzymwerte kommt, sollten die Lisinopril-Hydrochlorothiazid-Kombination absetzen und angemessen ärztlich nachbeobachtet werden.). Übermäßiges Schwitzen (Diaphorese), schwere Hauterkrankungen einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und Kombination reifer und anormal aussehender Lymphozyten in der Haut (kutanes Pseudolymphom: Es wurde von einem Symptomenkomplex berichtet, der eines oder mehrere der folgenden Symptome umfassen kann: Fieber, Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie) und Gelenkentzündungen (Arthritis), erhöhte Zahl an Antikörpern (ANA), erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit, Hautausschlag und Anstieg der Zahl weißer Blutkörperchen (Eosinophilie und Leukozytose), Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere Hautreaktionen.). Verringerte Urinproduktion.
4.1.e Nicht bekannt (Häufigkeit aufgrundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Entzündung der Speicheldrüse, erhöhter Blutzucker-, Fettsäure- oder Harnsäurespiegel, Zucker im Urin; niedriger Kaliumspiegel im Blut, der zu Muskelschwäche, Kribbeln oder Herzrhythmusstörungen führen kann; hoher Kalziumspiegel im Blut, der zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, übermäßigem Durstgefühl, übermäßigem Harndrang, Müdigkeit, Schwächegefühl und Gewichtsverlust sowie schmerzhaften und geschwollenen Gelenken führen kann, Ruhelosigkeit, Sehstörungen, nekrotisierende Vaskulitis (Entzündung von Blutgefäßen), Lichtempfindlichkeit der Haut, Hauterkrankungen mit rötlichen schuppigen Stellen an Nase und Wangen (Lupus erythematodes) - diese Erkrankung kann sich bei Patienten mit bereits bestehender Erkrankung verschlimmern; schwere allergische Reaktionen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Nierenentzündung (interstitielle Nephritis), Fieber.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Durch ACE-Hemmer ausgelöste plötzliche Gewebeschwellungen mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge (angioneurotische Ödeme) müssen sofort ärztlich behandelt werden. Sie müssen sofort ins Krankenhaus eingewiesen und mindestens 12 bis 24 Stunden lang überwacht werden.
Übermäßiger Blutdruckabfall, Gelbsucht oder Überempfindlichkeitsreaktionen können unter Umständen lebensbedrohlich werden. Informieren Sie bitte umgehend einen Arzt, falls eine dieser Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt. Nehmen Sie das Mittel auf keine Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage angegeben sind.
5 Wie ist "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie "Lisidigal HCT 10/12,5 Tabletten" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

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