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Lamictal 5 Tabletten

Präparat:

Lamictal 5 Tabletten

Darreichungsform:

Tabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Lamotrigin
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Lamictal 5 Tabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Lamictal 5 Tabletten" enthält den Wirkstoff Lamotrigin, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Antiepileptika und Antidepressiva.
Lamotrigin wirkt durch Hemmung der Signale im Gehirn, die die epileptischen Anfälle auslösen.
Lamotrigin ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Lamotrigin gibt es üblicherweise als
- Tablette oder Trinktablette enthaltend 2, 5, 25, 50, 100, 200 mg Lamotrigin.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Lamotrigin wird angewendet
1.3.a zur Behandlung bei Epilepsie
bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 13 Jahren:
- Zusatz- oder Monotherapie partieller und generalisierter Anfälle einschließlich tonisch-klonischer Anfälle
- Anfälle in Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom. Lamotrigin wird als Zusatztherapie gegeben, kann aber auch als initiales Antiepileptikum angewendet werden, um damit die Behandlung des Lennox-Gastaut-Syndroms zu beginnen.
bei Kindern und Jugendlichen von 2-12 Jahren:
- Zusatztherapie bei partiellen und generalisierten Anfällen einschließlich tonisch-klonischer Anfälle sowie bei Anfällen in Zusammenhang mit dem Lennox-Gastaut-Syndrom
- Monotherapie typischer Absencen.
Hinweise:
Die erstmalige Anwendung bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren sollte nur durch einen Neurologen oder einen Arzt, der mit der Behandlung von Epilepsien vertraut ist, erfolgen.
Die erstmalige Anwendung bei Kindern von 2 bis 11 Jahren sollte in Kliniken und Institutionen mit besonderer Erfahrung in der Behandlung von Epilepsien oder in enger Zusammenarbeit mit solchen Einrichtungen erfolgen.
1.3.b bei manisch-depressiven Erkrankungen (Patienten ab 18 Jahre)
Vorbeugendende Behandlung der depressiven Episoden bei erwachsenen Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung (bipolare Störungen; d.h. insbesondere zur Prävention depressiver Episoden bei Patienten mit sogenannten Bipolar-I-Störungen und überwiegend depressiven Episoden).
Lamotrigin ist nicht für die Akuttherapie manischer oder depressiver Episoden indiziert.
2 Was müssen Sie vor der Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" beachten?
2.1 "Lamictal 5 Tabletten" darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie allergisch gegen Lamotrigin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Falls dies auf Sie zutrifft, dann informieren Sie Ihren Arzt und nehmen Sie "Lamictal 5 Tabletten" nicht ein.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" ist erforderlich,
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie "Lamictal 5 Tabletten" einnehmen:
- wenn Sie Nierenprobleme haben
- wenn Sie jemals nach der Einnahme von Lamotrigin oder anderen Medikamenten gegen bipolare Störung oder gegen Epilepsie einen Hautausschlag hatten
- wenn Sie jemals nach der Einnahme von Lamotrigin eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hatten (lesen Sie hierzu bitte die Beschreibung dieser Symptome im Abschnitt 4: "Nebenwirkungen")
- wenn Sie bereits ein Arzneimittel einnehmen, das Lamotrigin enthält.
Falls irgendetwas davon auf Sie zutrifft, dann:
- Informieren Sie Ihren Arzt, der möglicherweise entscheidet, die Dosis zu verringern oder dass "Lamictal 5 Tabletten" nicht für Sie geeignet ist.
- Wichtige Information über potenziell lebensbedrohliche Reaktionen
Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die "Lamictal 5 Tabletten" einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell lebensbedrohlichen Hautreaktionen, die sich zu ernsten Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Dazu können das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), die toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und das Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) gehören. Sie müssen die Symptome kennen, auf die Sie achten müssen, während Sie "Lamictal 5 Tabletten" einnehmen.
Lesen Sie die Beschreibung dieser Symptome in Abschnitt 4 unter "Potenziell lebensbedrohliche Reaktionen": Nehmen Sie umgehend die Hilfe eines Arztes in Anspruch".
- Gedanken daran, sich selbst zu schädigen oder Gedanken an Selbsttötung
Antiepileptika werden angewendet, um mehrere Krankheitsbilder zu behandeln, einschließlich Epilepsie und bipolare Störung. Bei Patienten mit einer bipolaren Störung können mitunter Gedanken aufkommen, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen. Falls Sie eine bipolare Störung haben, werden Sie möglicherweise eher solche Gedanken haben:
- wenn Sie erstmals mit der Behandlung beginnen,
- wenn Sie bereits früher daran gedacht haben, sich selbst zu schädigen oder Selbsttötung zu begehen,
- wenn Sie unter 25 Jahre alt sind.
Falls Sie entsprechende beunruhigende Gedanken oder Erfahrungen haben oder merken, dass Sie sich während der Behandlung mit "Lamictal 5 Tabletten" schlechter fühlen oder dass neue Beschwerden auftreten: Gehen Sie so schnell wie möglich zum Arzt oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf.
Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika wie "Lamictal 5 Tabletten" behandelt wurden, hatten Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt solche Gedanken haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt in Verbindung.
- Wenn Sie "Lamictal 5 Tabletten" zur Behandlung der Epilepsie einnehmen
Die Anfälle im Rahmen einiger Formen der Epilepsie können sich gelegentlich verstärken oder häufiger auftreten, während Sie "Lamictal 5 Tabletten" einnehmen. Bei einigen Patienten können schwere epileptische Anfälle auftreten, die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen können. Falls während der Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" Ihre Anfälle häufiger auftreten oder es bei Ihnen zu einem schweren Anfall kommt: Suchen Sie so schnell wie möglich einen Arzt auf.
Hinweis zu sonstigen Bestandteilen: Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
2.2.a Kinder
Lamotrigin ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.
Lamotrigin darf bei Patienten unter 18 Jahren nicht zur Behandlung einer bipolaren Störung angewendet werden. Arzneimittel zur Behandlung einer Depression oder anderer psychischer Probleme erhöhen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren das Risiko von Selbsttötungsgedanken und -verhalten.
2.2.b Ältere Patienten
Bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich. Die Wirkung in dieser Altersgruppe unterscheidet sich nicht signifikant von der einer Population jüngerer Erwachsener.
2.2.c Schwangerschaft
Für Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft "Lamictal 5 Tabletten" einnahmen, kann ein erhöhtes Risiko für Geburtsfehler bestehen. Zu diesen Geburtsfehlern zählen Lippen- oder Gaumenspalten. Falls Sie planen, schwanger zu werden, oder schwanger sind, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, zusätzlich Folsäure einzunehmen.
Eine Schwangerschaft kann auch die Wirksamkeit von "Lamictal 5 Tabletten" beeinflussen, sodass eventuell Blutuntersuchungen durchgeführt werden müssen und die Dosierung von "Lamictal 5 Tabletten" eventuell angepasst wird.
Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie sollten die Behandlung nicht abbrechen, ohne mit Ihrem Arzt darüber gesprochen zu haben. Dies ist insbesondere wichtig, wenn Sie Epilepsie haben.
2.2.d Stillzeit
Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Der Wirkstoff von "Lamictal 5 Tabletten" tritt in die Muttermilch über und kann möglicherweise Ihr Baby beeinträchtigen. Ihr Arzt wird mit Ihnen über Risiken und Nutzen des Stillens während der Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" sprechen und Ihr Baby von Zeit zu Zeit untersuchen, falls Sie sich entscheiden zu stillen.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
"Lamictal 5 Tabletten" kann Schwindel und Doppeltsehen verursachen. Setzen Sie sich erst an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie Maschinen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie davon nicht betroffen sind. Wenn Sie Epilepsie haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Ihr Arzt muss wissen, ob Sie andere Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie oder psychischen Erkrankungen einnehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie die richtige Dosis von "Lamictal 5 Tabletten" einnehmen. Zu diesen Arzneimitteln zählen:
- Oxcarbazepin, Felbamat, Gabapentin, Levetiracetam, Pregabalin, Topiramat oder Zonisamid zur Behandlung der Epilepsie
- Lithium, Olanzapin oder Aripiprazol zur Behandlung psychischer Probleme
- Bupropion zur Behandlung psychischer Probleme oder zur Raucherentwöhnung
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen.
Einige Arzneimittel und "Lamictal 5 Tabletten" können sich bei gleichzeitiger Gabe gegenseitig beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass bei Patienten Nebenwirkungen auftreten. Hierzu zählen:
- Valproat zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
- Carbamazepin zur Behandlung von Epilepsie und psychischen Problemen
- Phenytoin, Primidon oder Phenobarbital zur Behandlung der Epilepsie
- Risperidon zur Behandlung von psychischen Problemen
- Rifampicin, ein Antibiotikum
- Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion mit dem Humanen-Immunodefizienz-Virus (HIV) (eine Kombination aus Lopinavir und Ritonavir oder aus Atazanavir und Ritonavir)
- hormonelle Empfängnisverhütungsmittel, z.B. die "Pille"
Hormonelle Empfängnisverhütungsmittel (wie z.B. die 'Pille') können die Wirkungsweise von "Lamictal 5 Tabletten" beeinflussen. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, ein besonderes hormonelles Empfängnisverhütungsmittel oder eine andere Empfängnisverhütungsmethode anzuwenden, wie z.B. Kondome, ein Pessar oder eine Spirale. Wenn Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel wie die 'Pille' anwenden, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise Blut abnehmen, um den Blutspiegel von "Lamictal 5 Tabletten" zu kontrollieren. Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden oder vorhaben, mit der Anwendung zu beginnen, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Methode zur Empfängnisverhütung.
Umgekehrt kann "Lamictal 5 Tabletten" auch die Wirkungsweise hormoneller Empfängnisverhütungsmittel beeinflussen, die Abnahme ihrer Wirksamkeit ist aber unwahrscheinlich. Falls Sie ein hormonelles Empfängnisverhütungsmittel anwenden und irgendwelche Veränderungen Ihrer Regelblutung, wie Zwischen- oder Schmierblutungen, bemerken. Informieren Sie Ihren Arzt, da dies Zeichen dafür sein können, dass "Lamictal 5 Tabletten" die Wirkungsweise Ihres Empfängnisverhütungsmittels beeinträchtigt.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen, die Einnahme beginnen oder beenden.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Lamotrigin kann Schwindel, Sehstörungen und Schläfrigkeit verursachen; diese Wirkungen können in Verbindung mit Alkohol bei gleichzeitiger Einnahme unvorhersehbar verstärkt werden.
Sie sollten daher während der Behandlung mit Lamotrigin den Konsum von Alkohol vermeiden.
3 Wie ist "Lamictal 5 Tabletten" einzunehmen?
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Tabletten werden unzerkaut im Ganzen mit etwas Wasser eingenommen. Es wird empfohlen, die Tabletten wenn möglich immer zur gleichen Tageszeit, unabhängig von den Mahlzeiten, einzunehmen.
Nehmen Sie immer die volle Dosis ein, die Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.
Kautabletten bzw. Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen:
Sie können entweder im Ganzen mit etwas Wasser geschluckt, gekaut oder zur Herstellung eines flüssigen Arzneimittels mit Wasser gemischt werden.
Um die Tablette zu kauen:
Möglicherweise müssen Sie gleichzeitig etwas Wasser trinken, damit sich die Tablette im Mund auflösen kann. Anschließend sollten Sie noch etwas Wasser nach trinken, um sicherzustellen, dass das Arzneimittel vollständig heruntergeschluckt wurde.
Um ein flüssiges Arzneimittel herzustellen:
- Legen Sie die Tablette in ein Glas mit mindestens so viel Wasser, dass die Tablette vollständig damit bedeckt ist.
- Rühren Sie entweder um, damit sich die Tablette auflöst, oder warten Sie, bis sich die Tablette von selbst vollständig aufgelöst hat.
- Trinken Sie die gesamte Flüssigkeit.
- Geben Sie dann noch einmal etwas Wasser in das Glas und trinken es, um sicherzustellen, dass nichts vom Arzneimittel im Glas zurückbleibt. Über die Dauer der Therapie entscheidet Ihr Arzt.
Nehmen Sie Ihre Dosis je nach Anweisung des Arztes entweder 1-mal oder 2-mal täglich ein.
Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise auch dazu raten, gleichzeitig andere Arzneimittel einzunehmen oder die Einnahme anderer Arzneimittel zu beenden. Das hängt davon ab, welche Krankheit bei Ihnen behandelt wird und wie Sie auf die Behandlung ansprechen.
3.2 Dosierung
Die für den Behandlungsbeginn und für die anschließende Dosissteigerung empfohlenen Dosen sollten aufgrund des Risikos, dass Hautausschläge auftreten, nicht überschritten werden. Wenn die berechnete Dosis (z.B. in der Anwendung bei Kindern oder bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion) nicht in ganzen Tabletten verabreicht werden kann, soll die nächst niedrigere Dosis, die in ganzen Tabletten gegeben werden kann, eingenommen werden.
Es kann einige Zeit dauern, die für Sie richtige Dosis zu finden. Sie ist davon abhängig:
- wie alt Sie sind,
- ob Sie dieses Arzneimittel zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen,
- ob Sie Nieren- oder Leberprobleme haben.
Ihr Arzt wird Ihnen zu Beginn eine niedrige Dosis verordnen und diese über einige Wochen schrittweise erhöhen, bis die für Sie wirksame Dosis erreicht ist. Nehmen Sie niemals mehr ein, als Ihr Arzt Ihnen verordnet hat.
3.2.a Monotherapie bei Epilepsie
3.2.a.1 Erwachsene und Kinder ab 13 Jahren
Die übliche wirksame Dosis liegt zwischen 100 mg und 400 mg pro Tag.
Im Rahmen der Monotherapie beträgt die Anfangs-Dosis in den ersten 2 Wochen 25 mg Lamotrigin 1-mal täglich. Anschließend werden, ebenfalls über einen Zeitraum von 2 Wochen, 50 mg Lamotrigin 1-mal täglich eingenommen.
Ab Woche 5 sollte die Dosis alle 1 bis 2 Wochen um maximal 50 mg bis 100 mg Lamotrigin erhöht werden, bis der gewünschte Therapieeffekt erreicht ist. Die Erhaltungs-Dosis liegt üblicherweise bei 100 mg bis 200 mg pro Tag, die entweder 1-mal täglich oder aufgeteilt in 2 Einzeldosen eingenommen wird. In klinischen Untersuchungen waren bei einigen Patienten Dosen bis zu 500 mg Lamotrigin pro Tag erforderlich, um den gewünschten Therapieeffekt zu erzielen.
3.2.a.2 Kinder von 2 bis 12 Jahren
Die wirksame Dosis hängt vom jeweiligen Körpergewicht des Kindes ab. Üblicherweise liegt sie zwischen 1 mg und 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht des Kindes und Tag mit einer maximalen Erhaltungs-Dosis von 200 mg/Tag. Lamotrigin ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.
3.2.b Kombinationsbehandlung der Epilepsie, auch bei Kindern
Bitte wenden Sie Lamotrigin genau entsprechend den speziellen Anweisungen und in der Dosierung an, die Ihr Arzt angeordnet hat.
3.2.c Vorbeugende Behandlung manisch-depressiver Episoden bei Erwachsenen
Bitte wenden Sie Lamotrigin genau entsprechend den Anweisungen und in der Dosierung an, die Ihr Arzt angeordnet hat.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Lamictal 5 Tabletten" eingenommen haben, als Sie sollten
Suchen Sie einen Arzt oder die nächstgelegene Notaufnahmestation im Krankenhaus auf. Falls möglich, zeigen Sie die "Lamictal 5 Tabletten"-Packung vor. Wenn Sie zu viel "Lamictal 5 Tabletten" einnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie unter schwerwiegenden Nebenwirkungen leiden, die bis zum Tod führen können.
Bei Patienten, die zu große Mengen an "Lamictal 5 Tabletten" eingenommen hatten, traten einige der folgenden Beschwerden auf:
- rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
- unbeholfene Bewegungen und fehlende Abstimmung der Bewegungsabläufe (Koordinationsstörungen), die das Gleichgewicht beeinträchtigen (Ataxie)
- Herzrhythmusstörungen (normalerweise im Elektrokardiogramm (EKG) festgestellt)
- Bewusstseinsverlust, Anfälle (Krampfanfälle) oder Koma.
3.4 Wenn Sie die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Lamotrigin ist zum nächsten Einnahmezeitpunkt weiter so einzunehmen, wie es vom Arzt verordnet wurde.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wie Sie die Behandlung wieder beginnen und fortsetzen sollen. Es ist wichtig, dass Sie dies befolgen.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Lamictal 5 Tabletten" abgebrochen wird
Brechen Sie die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" nicht ohne ärztlichen Rat ab. "Lamictal 5 Tabletten" muss so lange eingenommen werden, wie es Ihr Arzt Ihnen empfiehlt. Brechen Sie die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt rät es Ihnen.
3.5.a Wenn Sie "Lamictal 5 Tabletten" wegen Epilepsie einnehmen
Um die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" zu beenden, ist es wichtig, dass die Dosis über etwa 2 Wochen schrittweise verringert wird. Wenn Sie die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" plötzlich beenden, kann Ihre Epilepsie erneut auftreten oder sich verschlimmern.
3.5.b Wenn Sie "Lamictal 5 Tabletten" wegen einer bipolaren Störung einnehmen
Es kann einige Zeit dauern, bis "Lamictal 5 Tabletten" seine Wirkung entfaltet, sodass Sie sich wahrscheinlich nicht sofort besser fühlen. Wenn Sie die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" beenden, muss Ihre Dosis nicht schrittweise verringert werden. Dennoch sollten Sie erst mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" beenden möchten.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Lamictal 5 Tabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
- Potenziell lebensbedrohliche Reaktionen
Nehmen Sie umgehend die Hilfe eines Arztes in Anspruch. Bei einer kleinen Anzahl von Patienten, die "Lamictal 5 Tabletten" einnehmen, kommt es zu allergischen Reaktionen oder potenziell lebensbedrohlichen Hautreaktionen, die sich zu ernsten Problemen entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Diese Symptome treten eher während der ersten paar Monate der Behandlung mit "Lamictal 5 Tabletten" auf, insbesondere wenn die Anfangs-Dosis zu hoch ist, wenn die Dosis zu schnell gesteigert wird oder wenn "Lamictal 5 Tabletten" mit einem anderen Arzneimittel namens Valproat eingenommen wird. Einige der Symptome treten häufiger bei Kindern auf, weshalb die Eltern auf sie besonders Acht geben sollten. Zu den Anzeichen und Beschwerden dieser Reaktionen zählen:
- Hautausschläge oder Rötung, welche sich zu lebensbedrohlichen Hautreaktionen entwickeln können, einschließlich ausgedehntem Ausschlag mit Blasen und sich abschälender Haut, insbesondere um Mund, Nase, Augen und Genitalbereich (Stevens-Johnson-Syndrom), ausgeprägtes Abschälen der Haut (mehr als 30 % der Körperoberfläche - toxische epidermale Nekrolyse) oder ausgedehnten Ausschlägen mit Beteiligung der Leber, des Blutes und anderer Körperorgane (Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen, auch bekannt als Hypersensitivitäts-Syndrom)
- Geschwüre in Mundraum, Rachen, Nase oder Genitalbereich
- eine Entzündung von Mund oder rote oder geschwollene, entzündete Augen (Konjunktivitis)
- erhöhte Körpertemperatur (Fieber), grippeähnliche Symptome oder Benommenheit
- Schwellungen im Gesicht oder geschwollene Drüsen in Hals, Achselhöhlen oder Leistengegend
- unerwartete Blutungen oder blaue Flecken oder Blaufärbung der Finger
- eine Halsentzündung oder häufigere Infektionen (z.B. Erkältungen) als üblich
- erhöhte Leberenzymwerte in Blutuntersuchungen
- ein Anstieg einer bestimmten Art von weißen Blutkörperchen (Eosinophilen)
- vergrößerte Lymphknoten
- Beteiligung von Körperorganen einschließlich der Leber und Nieren.
In vielen Fällen sind diese Beschwerden Zeichen weniger schwerwiegender Nebenwirkungen. Aber Ihnen muss bewusst sein, dass sie möglicherweise auch lebensbedrohlich verlaufen können und sich zu ernsten Problemen, wie Organversagen, entwickeln können, wenn sie nicht behandelt werden. Wenn Sie irgendwelche dieser Beschwerden bei sich bemerken:
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Er wird möglicherweise entscheiden, Leber-, Nieren oder Blutuntersuchungen durchzuführen, und eventuell anordnen, die Einnahme von "Lamictal 5 Tabletten" zu beenden. Falls Ihr Arzt ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxische epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung von "Lamictal 5 Tabletten" bei Ihnen feststellt, wird er Ihnen sagen, dass Sie Lamotrigin nie wieder einnehmen dürfen.
4.1.a Sehr häufige Nebenwirkungen
Kopfschmerzen, Hautausschlag.
4.1.b Häufige Nebenwirkungen
Aggressivität oder Reizbarkeit, Schläfrigkeit oder Benommenheit, Schwindelgefühl, Schütteln oder Zittern (Tremor), Schlafstörungen (Insomnie), Ruhelosigkeit, Durchfall, Mundtrockenheit, Übelkeit (Nausea) oder Erbrechen (Vomitus), Müdigkeit, Schmerzen in Rücken, Gelenken oder anderswo.
4.1.c Gelegentliche Nebenwirkungen
Unbeholfene Bewegungen und Koordinationsstörung (Ataxie), Doppeltsehen oder Verschwommensehen.
4.1.d Seltene Nebenwirkungen
Eine lebensbedrohliche Hautreaktion (Stevens-Johnson-Syndrom): eine Gruppe von gemeinsam auftretenden Symptomen, einschließlich: Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und extreme Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht. Dies kann durch eine Entzündung der Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben, verursacht werden (Meningitis). Diese Symptome gehen normalerweise ganz zurück, so bald die Behandlung beendet wird. Bleiben die Symptome jedoch bestehen oder werden sie schlimmer, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
- rasche, unkontrollierbare Augenbewegungen (Nystagmus)
- juckende Augen mit Schleimabsonderung und verkrusteten Augenlidern (Bindehautentzündung).
4.1.e Sehr seltene Nebenwirkungen
Eine lebensbedrohliche Hautreaktion (toxische epidermale Nekrolyse), Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), erhöhte Körpertemperatur (Fieber), Schwellungen im Gesicht (Ödeme) oder geschwollene Drüsen am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leistengegend (Lymphadenopathie).
Veränderungen der Leberfunktion, die durch Blutuntersuchungen festgestellt werden, oder Leberversagen.
Eine schwerwiegende Blutgerinnungsstörung, die unerwartete Blutungen und blaue Flecken hervorrufen kann (disseminierte intravaskuläre Gerinnung). Veränderungen des Blutbildes, einschließlich verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen (Anämie), verminderte Anzahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie, Agranulozytose), verminderte Anzahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verminderte Anzahl all dieser Blutzellen (Panzytopenie) und eine als aplastische Anämie bezeichnete Erkrankung des Knochenmarks.
Halluzinationen ('Sehen' oder 'Hören' von Dingen, die nicht wirklich da sind), Verwirrtheit, "wackliger" oder unsicherer Gang beim Umherlaufen, unkontrollierbare Körperbewegungen (Tics), unkontrollierbare Muskelkrämpfe, die Augen, Kopf und Rumpf betreffen (Choreoathetose), oder andere ungewöhnliche Körperbewegungen wie Ruckeln, Schütteln oder Steifigkeit, Zunahme der Anfälle bei Patienten, die bereits eine Epilepsie haben, Verschlimmerung der Beschwerden einer bereits bestehenden Parkinson-Krankheit, Lupus-ähnliche Reaktionen (zu den Symptomen gehören: Rücken- oder Gelenkschmerzen, die manchmal in Verbindung mit Fieber und/oder allgemeinen Krankheitssymptomen auftreten.)
4.1.f Weitere Nebenwirkungen
Weitere Nebenwirkungen traten bei einer kleinen Anzahl von Personen auf, ihre genaue Häufigkeit ist jedoch unbekannt: Es wurden Fälle von Knochenerkrankungen einschließlich Osteopenie und Osteoporose (Verdünnung des Knochens) und Knochenbrüche berichtet. Bitte beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie Antiepileptika über eine lange Zeit anwenden, wenn bei Ihnen eine Osteoporose festgestellt wurde oder wenn Sie gleichzeitig Kortison oder andere Steroidhormone einnehmen.
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
5 Wie ist "Lamictal 5 Tabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie "Lamictal 5 Tabletten" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

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